Eben habe ich im neuesten Blog-Beitrag bei Butterfly Collection:Face to face with Panache eine Neuigkeit gelesen, die einige von euch interessieren könnte - die langersehnte Einführung des 26er / 55er Unterbrustbands in die reguläre Kollektion wurde von Panache bestätigt:
Will Panache start doing 26 bands? "The next collection we are designing is Spring 2013 and this will be the first trial of 26 bands in select styles in Cleo and maybe Superbra. We know that there is a huge need for 26 bands and we want to get the support absolutely right."
Übersetzung: Wird Panache 26/55er Unterbrustbänder produzieren?
Die nächste Kollektion, die wir entwerfen ist die für den Frühling 2013. Damit werden wir unseren ersten Versuch mit 26er Bändern in ausgewählten Styles von Cleo und vielleicht Superbra (Anm.: hier meist nur Panache genannt) unternehmen. Wir wissen daß es einen großen Bedarf an 26er Bändern gibt und wir wollen die Unterstützung (Anm.: den Halt der Brust?) richtig hinbekommen.
Es steht nur zu hoffen, daß diese Einführung nicht mit einem Vanity Sizing einhergeht, wie es bei Busts 4 Justice für Freya BHs kürzlich prophezeiht wurde. Die meisten Panache BHs sind erfreulich stabil, insofern steht zu hoffen, daß die Produktion von 26er Bändern tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung ist.
Der absolute Besteller von Panache: der Tango Balconette* erhältlich im Größenspektrum von 60 - 90 D-K / 95 D-J / 100 DD-FF Bildquelle & -rechte: Panache
*Ooops, sorry. Da hab ich nicht aufgepaßt... das auf dem Bild ist nicht die Balconette-Version des Tango, sondern der Plunge. Schande auf mein Haupt. Weil das Foto aber so hübsch ist, darf es trotzdem bleiben...
Ich bin auch schon mal gespannt, für welche Modelle sich entschieden wird... leider ist das Problem bei Cleos ja immer, daß die meisten Schnitte saisonal sind. Deswegen ist es immer ein tierisches Gerenne... Den Cleo Eleanor, den ich eigentlich noch haben wollte, hab ich nun natürlich schon wieder verpaßt. Bin mal gespannt, ob ich es schaffe, den Sasha zu erwerben. B)
Kostenloser internationaler Versand bei einem Mindestbestellwert von 50£.
Das Angebot endet Donnerstag um Mitternacht.
(Normalerweise bedeutet das dann die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag = 1. Dezember, 0:59 | Nachtrag: Brastop verhält sich da logischer als Figleaves. Mit Donnerstag-Mitternacht ist die Nacht von Donnerstag auf Freitag gemeint. >> 2. Dezember, 0:59)
Vielleicht auch interessant - die erweiterte Rückgabefrist über Weihnachten:
Alle Bestellungen zwischen dem 11. November und dem 31. Dezember müssen erst bis zum 31. Januar wieder bei Brastop sein.
Die 20%-Aktion von Figleaves läuft übrigens auch immer noch. Auf ausgewählte Produkte gibt es (nur) heute sogar 30%. Siehe aktuellster Newsletter.
Für einige Leser vielleicht interessant: Bei Figleaves gibt es auch Herrenunterwäsche. ;-)
Nebenbei sagt mein DHL-Tracking, daß heute der Freya Deco Strapless ankommt, den ich letzte Woche bei der ASOS-Aktion bestellt habe. Drückt mir die Daumen, daß das keine Pleite wird.
So, last but not least eine völlig assoziative Anmerkung - zu meiner großen Freude hat sich Magis Kümmerkasten meiner Diskussionsfrage angenommen, die ich vor ein paar Monaten eingesandt habe. Hier wird gerade unter dem provokanten Titel Mögen Männer keine geschminkten Frauen? über Meinungen zu Makeup diskutiert.
ich hoffe, ihr haltet den Blog noch nicht für eine Werbeplattform. - Solche Mitteilungen machen ja gerade einen immens großen Teil der Beiträge aus... :(
Nachdem ich aber eine hoffnungslose Schnäppchenjägerin bin, finde *ich* solche Aktionen immer interessant. Woraus ich folgere, daß es anderen vielleicht auch so geht. Also...
Diesmal handelt es sich mal wieder um einen Rabatt bei Figleaves:
Mit dem Code TWENTY gibt es auf unreduzierte Artikel 20%. Das Angebot gilt bis zum 5. Dezember, Mitternacht. Wie immer heißt das Nacht von Sonntag auf Montag, 0:59 MEZ.
Die Nachricht behauptet ein "Email Exclusive" zu sein, d.h. es könnte theoretisch eine Verknüpfung zwischen Emailadresse im Newsletterverteiler und Angebot bestehen. Hab mal sowas in der Art gehört. Falls das der Fall ist, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen. (Weil das heißt, daß dieses Posting quasi überflüssig ist.)
Nebenbei: Für alle die es feiern, schönen ersten Advent!
Kommentare nach dem Jump.
MiaRose
Hi, Ich habe es gerade ohne Login ausprobiert und das hat einwandfrei geklappt. Vielleicht kannst du auch eine Art Sidebar machen in der die ganzen Rabatte vermerkt werden, dann brauchst du nicht wegen jedes einzelnen posten?
george
Danke für die Rückmeldung. :D
Ich glaube so viele Rabatte gibt es nicht gleichzeitig, daß sich so eine Sidebar lohnt und nachdem ich viel nur über Feedreader lese, würde sowas komplett an mir vorbeigehen... ich sollte einfach mal wieder ein bißchen Zeit fürs Bloggen einplanen und einen vernünftigen Beitrag verfassen. :)
MiaRose
Naja, ich schaue schon öfters mal nach, weil ich z.B. weiß, dass Frau Shopping so eine Rabattliste hat. Aber es stimmt schon, bei Figleaves und Brastop bekomme ich eh immer den Newsletter und weiß wann es Rabatt gibt. Worüber ich mich allerdings freuen würde, wären so ein paar Onlineshop-Reviews. Klar kann man bei den Busenfreundinnen schauen, aber ich habe ja keine Ahnung ob die Leser des Blogs so was auch wissen und vielleicht Interesse daran hätten? Und ganz allgemein würde ich mich auch über Kategorien freuen. Das klingt so negativ, aber ich mag deinen Blog wirklich sehr!
george
Online-Shop-Reviews... ist gebongt. Vorstellen kann man die Läden ja mal und dann ggf. zu den Erfahrungsberichten bei den Busenfreundinnen verweisen; darüber ergibt sich dann ein objektiveres Bild. Ich hab in letzter Zeit überhaupt nichts gekauft, daher hab ich nicht so drüber nachgedacht...
Nebenbei läuft der Blog auch schon seit nem Monat auf totaler Sparflamme, weil ich einfach keine Zeit habe. :( Wird aber wieder besser, versprochen!
Was meinst du mit Kategorien? Tags gibt es ja... *grübel*
Und du brauchst dich gar nicht entschuldigen, im Gegenteil. Ich finde es toll, konstruktive Kritik zu bekommen. :*
MiaRose
Haha, ich habe das mit den Tags nicht gerafft. Dabei sollte ich doch in meinem Alter ein Digital Native sein... Nun ja, man findet ja auch zu bestimmten (Einsteiger)themen was im FAQ. Falls du magst/sehr im Stress bist könnte ich auch eine Shop-Review (Brastop, Figleaves etc.) schreiben.
george
Oh, wenn du Lust hast - unbedingt!! Ich bin ganz heiß auf Mitstreiterinnen. ;freu: Schreib mir doch einfach mal ne Mail an georgina punkt kirrin ät gmx punkt net!
Tatsächlich kommt es mir manchmal so vor, als stelle die Vermessung zur Online-BH-Beratung quasi eine Inititalzündung zur Auseinandersetzung mit Körpermaßen und Konfektionsgrößen dar. Statt sich auf die Waage zu stellen und Fettanteil errechnen zu lassen oder einen BMI und minimalste Gewichtsschwankungen zu dokumentieren wie andere Frauen, vermißt eine Busenfreundin zyklusbedingte Differenzen qua Brustumfang (womöglich täglich), stellt Gewichtszu- oder -abnahmen an Veränderungen des Unterbrustumfangs fest und weil sie schon mal dabei ist, wird auch noch Hüftumfang gemessen, die Taille oder die Fußlänge im Verhältnis zur Fußbreite und zum Ballenumfang...
Unglaublich was man alles messen kann, wenn man erst mal auf den Trichter gekommen ist!
Akribisch wird festgehalten, wo man wie welchen Normwerten nicht entspricht und gefolgert, weshalb man noch nie in Klamotten gepaßt hat. Skurrilerweise ist das irgendwie soetwas wie die rechnerische Annäherung an die eigene köperliche Individualität. Messen gegen den Durchschnitt oder so.
Ich kann z.B. vermelden, daß mein Taillenumfang heute morgen vor dem Frühstück erstaunlicherweise deutlich unter 80cm lag (Ich hab keinen blassen Schimmer, was ich derzeit wiege), mein Bizeps vermutlich vergleichbar ist mit dem Oberschenkel eines Supermodels (33cm) und mein Wadenumfang sich langsam dem Bereich nähert, in dem mir mit etwas Glück handelsübliche Stiefel passen könnten. (Ich befürchte ja, ich hab da Muskelmasse eingebüßt...) Meine Brüste scheinen sich gestrafft zu haben, dann vorneübergebeugt habe ich deutlich weniger Strecke gemessen als sonst. Dazu habe ich (immer noch) sehr breite Füße (M+), sehr große Hände (für eine Frau. Ist mir schon mehrmals von verunsicherten Kerlen mitgeteilt worden. Ha!) und einen gefühlt recht großen Kopf. (Hüte, BaseBall-Caps oder Helme = Alptraum) Zum Schädelvermessen bin ich leider noch nicht gekommen. ;-)
Im Ernst, ich bin da ein bißchen hin und her gerissen, ob ich dieses Rumgemesse witzig oder eher albern finden soll. Also beobachte ich es amüsiert an mir und an anderen. Solange man die ganze Sache nicht zu ernst nimmt, wird es schon nicht schaden.
Nehmt ihr auch manchmal Maß oder besitzt ihr nicht mal ein Maßband?
Auswahl von Mess-Threads bei den Busenfreundinnen:
UBB eng messen ... - gerade aktuell. Enthält eine großartige Diskussion über die Qualität von Maßbändern und sehr coole semi-wissenschaftliche Überlegungen von blenny u.a.
Das mit dem gefühlt großen Kopf kenne ich von mir selber. Laut gemessenen Wert sollten mir durchschnittliche Frauenhüte passen, die fühlen sich aber zu eng an.
Ich besitze drei Massbänder, 1-2 Zollstöcke (die gehören eigentlich meinem Mann) und wahrscheinlich noch mindestens ein Papiermassband.
george
Ist wahrscheinlich wie immer nicht nur eine Frage des Umfangs- sondern auch der Volumenverteilung.
blenny
Das mit dem Messen ist zwiespältig. Früher wußte ich meine Größe und mein Gewicht. Jetzt weiß ich auch den Umfang meines Körpers an verschiedenen Stellen. Das erklärt zumindest ansatzweise, warum viele Klamotten mir nicht passen. Das sind aber am Ende nur Zahlen, die dazu dienen sollen, für sich selbst passende Kleidung Kleidung zu finden (mit viel Glück). Leider werden ja Idealmaße von den Medien vorgegeben. Vermesst euch um passende Kleidung zu finden. Ignoriert die Zahlen!
george
Tatsächlich habe ich das Gefühl, daß gemessene Umfänge u.ä. keine solchen Abwehrreaktionen hervorrufen wie z.B. Konfektionsgrößen. Aber vielleicht ist das auch nur in meiner kleinen Bubble so. *bubbelbubbel* :D
Hm. Da ich ja sehr viel nähe, weiß ich die wichtigsten aktuellen Maße eigentlich immer auswendig. Waagen meide ich wie die Pest, Maßbänder kann ich da eher ertragen ;) Ich habe sogar immer ein kleines Rollmaßband mit Magnet und schwarz-weißem Kitschverzierungskram in der Handtasche - man kann ja nie wissen ;)
Also, bei mir war diese Messerei schon deutlich vor der BH-Sache da.
Da ich schon recht früh zu Nähen begonnen habe, wusste ich immer schon, wo ich wie und warum von "der Norm" abweiche. Hilft mir das? nicht wirklich^^
Es ergibt aber manchmal ganz amüsante Konstellationen. Zum Beispiel hatte ich einmal ein Marks and Spencer BH-Exemplar ersteigert, das sich, nach einigem Messen und anschließendem Ausprobieren als wunderbar passend herausgestellt hat - rund um meinen Oberschenkel. Ähäm. _dezent_ deprimierend ;) My recent post Mädchenparty bei Dessous Avenue
george
Im Zusammenhang mit Selbernähen liegt exzessive Maßbandanwendung natürlich auf der Hand. :P
Ich finde tatsächlich, daß seine Maße zu kennen hilft mit diesem normierenden Konfektionsgrößenquatsch zu brechen. Praktisch ändert das an den bestehenden Problematiken natürlich nichts, aber es läßt sich zumindest schon mal bewußt erfassen.
Das mit dem M&S-BH klingt witzig - wie genau hab ich mir das vorzustellen? :D
Wenn du ganz lieb bist, und ich einmal halbwegs gut drauf bin, mach ich dir ein Foto. Den BH gibts noch - der sitzt mit langem Verlängerer nämlich ganz toll^^ My recent post Mädchenparty bei Dessous Avenue
wasmachtheli
Ich habe mal irgendwann aus Interesse diese berühmten drei Maße genommen, war natürlich nicht 90-60-90.
Mein Schädel ist allerdings auch heftig groß, so dass ich den mal gemessen habe - 58cm Also wahrscheinlich so der Umfang von der Taille eines Modells. Hüte, Helme, Mützen - genau wie bei Dir eine schwierige Kiste.
george
90-60-90 sind ja klamottentechnisch eher Alptraummaße... Insofern: Glück gehabt. ;-)
Super, wir sind Kopfzwillinge. Ich hab eben extra nachgemessen. Aber besser ein großer Kopf als ein Eydeethen*-Außengehirn. B)
Ich habe nur ein Maßband aus einem Baumarkt und benutze es sehr selten. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Taillenumfang ich momentan habe... ;) My recent post Zeigt her eure... Proben
george
Ist ja eigentlich auch keine wichtige Info, oder? Das einzige was sich ohne weiter drüber nachdenken bemerkbar macht, ist bei mir die Hosenpassform. Ich neige leider dazu in größere Größen "reinzuwachsen". ;)
Unglaublich aber wahr, auch im Zeitalter der Blogs gibt es sie noch - die good old (Fan-)Zines...
Handkopiert, -gefaltet und -getackert existieren sie nach wie vor am Rande der Subkulturen. Allen Berlinerinnen unter euch, die sich für solche Relikte aus grauer Vorzeit interessieren und sie in ihrem natürlichen Lebensraum kennenlernen wollen, sei daher die folgende Veranstaltung ans Herz gelegt:
Also, wie ich das verstanden hab ist es eine Mini-Buchmesse für Zines, also low-budget Fan-Magazine. Würden wir unsere Blogs ausdrucken, kopieren und zusammentackern hätten wir quasi auch ein Zine produziert. Unter dem folgenden Link kann man sehen, wer alles da sein wird: http://zinefestberlin.com/stall-application/
tristan
Da is auch richtige Hochglanzware dabei. Und das lustige Archiv der Jugendkulturen macht mit. Wird bestimmt ganz hübsch.
george
Pssst. Sag das mit dem Hochglanz nicht so laut. ;-)
Ich grüble übrigens gerade, was das älteste Punk Fanzine sein könnte... Wobei ältest dann wohl heißt - noch immer "aktiv" oder?
tristan
Naja, liegt wohl in der Natur der Sache, dass das schwer zu katalogisieren ist, wa. Mir fehlt da auch das geekige zum richtig reinhängen und recherchieren. Die Möglichkeit aber, einfach mal so in diversen Zines zu blättern, wie auf dem Fest, die find ich sehr charmant.
Hochglanz nur als drucktechnischer Ausdruck. Hugs & Kisses und so Magazine halt.
george
Es steht nur beim Trust-Zine dabei: zweitältestes Punk/HC-Zine. 25 Jahre... die ersten Punk-Zines gab es aber natürlich schon in den 70ern. Daher >> ? Aber ich weiß ja wen ich bei sowas fragen kann... insofern werd ich's schon noch rausfinden. Und ja, unverbindlich blättern klingt an sich toll... Deswegen mach ich hier ja auch Werbung.
*ICH* hab ja nichts gegen Hochglanz - im Gegensatz zu unsern MitbewohnerInnen, behaupte ich mal. ;-)
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Für alle die es noch nicht wissen: Meistens ist es noch mal deutlich günstiger, die Währung von Euro in Pfund zu ändern und dann lieber Währungsumrechnungsgebühren für PayPal/Kreditkarte zu bezahlen. (Danke an Magi für den Tip)
Plus: Kein Mindestbestellwert. Kostenlose Hin- und Rücksendung.
Eine Freundin machte mich kürzlich auf eine Episode von The IT Crowd aufmerksam, die wie gemacht ist für diesen Blog. Sie war ganz entsetzt, daß ich noch nichts darüber geschrieben hatte, obwohl ich sie schon kannte!! Und sie hat absolut recht: wie konnte ich (nicht)?!
Die Rede vom BH der überall kneift, nicht richtig stützt und überhaupt ein Alptraum ist, hat mich mal wieder daran erinnert, daß es tatsächlich vielen Frauen immer noch so geht. Brrrr.
Mein Lieblings-BH ist zwar übrigens nicht von Moss gefertigt, ich bin aber trotzdem (oder gerade deswegen) ganz glücklich mit ihm. Ich glaube, ich widme ihm bei Gelegenheit mal einen eigenen Beitrag mit Liebeserklärung. ;-)
The IT-Crowd, Episode 2.5: Smoke and Mirrors (dt. Der Super-BH)
Sonst konsumiere ich gerade mehr als daß ich mir Gedanken um Blog-Posts machen könnte... ein kurzer Blick in meine Blogroll ergibt die folgenden Neuigkeiten:
Aus der internationalen Boobosphere hört man zwischenzeitlich Unkenrufe, daß Freya-BHs noch labberiger im Unterbrustband produziert werden als bisher (vgl. Busts4Justice: Am I being dumped by Eveden?). Auf Venusian Glow wurde prompt zeitgleich die dazu passende Anleitung veröffentlicht: Bra Band Tightening Tutorial, Using Elastic. Und June von Braless in Brasil überlegt wie die Oberkörperform mit der BH-Passform zusammenhängen könnte: Waistland Part 2- Beauty and Bras
Und bei den Busenfreundinnen hab ich mich heute arg gegruselt. Einmal über ein von Karotte verlinktes Video von einer Frau, die sich ihre Brüste mit Gaffa-Band umwickelt statt einen richtigen BH zu tragen. (Link zum Thread) Und einmal über das erneute Erscheinen des "Bra-Meters" (bitte bei Bedarf selber googlen), das ist so eine ultra-sexistische Alphabetvariante, nach der A-Körbchen gleichzusetzen ist mit "Almost Boobs", B mit "Barely Boobs" usw. Beides zusammen ergibt ein schönes Ensemble zum Thema "Warum ich meine Brüste hasse." (Nein, nein, ich tu das nicht. Keine Angst. Alles ok bei mir.)
... würde ich mir meine Kleidung auf den Leib schneidern lassen.
Das ist jetzt vermutlich eine typische Busenfreundinnen-Floskel, aber mal ehrlich: Sich nicht mehr rumärgern zu müssen mit Konfektionsgrößen oder einer Nähmaschine (was zugegeben auch eine Möglichkeit wäre...) - wär das nicht wirklich superkalifragilistischexpiallegetisch?! [Und bevor ihr fragt: Nein, der Beitrag ist keine Antwort auf eine Challenge, diesen Begriff irgendwie unterzubringen. Mir war nur gerade so... Es ist Herbst, es ist Sonntag, mal wieder Mary Poppins gucken wäre doch schön.]
Nun traf es sich, daß ich kürzlich ein bißchen was aus dem Leben einer Maßschneiderin/Designerin mitbekommen habe und feststellen mußte: Offensichtlich sehen die meisten Menschen, die wirklich Schotter haben, das ganz anders.
Zum einen, weil auch an ihnen die moderne Massenproduktion nicht vorbeigegangen ist. Das heißt, der Preis, den man für ein maßangefertigtes Kleidungsstück verlangen darf, orientiert sich nicht an den Löhnen wie man sie hierzulande erwarten würde, sondern muß billiger sein als eigentlich leistbar ist. Zum anderen entscheiden sich viele, die die freie Wahl hätten, gegen die Maßschneiderei und für Designerware von der Stange. Damit werden Label und Image als Auswahlkriterien über die Passform gesetzt. Und auch über Individualität.
Eigentlich ist es ein bißchen verrückt...
Wie dem auch sei, hier ein kleiner Einblick in die Arbeit einer Münchener Designerin, die - wie ich finde - ganz großartige Sachen macht. (Ich stehe einfach total auf so 20er Jahre-Chic!)
Ich hab nicht so wirklichen Einblick in die DesignerInnen-Szene, aber mir scheint die Kombination aus Maßschneiderei und eigener Kollektion schon ziemlich sinnvoll zu sein. (Vorsicht, es folgt ein seltsamer Vergleich:) Bei einer TättowiererIn würde man sich ja auch das Portfolio angucken um zu sehen, ob man ähnliche ästhetische Vorstellungen hat... Danach könnte man dann eine Kleidung auswählen, die sowohl dem eigenen Geschmack entspricht als auch optimal paßt.
Vielleicht habt ihr auch davon gelesen, daß Christina Hendricks sich mal beschwert hat, daß zwar alle ihre Figur loben, aber sie Probleme hat, passende Designerkleider für offizielle Anlässe zu finden. Selbe Geschichte! Es steht ja zu befürchten, daß die teuren Stücke genau wie die Billigteile der Textilketten in Niedriglohnländern produziert werden... und dann passen sie noch nicht mal. Und ob es sich dann immer um so einen exorbitant großartigen Entwurf handelt, darüber läßt sich ja auch streiten. (Ich bin allerdings absolut für den berüchtigten Björk-Schwan!) Was spräche also dagegen, zu den Oscars, Emmies und Palmen keine großen Namen sondern eine Maßanfertigung nach eigenen Vorstellungen zu tragen?! Ich versteh es nicht!
Vielleicht ist das Massenkultur strikes back - Rache der Konfektionsgrößen oder so. Befremdlich ist es jedenfalls, daß alle, ob reich oder weniger betucht (jaja, blöder Wortwitz), gleichermaßen unter den Zwang des Normkörpers stellt. Da soll noch mal einer sagen, Kapitalismus führe nicht zu größerer Egalität. Ha!
Ursprünglich war es mal so, daß sich viele Menschen hierzulande nur ein paar Schuhe und zwei Sets Kleidung (für werk- und feiertags) leisten konnte - und die wenigsten sich beim Schneider in die aktuelle Mode kleiden ließen. Dann kam, hurra hurra, der (post)fordistische Kapitalismus und seither schwelgen (wenigstens) wir BewohnerInnen der westlichen Industriestaaten in saisonalen Konsumgütern... die einen kaufen dann halt bei Versace und die anderen bei H&M. (Es sei denn die kooperieren gerade miteinander. ;-)) Aber halt immer vonna Stange. Super oder?
So, das war mein Wort zum Sonntag. Zum Schluß noch die obligatorische Frage:
Gelernt habe ich in der DDR vor über 20 Jahren Damenmaßschneider, dort war es ein sehr gefragter Beruf. Es wurden jedoch nicht nur Maßanfertigungen geschneidert, sondern ein Großteil der Damen kamen mit Westpaketen voller Klamotten und liessen sich die Sachen auf ihre Figur ändern. Nach der Wende war der Beruf überhaupt nicht mehr gefragt, es gab ja plötzlich alles an Klamotten und das auch noch günstig.
Ich mag die Mode der 40er Jahre sehr, trage aber ansonsten gerne alles querbeet.
Liebe Grüße, Moppi Leider ist das mit dem Nähen nicht so wie mit dem Fahrradfahren, man verlernt es einfach und wenn ich heute was nähe, muss ich mich recht doll reinfuchsen. My recent post Gewinnspiel bei Michischaaf
george
Ach das ist ja cool. Damenmaßschneiderin... erklärt irgendwie auch so ein bißchen deine Bloginhalte. :D
Ich denke, in vielen Fällen kommt man mit Stangenware sehr gut klar. Die Mode hat sich daran ja auch angepaßt. Man trägt heutzutage ganz andere Kleidung als früher. Kritisch sind halt Kleidungsstücke die sehr offiziell sein sollen, da orientiert man sich immer noch an eigentlich schon überholten Maßstäben - diese ganzen Anzug/Blusen-Geschichten z.B. Oder eben Einteiler wie Kleider oder so. Es gibt einfach superwenige Leute, die oben und unten genau die gleiche Konfektionsgröße haben.
Ich frage mich ja gerade... was trug man eigentlich in den 40er Jahren?... Ich hab keinen blassen Schimmer. (Muß ich sofort mal nachforschen)
Sabine
Wenn ich viel Geld hätte und es für Mode ausgeben würde, dann würde ich mir meine eigenen Stoffe weben lassen und mir von einer Schneiderin Privatunterricht geben lassen! Aber bei Artig und Eigen würde ich auch gerne einmal vorbei schauen, schöne Woche und liebe Grüße, Sabine
george
Boah, eigene Stoffe weben lassen, das ist natürlich Superextraklassenluxus. ;) Aber sollte ich jemals im Lotto gewinnen, geb ich dir nen Privatkurs aus, Sabine. Ich kann mir auch vorstellen, daß sowas wirklich cool ist. Gerade wenn man gerne näht.
Schneizel
Noch in den fünfziger Jahren war es normal, zur Schneiderin zu gehen und sich alles auf den Leib schneidern zu lassen. Es gab eben jedes Jahr nur eine begrenzte Zahl von Kleidungsstücken, und das in den besten Materialien, die man sich leisten konnte. Fände ich jetzt für mich absolut passend und richtig und würde ich sofort machen, wenn es denn hier in Reichweite jemanden gäbe. In den Neunzigern kannte ich eine Frau mit einer kleinen Boutique, die mir alles aus ihrer Kollektion angepasst hat bzw. extra für mich in meiner Größe angefertigt hat, und das war nicht mal teuer. Ich vermisse sie sehr.
george
Hmmm. Ich gehe mal aus, daß es sowas hier und da schon noch gibt, wenn man die Augen aufhält. Es gibt ja auch noch Schuster, die einem noch richtig individualisiert Schuhe machen (Elfe bei den Busenfreundinnen hat das mal machen lassen) oder auch Dessousmaßschneiderinnen. (vgl. z.B. Kurven und Ecken in meiner Blogroll) Aber ich vermute, daß Maßschneiderei auf die Dauer einfach so kostenintensiv ist, daß es sich für viele Schneiderinnen nicht richtig lohnt. :(
Schneizel
PS. Selbst ein ordentlicher Änderungsservice kann schon was bringen, aber ich sehe natürlich, dass das seine Grenzen hat... Wo sind eigentlich die Frauen mit dem Nadelkissen geblieben? Die einem sofort den Saum abstecken, wenn etwas zu lang ist?
george
Ich war vor gar nicht sooo langer Zeit mit einer Freundin auf der Suche nach einem Jacket und da trafen wir auch eine Verkäuferin, die uns angeboten hat, ggf. Änderungen vornehmen zu lassen. Kommt wahrscheinlich drauf an, ob sich der Laden das vom Personal her leisten kann. Große Kaufhäuser können das aber auf jeden Fall. Die haben dann einfach ne Kooperation mit einer Änderungsschneiderei in der Nähe. Was teurere Boutiquen angeht: Keine Ahnung. Ich glaube ja schon, daß die Idee, etwas könnte perfekt passen, schon ziemlich aus der Mode gekommen ist. Im Gegenteil verorten die meisten das Problem dann am eigenen Körper. (Zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn etc.)
Edle Lingerie und hauchzarte Dessous - das ist doch was wir uns alle zu Weihnachten wünschen, oder?!
Na los, gebt's schon zu! Auch ihr da hinten in der letzten Reihe. Keine falsche Scham.
Und, werden euch eure Ehemänner, Lebensabschnittsgefährten, Geliebten und Herzensprinzen doch wieder nur neue Küchengeräte schenken?! Grund die Scheidung einzureichen? Mitnichten!
Die Unterwäschefirma Lascana zeigt uns wie wir Frauen uns wirkungs- und vor allem humorvoll und mit pädagogischem Geschick gegen solche Mißverständnisse zur Wehr setzen können. Ich präsentiere:
Denn... nur Frauen wissen, was Frauen wollen [sic!]
So, ich reiche jetzt statt der Popcorn-Tüte einmal den Kotz-Eimer durch.
Ist das nicht unfaßbar?!
Als ich den Werbespot letztes Jahr vor der Harry Potter 7.1-Vorstellung zum ersten Mal sah, hätte ich dem Cinestar beinahe ein Stück aus seinen Sitzmöbeln gebissen. Mein Freund konnte mich nur mit Mühe davon abhalten. (So ein Glück, wo hätten wir sonst den zweiten Teil sehen sollen?)
Also ja, das Anliegen des Unternehmens ist, Unterwäsche zu verkaufen, schon klar. Aber muß das auf einem Niveau wie bei den Drapers zuhause stattfinden? Irgendwie niedlich-dümmlicher Typ glaubt in hoffnungloser Navität, seine Frau stehe auf Küchengeräte (also bitte, das sind ja noch nicht mal die Kitchenaid-Ferraris, die er da anschleppt); sie ist von soviel männlicher Ignoranz nur leicht belustigt. Ist doch klar, worauf so heiße Feger wie sie abgehen: Länscheriee natürlich. Wie üblich bei männlichem Versagen tritt die Plan B in Kraft: Selbst ist die Frau (wow, wie emanzipiert) und sie zieht los, die begehrten Dessous eigenhändig zu erlegen, die sie dann - wie gerissen - genauso verpackt wie vorher die Kochutensilien.
Nach so viel female DIY ähnelt die Bescherung dann komischerweise aber trotzdem einer 0815-Männerfantasie. Frau zieht sich bis auf die Unterwäsche aus, hält verführerisch eine Geschenkpackung vor sich - was will sie uns damit wohl sagen?! Vielleicht: "Pack mich aus, ich bin dein sexy Xmas Present?"... nur so ne Idee... Denn was der Typ eigentlich von ihr bekommt ist natürlich irrelevant. (Ich tippe mal auf nen Werkzeugkoffer zum Autoschrauben und eine Geschenkedition Davidoff Cool Water. Vielleicht auch ein Cocktailset "Old Fashioned".)
Und schlußendlich räkelt sie sich bei ihrem Kerl auf dem Schoß, der dabei selbstverständlich noch komplett bekleidet ist. Worst moment: Er stupst ihr paternal auf die Nase à la "Du bist ja eine ganz Freche." The End.
WHAT THE FRAK?! kann ich da nur empört rufen. Das ist ja wahrlich schlimmer als ein Toaster!
Also, bitte versteht mich nicht falsch: Nix gegen Wäsche als Weihnachtsgeschenk. Es gibt schließlich durchaus BH-Junkies unter uns. Oder vielleicht auch Paare, denen chice und/oder teure Lingerie für besondere Gelegenheiten wichtig ist. Also schenkt euch kinky Sextoys und fancy Dessous soviel ihr lustig seid.
ABER, liebe Unterwäscheindustrie, bitte verschont uns mit solch mittelalterlichen Werbeclips.
Wir wissen alle, in Deutschland wurde der Humor noch nicht erfunden und offensichtlich auch nicht der etwas erträglichere "Tough-Hot-Chick"-Voyeurismus à la Tarantino, Rodriguez und Konsorten. (Hier mal ein Beispiel was ich damit meine: Bitch Slap Movie Trailer - Und ja, der Film ist wirklich so schlecht wie der Trailer.)
Was ich damit sagen will: Es gibt sicherlich noch 1000 andere und bessere, witzigere, selbstironischere und erotischere Möglichkeiten, Dessous zu bewerben.
Immerhin könnte man dem Lascana-Spot noch zugute halten, daß wenigstens die weibliche Hauptfigur mal mit einer nicht-weißen Person besetzt wurde. In dem Fall macht es die Objektifizierung der Frau als auch noch "exotisches" erotisches Geschenkpäckchen meiner Meinung nach nur noch schlimmer.
*kicher* ich liebe diesen Blog! ...gelegentlich darf mit der Mann auch was nettes schenken *zugeb* Isch liebe Escora...und gelegentlich gibbet es da auch was in E ;-))
LG Anja
george
Wow. Danke für die Liebeserklärung. :* Und ja - nix gegen Wäschegeschenke. Geht sicher auch anders!
Ein furchtbarer Werbespot und die Musik geht einem nach 3sec schon auf den Senkel. ;-) Anscheindend scheinen aber der Großteil der Frauen und Männer den Spot gut zu finden, den jeder Spot wird vorab ja auf markttauglichkeit getestet. My recent post Versace for H&M - Mein Einkauf
george
Es soll auch Leute geben, die Mario Barth witzig finden. Insofern ist wohl alles möglich. ;-)
Hach ja, Werbung... Da könnt ich auch regelmäßig schreiend im Kreis laufen.
Mich stört aber die Reduzierung der Frau zum Objekt genauso, wie die Abwertung des Mannes zum "Dummen" der die Frauen ja nicht versteht.
Hallooo, wir sind alle Menschen, nur nach XX oder XY zu entscheiden, wer den Müll rausbringt und Spinnen entfernt und wer gefälligst in sexy Wäsche Betthäschen spielt, das ist einfach soooo... veraltet. Wah.
george
Ja genau. Du hast total recht. Das ist wirklich das Schlimmste... dieses Klischee, daß Männer und Frauen von unterschiedlichen Planeten kommen und keinerlei Verständigungsebene finden. GNARF. Allerdings, wie Moppi schon schrieb, scheint das leider immer noch eine alltagsbestimmende Idee zu sein. Sonst hätte man sich ja wenigstens die Mühe machen können, das ein wenig augenzwinkernd zu entfremden... z.B. kurzerhand in die 60er zu verlagern. Als MadMen-Anspielung wär es vielleicht weniger peinlich gewesen...
beautyjagd
Gruselig, diese Werbung, und reichlich bieder. Ich bin aber auch so gar kein Typ, dem man Unterwäsche zu Weihnachten schenkt. Nach diesem Video werde ich es wohl auch nie werden ;)