Anjas März-Link-Love

Da bin ich wieder. In den letzten Wochen war ich überarbeitet und frühjahrsmüde und wollte in meiner Freizeit nur faulenzen, was ich mir dann einfach mal gegönnt habe und nun sind meine Batterien wieder besser aufgeladen!

Während meiner Auszeit habe ich trotzdem viele Blogs weiterverfolgt und möchte meine persönlichen Hightlights gern mit euch teilen:


❤️ Weirdly Shaped and Well Photographed hat eine tolle Review des Panache Sport-BHs verfasst, die gleichzeitig ein wundervolles Gegengewicht zu einigen "Thinspo" und "Fitspo" Bildern beinhaltet, die im Internet kursieren. Ihre Fotos hätten teilweise auch gut als Kontra zu Panaches eigener Supporteverymove-Kampagne im Januar verwendet werden können... (siehe auch georges Beitrag zur Panache-Kampagne).
    ❤️ Die kanadische Brafitterin Claire von Butterfly Collection - die neben Babs the Brafitter einen meiner liebsten Brafitting-Blogs schreibt - geht der Frage nach, warum BHs unter Umständen nicht am Brustansatz sitzen, sondern immer darunter. Eine Frage, die auch mich lange Zeit beschäftigt hat, momentan trage ich fast nur noch bügellos, weil diese BHs am Brustansatz bleiben und mich kein heruntergerutschter Bügel in den Bauch drücken kann. Sie sieht die Ursachen in a) BHs, die zu tief getragen werden, b) Bügeln, die zu schmal sind (dank georges Hilfe habe ich herausgefunden, dass ich sehr flach verlaufende Bügel brauche, damit sie zu meinem Brustverlauf passen und an den Brustansatz rankommen) und c) der Form des Brustkorbs.
    ❤️ Sweet Nothings hat in Zusammenarbeit mit Miss Underpinnings eine schöne Trendvorschau für die Kollektionen Herbst-Winter 2014 erstellt.
      ❤️ Schon etwas älter, aber trotzdem noch lesenswert ist Estelles Artikel auf ihrem Esty Lingerie Blog zum Thema In Defence of Lingerie Made in China. Sehr interessant fand ich auch den ersten Kommentar von Frauke, der Designerin von Fräulein Annie.
        ❤️ Last but not least hat Bras and Body Image veröffentlicht, warum Brafitting für sie ein feministisches Thema ist.

          Und wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was ein Hund so macht, wenn er allein mit der verbotenen Bettcouch ist, bitteschön:




          Ich wünsche euch hilfreiche Anstöße oder vielleicht auch einfach nur gute Unterhaltung mit dem Lesefutter! Falls ihr selber Linktipps aus der Boobosphere habt, schreibt sie gern als Kommentar hier drunter.

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          Bademoden-Treffer: Bravissimo Sienna Neckholder-Bikini / -Tankini bis J-Cup

          Ich habe schon wieder einen Rant über Badeklamotten angefangen. Weil: nörgeln ist einfach meine allerliebste Freizeitbeschäftigung. *seufz* Es ging um den Mangel an Auswahl in meinem Größenbereich und die Problematik des Designs, das mich überhaupt gar nicht anspricht. Und dann bin ich zufällig auf ein neues Modell bei Bravissimo gestoßen und hatte einen kurzen Heureka-Moment. Den wollte ich einfach mal teilen. Weil das Wetter so schön ist und ich meine Optimismusübungen in letzter Zeit sträflich vernachlässigt habe:


          Das ist die Sienna-Serie von Bravissimo (exklusiv). Zur Passform kann ich natürlich noch nichts sagen, aber das Design ist schon ganz gut, oder? Der Wechsel zwischen kleinen und großen Polka-Dots ist IMO nicht so hundertprozentig gelungen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau: solche Designs gibt es sonst meistens nur bis (höchstens) G-Cup.
          Das Short-Unterteil finde ich besser als das Röckchen, aber es ist großartig daß es Auswahl gibt, auch was die Oberteile betrifft. Ich bin erst seit letztem Jahr zu den Bikiniträgerinnen übergelaufen. (In einem Anfall von: Ach egal!)
          Nach meiner Frustration über die ganzen Blumenmuster und andere Muster-Gräßlichkeiten ist der Sienna wirklich ein Lichtstreif am Horizont.

          Sienna Tankini: Größenspektrum 30E-J, 32-36DD-J, 38DD-HH, £42
          Sienna Bikini: Größenspektrum 28-30E-J, 32-36DD-J, £34
          Zwei Unterteilformen XS-XL, £22

          (Das Größenspektrum könnte natürlich noch deutlich besser sein; was mir nicht gefällt ist die Implikation, daß man mit UBB 38+ keinen Bikini möchte und mit UBB 28 keinen Tankini und: größere und kleiner Unterteile wären sicher auch noch ne gute Idee. Aber jetzt ganz schnell zurück zum Optimismus!)



          Habt ihr auch schon was im Auge, das euch gefällt?
          Oder seid ihr noch gut ausgestattet mit Badeklamotten?
          Wenn ja, was sind eure Schätzchen?

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          Och nö, echt Leute?! Das muß doch nicht sein!

          Also, es gibt diese Parodie auf die Kampagne "Gleichberechtigung statt Gleichmacherei" der AfD Jr.  von der Alternativen Jugend für Deutschland, unter der schönen Adresse facebook.com/wirhabenjanichtsgegenauslaenderaber

          Wie üblich wenn sich Leute an Satire versuchen sind ein paar Sachen sagen wir eher weniger gelungen. Und gerade eins dieser weniger gelungenen Beispiele, ausgerechnet das, hat es in die TAZ-Fotostrecke Kampagnen für die Junge AfD geschafft.

          "Ich bin kein Feminist, weil ich mehr Oberweite als Hirn habe."

          Kann mir mal irgendjemand erklären, was an diesem Bild kritisch sein soll? Anyone?

          Also ja, wir wissen natürlich aufgeklärterweise, daß Intelligenz in keiner Relation zu körperlichen Attributen wie Brüsten steht. Aber wird die Sache dadurch alleine schon lustig? Wie kommt denn die Distanz zur Aussage zustande? Kommt sie überhaupt zustande?

          Ich würde sagen nein.
          In meinen Augen wird hier das misogyne Stereotyp  "große Brüste = dumm" einfach nur verdoppelt, indem genau das nicht passiert, was eigentlich die Zielsetzung der Kritik sein sollte: eine Reflexion auf den sozialen (sexistischen!) Kontext von Antifeminismus zu ermöglichen. Die Aussage wie sie da steht heißt nicht: "Ich bin keine Feministin weil ich ein sexistisches Klischee affirmieren möchte" sondern "Ich bin keine Feministin, weil ich dumm bin."

          Abgesehen von dieser Reproduktion des sexistischen Stereotyps: Ich dachte eigentlich, daß Dummheit grundsätzlich keine Ausrede ist und sie daher auch nie als Vorlage für eine Kritik taugt.

          Es gibt noch ein zweites Bild nach diesem Schema, diesmal unterschreiben mit "Ich bin gegen Feminismus, weil ich Feministen nicht allein mit meinen Titten beeindrucken kann." Das ist jetzt zwar auch nicht besonders smart, aber es bringt wenigstens im Ansatz die erforderliche reflexive Struktur mit, genau wie die ebenfalls nicht überragenden aber immerhin besseren Beiträge: "Ich bin keine Feministin, weil ich sexuelle Belästigung total geil finde." oder "Ich bin keine Feministin, weil ich in die Küche nicht in die Öffentlichkeit gehöre."

          Zur verfehlten Message des oben gezeigten Bilds kommt dann dummerweise auch noch, daß die mutmaßliche Schöpferin des Spruches glaubte ihre Möppies zur Untermalung mit in die Kamera halten zu müssen. Vielleicht als ironische Brechung, die im Text selber keinen Ausdruck gefunden hat? Nach dem Motto: "Hey guck mal, ich würde das doch nicht über mich selber sagen."

          I don't get it.

          Aber immerhin hat es offensichtlich gereicht um in die Fotostrecke zu kommen. Weil, Sex sells. Ne, TAZ?

          Sonst naja, kann man zur Kampagne vermutlich sagen, daß sie gut gemeint war - an die Absurdität des Originals (Realsatire deluxe) kommt sie aber nicht ran. Außer vielleicht im Fall von "Ich bin keine Feministin, weil ich mag Toastbrot."

          Könnt ihr dem Bild was Kritisches/Lustiges abgewinnen?

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          Spring Break and Link Love...

          Ja, mich gibt's noch. Momentan bin ich nicht so mitteilungsbedürftig, daher nur mal schnell so eine Zwischenmeldung.

          Die letzten Wochen hab ich eher in der Psychosphere (True Detective) als in der Boobosphere zugebracht. Die einzigen BH-relevanten Themen waren eigentlich a) das altbekannte Bademoden-Problem (keine Modelle die mir gefallen und/oder passen in meiner Größe), darüber muß ich wohl noch mal extra nörgeln und b) daß ich unglaublich viel über das abgebildete Modell nachgedacht habe. Keine Ahnung, warum ich es so toll finde; ich denke es ist die beerige Farbe in Kombination mit dem kommenden Frühling. Jedenfalls hab ich zu Demonstrationszwecken mal einen creepshotartigen Schnappschuß in meinen Katalog getätigt. I proudly present: die Cleo Lily in der Spätfrühlingsvariante. Die Frühfrühlingsvariante in babyblau/rosa ist schon raus, gefällt mir aber nicht mal halb so gut.

          Lily ist ein George-Schnitt, den es schon im Herbst mit Papageienmuster gab. :)

          Cleo Lily, magenta/orange, Sommerkollektion 2014, soweit ich weiß ab Mai erhältlich
          Apropos, Cleo George, Anne-Luise hat eine Review zum Fliegenpilz-BH "Minnie" von Cleo (auch einem George-Abkömmling) verfaßt, falls euch das interessiert.

          Ich hatte mir schon vor einer Weile überlegt, daß es eigentlich nett wäre, ab und zu mal eine Linksammlung zu Beiträgen zu posten, die wir irgendwie interessant oder wichtig finden. Eigentlich betrifft das fast alles, was in der "internationalen Boobosphere" so geschrieben wird - aber ich bin ja selber oft zu faul oder anderweitig beschäftigt um alles zu lesen, deswegen ist mir ein unvollständiges "Reader's Digest" natürlich lieber als gar keins. Vielleicht geht euch das auch so? Hier also mal ein paar Links mit den besten Absichten, nach völlig willkürlichen Auswahlkriterien. (Falls euch noch was einfällt: einfach an mich mailen, tweeten (@drueber_drunter) oder unten drunter kommentieren...)

          ♥ Die deutschsprachige Boobosphere
          Neben der Minnie-Review hat Anne-Luise auch  ihr neues BH Lounge-Studio vorgestellt. Dazu auch ein Bericht auf dem Life Style Blog Just Blossom.
          Manuela hat Anfang des Monats den Only Her-Laden in Berlin-Spandau eröffnet - Bilder gibt's bei Facebook
          Denocte hat - schon vor einer Weile - (allerdings auf Englisch) über den neuesten Aufreger in Lingerie Business, den Kewi-Bra berichtet und
          Celina stellt auf ihrer Fabulösen BH-Welt den Cleo Bella vor (ebenfalls eine George-Tochter).

          Busipanda ist von uns allem am fleißigsten - wer Tips zu BHs für Männern mit Gynäkomastie sucht (oder selbst in den Größenbereich 85E/38DD fällt), sollte auf jeden Fall regelmäßig auf Männerbusensupport vorbeischauen!
          Ach ja, und Anja hat was über die aktuelle Panache-Kollektion fürs Dessous Diary geschrieben.

          ♥ Die internationale Boobosphere - willkürliche Auswahl:
          Geeky: the Bravengers Assemble
          Informativ: ein Beitrag aus dem letzten Sommer bei The Lingerie Addict über Bra Fitting Advice für muskulöse Frauen. | die letzten drei Beiträge von Butterfly-Collection zu How Height Can Affect Your Bra Fit, Skin Irritations and Bra Fit sowie Bra Fit Tips for Top Heavy Breasts | Bratabase hat eine neue Größensystemvergleichsmethode entwickelt
          Interessant: der dritte Teil der 'Small Bust Reihe' des Lingerie Journals besteht aus einem Interview mit The Lamb, Toots, Marielle und Denocte. | auf Stanikomania kann man bereits die Winterkollektionen der Panache-Marken bewundern: Panache Superbra, Cleo, Sculptresse, Masquerade EDIT: und heute ganz neu - Curvy Kate A/W 2014  | eine ältere Stellungnahme von Kiss Me Deadly zur Wahl ihrer Model

           >> mehr Lesestoff siehe Blogroll. :)


          ♥ Ohne Bezug auf Bra Fitting - ebenso willkürlich
          Naekubi von Danger Bananas hat uns einen Blog-Award verliehen. Vielen lieben Dank! :-*
          Ich hätte sie auch unbedingt so erwähnen müssen, denn sie schreibt auf ihrem Blog über Alltagsrassismus (v.a. in Deutschland) - unbedingt mal reingucken!

          Auf Kleiner Drei gab es einen sehr krassen, erschütternden und wichtigen Gastbeitrag Gezeugt, geboren und begraben (Achtung: Triggerwarnung!)

          Ein Beitrag beim K_einen Unterschied darüber wie man von Prokrastination loskommen kann. (Ahem)
          Kennt ihr schon die Fatty Fashion Challenge? Alle zwei Wochen coole Outfits zum jeweiligen Thema. :)

          ❤️❤️❤️

          Bekanntlich hat d&d zwar keine Facebookseite, dafür aber einen tumblr und einen Twitter-Account, den ich mir in letzter Zeit hauptsächlich zum Smalltalken angeeignet habe - ihr könnt mich also jederzeit anquatschen, wenn euch danach ist. :)

          Last but not least ein völlig bezugloses Video - hat mich total entspannt. Ich wünsche euch einen entspannten Wochenanfang (bißchen spät, ich weiß) und falls euch was einfällt, laßt mir doch Lesetips oder sowas in den Kommentaren! :)

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          [Brabarella-Plausch] Warum uns Bra-Fitting wichtig ist...

          Die nächste Frage in der Reihe unserer kleinen Auto-Interview-Gesprächsrunde...

          MiaRose: Warum ist Brafitting euch wichtig?

          Anja: Als ich selbst anfing, passende BHs zu tragen, bei denen ich meine BHs nicht mehr stündlich nachjustieren musste, hat mir das einen sehr großen Schub an Selbstvertrauen, Freiheit und Unbefangenheit wiedergegeben. Selbstvertrauen, dass es nur am mangelnden Angebot und nicht an meinen Brüsten lag, dass die BHs früher nicht saßen. Und auch das Selbstvertrauen, jetzt auch mal etwas tiefer ausgeschnittenes zu tragen ohne ständig nachkontrollieren zu müssen, ob noch alles gut sitzt. Freiheit und Unbefangenheit, weil ich jetzt wild tanzen kann, ohne dass mir die Brüste wehtun. Oder mich auch ohne Vorsichtsmaßnahmen z.B. vorbeugen kann (früher habe ich mir dann immer die Hand vor den Ausschnitt gehalten, damit meine Brüste nicht aus dem BH fallen), ich mich also unbefangener bewegen kann. Diese Veränderungen bei mir selbst zu erleben - das möchte ich auch gern an andere Frauen weitergeben. Außerdem berate ich gern, was ja auch ein Teil des Brafittings ist.

          george: Für mich war Bra Fitting vor allem ein Hintertürchen in die Praxis - ich komme eigentlich aus sehr abstrakten politisch-theoretischen Zusammenhängen, hab also immer "von oben nach unten" gedacht. Daß ein passender BH bei vielen Frauen so einen fundamentalen Unterschied im Körpergefühl ausmachen könnte, hätte ich mir nicht träumen lassen. Besonders schön finde ich, daß den meisten Frauen durch die Bra Fitting Community erst bewußt wird, daß nicht sie selbst irgendwie komisch sind, sondern daß viele, viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen. Mit dieser Überschreitung der individuellen Perspektive eröffnen sich dann auch andere feministische Themenfelder rund um Diversity, Körpernormativität, Schönheitsideale...

          MiaRose: Für mich ist es ein bisschen eine Mischung aus beidem. Es war ein unglaubliches Aha-Erlebnis endlich passende BHs zu tragen. Kein Zerren, weniger Ziepen, kaum Zuppeln mehr. Aber primär ist es auch die Erleichterung, dass man nicht anders, nicht irgendwie falsch ist. Das es anderen genauso geht. Das eines nicht besser ist als das andere. Dieses Gefühl möchte ich gerne weitergeben. Brafitting ist für mich ebenfalls ein feministisches Thema und hat mir noch mehr den Zugang zu anderen Themen wie eben Diversität, einem positivem Körpergefühl und Selbstbild, konstruierter Schönheitsideale etc.

          Wie ist das bei euch? Interessiert ihr euch für Bra-Fitting?
          Oder vielleicht für ein ähnliches Thema? Los! Erzählen! :)

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          Only Her - Bra Fitting-Studio in Berlin-Spandau, Eröffnung am Sa. 01.03.2014

          Glücklicherweise haben mich Anja und Anne-Luise darauf hingewiesen, sonst hätte ich es gar nicht mitbekommen - unsere Busenfreundin Manuela von Only Her EU/Deutschland erweitert ab Samstag ihr online durch ein offline Angebot.
          Zitat:
          Es ist soweit!
          Am 01.03. eröffnet OnlyHer.eu sein 1. BH-Studio mit professioneller BH-Beratung und Verkauf in Berlin. Sie finden uns in Spandau in der Seeburger Straße 85, Nähe Rathaus Spandau. Ich würde mich freuen, Sie am Eröffnungstag ab 10 Uhr bei einem Glas Sekt begrüßen zu können.
          Liebe Grüße Manuela von OnlyHer.eu

          Der Onlineshop bleibt natürlich weiterhin bestehen, die Ware kann dann aber nur noch Donnerstag, Freitag und Samstag verschickt werden.

          Quelle: www.onlyher.eu
          Only Her bei Facebook
          Adresse bei Google Maps

          Das sind ja tolle Neuigkeiten! Schon mal herzlichen Glückwunsch, Manuela!

          Derzeit bietet Only Her folgende Marken an: Audelle (Lepel), Ava, Bestform, BiuBiu, Charnos, Cleo by Panache, Comexim, Dalia, Ewa Michalak, Fantasie, Freya, Krisline, Masquerade by Panache, Only Her, Panache Superbra, Pour Moi? und Royce
          Das Größenspektrum liegt zwischen 60B und 90KK. Genaueres gibt euch sicherlich der Online-Shop aus. :)

          Falls ihr noch mehr über das Angebot erfahren wollt, würde ich euch den zugehörigen Thread bei den Busenfreundinnen ans Herz legen: 13581 Berlin: Persönliche BH-Beratung (Bra-Fitting) von majumi

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          FAQ: Wie vermesse ich meine Brust?

          In der Regel werden zur Bestimmung einer BH-Größe  zwei Meßwerte gefordert: einmal soll unter der Brust gemessen werden, indem man das Maßband relativ straff zieht, und dann noch einmal  locker an der umfangreichsten Stelle über der Brust (im BH).

          Theoretisch setzt sich also jede BH-Größe aus zwei Faktoren zusammen: der Unterbrustbandweite (also dem Brustkorbumfang) und der Körbchengröße (dem Volumen der Brust). Die Idee dabei ist, daß man die Bandweite direkt 1:1 vom Brustkorbumfang ablesen kann, d.h. 75cm Umfang = 75 UBB, und daß die Körbchengröße sich dann aus der Differenz zwischen (Über-)Brustumfang und Unterbrustumfang ergibt, z.B. 94cm – 75cm = D-Körbchen.

          Das ist auch der Grund, weshalb eine Körbchengröße nur in Verbindung mit dem Unterbrustband aussagekräftig ist: eine 65D ist beispielsweise drei Größen kleiner als eine 80D (sowohl im Cup als auch im Unterbrustband!).

          Auf dieser Form der “Berechnung” aus zwei Werten basieren die meisten Tabellen und Größenrechner, die man im Netz so findet. Wenn es so einfach wäre, wäre ja alles prima, aber: [Spoiler] so einfach isses halt nicht.

          Wenn man genauer hinsieht, dann wird es schon theoretisch schwierig, wenn die Zahlen nicht so glatt sind – welche BH-Größe wäre nun bei 73/95 die richtige? Und welche bei 77/93? Und praktisch blamiert sich diese “Berechnung” meistens völlig. So müßte ich z.B. soetwas wie eine britische 36 (80) FF tragen oder eine europäische 85G. Tatsächlich brauche ich aber eine 32 (70)J!

          Im folgenden versuche ich mich an einer Erklärung, warum das so nicht funktioniert. Wem das jetzt zuviel theoretisches Rumgelaber wird >> hier geht's zum Fazit

          skizze2



          Die Problematik mit dem Messen 'an sich'

          Problematik No 0:
          Ganz unabhängig vom Messen gibt es kein für alle BHs einheitliches Größensystem, auch wenn Maßtabellen etwas anderes suggerieren. Am konsistentesten hat sich bisher das von den meisten britischen Marken verwendete System erwiesen, d.h. hier fallen BHs verschiedener Marken tatsächlich einigermaßen gleich aus, so daß sie zum Bra Fitting deutlich besser taugen als die sog. "europäischen Marken". Das schon mal vorneweg.

          Problematik No 1 ist das Unterbrustband:
          Hier stellt sich ziemlich schnell heraus, daß ein 75er Band für einen 75er Brustkorbumfang in der überwältigenden Mehrzahl aller Fälle a) bereits im Ruhezustand zu weit und b) auch noch zusätzlich elastisch ist. Die unterstellte Gleichsetzung von Meßwert und Bandweite funktioniert schon mal nicht.

          Problematik No 2 ist der Brustumfang:
          Eigentlich liegt es schon auf der Hand, daß aus einem Umfang ein Volumen bestimmen zu wollen irgendwie schwierig sein muß. Ein Mensch ist ja keine geometrische Figur. Nyad hat dazu in der Anfangsphase von drüber & drunter mal einen Beitrag verfaßt, der ganz gut illustriert, wo die Probleme liegen: Warum zwei Maße nicht ausreichen

          Man sieht daran schon, daß die Meßergebnisse unterschiedlich zu gewichten sind: die Volumenbestimmung ist deutlich problematischer als das Ermessen des Unterbrustbandes – das eine ist ein theoretisches Problem, das andere eher ein praktisches; d.h. während die Korrelation zwischen Brustumfang und benötigtem Körbchenvolumen und dann noch sehr stark unterschiedlich ausfallenden Cups als Laie schlecht herzustellen ist, kann man bei der Bandwahl relativ leicht mit einbeziehen, daß BHs weiter ausfallen. Dazu muß man keine größeren theoretischen Überlegungen anstellen. Ein Band dehnt sich in der Regel um die 10, 15 Zentimeter, d.h. wenn man herkömmlich 75cm Unterbrustumfang mißt, kann man je nach Brustgröße auf jeden Fall ein 70er oder ein 65er Unterbrustband probieren. (Achtung: das bezieht sich jetzt nicht auf eine Meßung nach BF-Standard aka “so eng wie möglich”)

          Zum Vermessenwerden im Fachgeschäft
          - ein Qualitätsmerkmal für die Beratung?

          Gegen das Ausmessen des Unterbrustumfangs kann man erst mal nicht viel sagen, sofern der Meßwert nicht 1:1 übertragen wird. Allerdings sprechen da auch meine eigenen Erfahrungen gegen die Verwendung eines Maßbandes: Als Brafitterin habe ich das mit dem Unterbrustumfang vermessen ein paarmal versucht, allerdings fand ich es für alle Beteiligten eher unangenehm - man  muß an die Person, die man vermißt, sehr nah herangehen und um sie herumgreifen, wobei sie entweder nur einen BH anhat oder gar keinen. Das empfand ich sehr stark als Eindringen in persönlichen Raum. Gleichzeitig muß man auch darauf achten, daß das Maßband dort entlang läuft wo es soll, plus, man kann gar nicht so dolle anziehen, weil man ja einer völlig fremden Person keine Schmerzen zufügen will. Ergo muß man vom eher locker gemessenen Ergebnis dann noch einige Zentimeter abziehen; zu einem solchen Ergebnis kommt man in der Regel auch über Augenmaß.

          Wenn dagegen “live” (also in einem Geschäft) versucht wird, die Körbchengröße mit einem Maßband zu bestimmen, deutet das nicht unbedingt auf besonderes Know How hin. (Euphemismus) Gerade bei kleinen oder großen  Brüsten ist das Volumen oft nicht ‘ermeßbar’.

          Als Frau ohne (theoretischen) Brafitting-Hintergrund ist das natürlich erst mal nicht bekannt. Ganz im Gegenteil gilt das Vermessenwerden quasi als “Non Plus Ultra” des BH-Anpassens und deswegen wird man als Live-Fitterin auch ganz oft von Frauen gefragt, ob man sie vermessen könne – den Zahlen wird dabei eine geradezu magische Qualität zugesprochen, was angesichts des undurchschaubaren, ja willkürlichen Wirrwarrs von Größen auch irgendwie verständlich ist. Das Dumme ist nur, daß sich zwischen Werten und Größe kein zwingender Zusammenhang herstellen läßt; die Wahrscheinlichkeit daß die Größe eines passenden BHs einen besseren Anhaltspunkt gibt, ist deutlich höher als daß man aus Meßwerten die richtige Größe eskamotiert, ableitet.

          Es ist selbstverständlich nicht völlig unmöglich – die Frage ist nur, warum man in einem BH-Geschäft das Pferd so dermaßen von hinten aufzäumen sollte: wenn es ein einigermaßen ordentliches Sortiment gibt, kann man die richtige Größe doch viel leichter durch Ausprobieren finden. Es ist ja so, daß man beim Bra Fitting mit Konfektionsgrößen arbeitet und nicht - wie die deutsche Übersetzung BH-Anpassung suggeriert - maßanfertigt. (Ich denke, daher kommt die Idee bzw. das Mißverständnis mit dem Vermessen hauptsächlich).

          Interpretation der Meßwerte und Online-Beratung

          Hat man kein Fachgeschäft vor Ort und ist auf eine Beratung und eine Bestellung im Internet angewiesen, sieht die Sache natürlich gleich ganz anders aus. Die Brafitterinnen bei den Busenfreundinnen haben deswegen über die Jahre ein System ausgeklügelt, das Erfahrungen unterschiedlicher Größenbereiche mitberücksichtigt und daher ganz passable Ausgangsgrößen ergibt. 

          Diese Ausgangsgröße ist dabei allerdings auch nur eine Schätzung, die sich meist aufs britische Größensystem bezieht (das einzige einigermaßen einheitliche, das uns bekannt ist, siehe Bemerkung oben und vgl. auch Lost in Translation) – ein Startpunkt von dem aus man sich zur richtigen Passform (optimale Kombination aus Größe und BH-Schnitt) vortasten kann.

          Also auch bei den Busenfreundinnen wird nicht mit der Kristallkugel die einzig wahre Größe prophezeit sondern nur das gemacht, was eine Offline-Brafitterin auch tut: eine mehr oder weniger akurate Einschätzung abgeben, von der aus man dann per Trial & Error die eigentliche Suche beginnt.

          Vielleicht ist es einleuchtender, mal wieder einen Schuhvergleich zu ziehen (ich liebe Schuhvergleiche!): man könnte alle Füße nach spezifischen Eigenschaften aufschlüsseln, bevor man sich ans Schuhe kaufen macht (und wer sog. “Problemfüße” hat, der*die muß das in der Regel auch tun): wie lang sind die Füße im Verhältnis zur Breite, wie hoch ist der Spann, wie dick die Fessel, wie sind die Zehen angeordnet etc. pp. Statt dessen geht man normalerweise in einen Laden (oder ist mutig und bestellt im Netz) und probiert. Mehr oder weniger unermüdlich in den üblichen Schuhgrößen (bspw. zwischen 40.5 und 39.5) bis man etwas gefunden hat, das paßt. Mit guter Beratung geht es evtl. schneller, aber ums Probieren kommt man nicht herum.

          Dazu sagen müßte man vielleich auch noch, daß zur theoretischen Problematik der Interpretation der Werte auch noch ganz banal dazu kommt, daß es keine objektiven Standards für Meßwerte gibt. Als ich relativ frisch bei den Busenfreundinnen gelandet war, hab ich mich natürlich auch vermessen - und dann ein paar Wochen später Aqua (die Gründerin und Administratorin) persönlich getroffen und die hat meine Werte, vor allem die Unterbrustwerte, noch mal ganz ordentlich korrigiert. > D.h. Meßtechniken sind auch erst mal sehr individuell. Gerade wenn man selber mißt, ist es schwierig auf alles gleichzeitig zu achten: leere Lungen, volle Lungen, daß das Maßband gerade verläuft, an welcher Stelle man es ansetzt etc. 

          Also, lange Rede, kurzer Sinn: Fazit

          ★ Wenn man die Möglichkeit hat, sich durch mehrere Größen durchzuprobieren ist das dem Messen immer und unbedingt vorzuziehen!

          ★ Wenn man bereits einen halbwegs passenden BH hat, ist es sinniger, sich durch eine Checkliste zu hangeln, um festzustellen wo die Probleme liegen (z.B. hier auf dem Blog: Woran erkenne ich ob ein BH paßt?  oder bei Lace.de)

          ★ Leider sind viele Marken scheinbar nicht in der Lage, Größen zu produzieren die mit denen anderer Marken vergleichbar sind. D.h. es kann gut sein, daß man je nach Marke völlig unterschiedliche Größen braucht.

          ★ Wenn man zur Inspiration, zum Vergleich oder aus Neugier eine Einschätzung haben möchte, die auf Meßwerten beruht kann man sich nach der Anleitung der Busenfreundinnen vermessen und
          1. die bereits erfolgten Beratungen durchsuchen (Hier wird erklärt wie das geht: Alternative zur Erstellung eines Erstberatungsthreads)
          2. einen Erstberatungsthread erstellen (Bitte nicht einfach aus Spaß, sondern nur wenn man’s ernst meint)
          oder 3. die Daten in die SizeEmApp einfüttern. (Ein recht fortgeschrittener BH-Größenrechner von Ana und Vee, zwei BraFitting-Geeks aus Kroatien, wenn ich das richtig verstanden habe. Ach ja... die internationale "Boobosphere" ist schon toll.)

          So, ich hoffe, mein Geschreibsel war einigermaßen überschaubar und mein Punkt ist einigermaßen rübergekommen: Don't trust the Tape Measure!

          Bra Fitting ist trotzdem kein Buch mit sieben Siegeln. Man kann es auch einfach umdrehen und feststellen, daß es viel einfacher ist, sich mit einem Passformleitfaden durchzuprobieren.


          Wie steht ihr zum Messen? Seid ihr skeptisch oder eher Anhängerinnen der Zahlen? 

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