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D/E Brafitting für den Mann/ Brafitting for Guys

Meine Lieben, ich wünsche euch einen fabulös-famosen Start ins neue Jahr!

Nachdem wir nun die Glückwünsche (ja, ich bin ein Resolutionen/Jahresbilanzpost-Muffel) hinter uns gebracht hat, gibt es heute die versprochene Fortsetzung zum Thema Gynäkomastie. Heute geht es um das Fitting an sich. Auch Männern auf der Suche nach passenden BHs möchte ich unseren einschlägigen Posts zum Thema empfehlen, denn die Technik des Fittings ist gleich, egal an wessen Körper der Busen sich befindet. Männer mit Gynäkomastie sind allerdings sehr häufig Breitbrüste und stellen oft spezielle Anforderungen an einen BH. Der heutige Beitrag ist von Braberliner, der seit kurzem einen den informativsten und umfassendsten Blog zum Thema betreibt.


Brafitting für den Mann von Braberliner

Während in Fernost der Männer-BH boomt nachdem ein findiger Japaner diesen „erfunden“ hat (http://wishroom.net/store/shopping.php?code=92235), tun sich hierzulande die Männer schwer, den Büstenhalters als Kleidungsstück anzunehmen. Dabei haben viele Männer insbesondere ab dem vierzigsten Lebensjahr einen Busen, dem eine gute Stütze gut tun würde.

Noch immer ist für die meisten Männer die Brust-OP die erste Wahl, um der vermeintlichen Feminisierung des eigenen Busens zu begegnen. Dabei gibt es viel preiswerte und noch dazu schicke Alternativen. Als einer der wenigen Männer, die sich gegen einen operativen Eingriff und zu ihrem Körper bekennen, habe ich nach langer Überlegung und Überwindung begonnen, einen Büstenhalter zu tragen. Das Positive daran ist, ich fühle mich wohl und bin weiterhin ein Mann.

Ein Männerbusen verändert unser Lebensgefühl, die einen klagen über ein Ziehen, die anderen über Rückenschmerzen, einen Dritten stört das Wackeln des Busens beim Laufen, beim Treppensteigen etc.. Dann kommt der Rat von einem oder einer Dritten oder man kommt selbst auf die Idee, dass ein BH vielleicht helfen könnte. Wenn man(n) den Entschluss gefasst hat, es zu probieren, dann sollte der BH auch wirklich helfen. Das heißt aber, er muss passen.

Was sind die Kriterien für den passenden BH?

1. Man muss sich darin wohlfühlen
2. Man muss sich darin wohlfühlen
3. Man muss sich darin wohlfühlen

Wie geht das?

Am Anfang steht das Maßband. Der Körperbau eines jeden Menschen ist verschieden. Aber, der passende BH muss stützen. Das heißt, wichtig ist ein Unterbrustband, dass diese Stützfunktion erfüllt. Die Körbchen müssen den ganzen Busen aufnehmen, sonst wird die Brust gequetscht oder quillt an allen möglichen Stellen aus dem Körbchen heraus. Das ist nicht nur unschön sondern auch schmerzhaft.

Richtig messen, heißt unterhalb des Brustansatzes eng und locker messen. Danach locker über der stärksten Stelle der Brust messen. Dabei sollte man im Stehen und nach vorn gebeugt messen, da das Gewebe flächig verteilt ist und beim Vorbeugen der Schwerkraft folgt. Mit den erzielten Ergebnissen kann die Suche nach dem passenden BH beginnen.

Buchstabenphobie gibt es nicht nur bei Frauen, sondern insbesondere bei Männern. Also, keine Angst vor Buchstaben ab C. Man(n) sollte sich nicht scheuen, einen BH in den Körbchengrößen C, D, DD oder E zu testen. Die Buchstaben gehen mittlerweile bis K und da sind mehrere Doppelbuchstaben dazwischen. Das heißt ein Körbchen in D ist kleiner, als herkömmlich vermutet.

Wichtig ist: professionelle Beratung, es gilt das Gleiche, was auch bei Frauen gilt, das UBB muss parallel zum Boden sein und auch bei der Bewegung in dieser Position bleiben, die Träger sollen nicht einschneiden aber auch nicht rutschen, die Körbchen sollen die ganze Brust aufnehmen, ja und der BH muss einem auch gefallen. Es ist immer gut, besonders am Anfang, wenn die Freundin, die Frau, eine gute Bekannte oder die Verkäuferin den Sitz begutachtet und prüft. Man kann nicht alles allein am Spiegel beurteilen, zumal man meistens auch irgendwie aufgeregt ist und im eigenen Urteilsvermögen dann eingeschränkt. Am Allerwichtigsten aber ist, dass der BH bequem ist, man muss ihn den ganzen Tag tragen können, ohne dass er dauernd drückt oder die Brust fortwährend verrutscht.

Bügellos oder Bügel-BH?

Bügel-BHs haben den Vorteil, dass sie besser stützen, als Bügellose. Meine Erfahrung sagt mir, dass Männer eher BHs mit breiteren Bügeln brauchen, da die Brust flächiger verteilt ist. Männer möchten eher kaschieren, aber ein BH kann nur sehr begrenzt kaschieren, weil er nur das hält, was da ist. Kaschieren muss also die Oberbekleidung, weitere Hemden oder Shirts, weniger durchsichtige Stoffe. Wer sich nicht daran stört, dass seine Silhouette etwas weiblicher wirkt, kann auch knappere Oberbekleidung tragen, muss sich aber seiner Wirkung gegenüber anderen bewusst sein.

Welche BHs sind empfehlenswert?

Wer sich mal in einem Kaufhaus in der Dessous-Abteilung umgesehen hat, der weiß wie schwer es bei einem vermeintlichen gigantischen Angebot den richtigen BH zu finden. Wer dann noch weiß, dass viele Frauen verzweifelt nach einem passenden BH suchen, der staunt. Ich habe lange gebraucht, bis ich passende BHs gefunden habe. Aber die Suche lohnt sich, weil man mit Komfort belohnt wird.

Generell scheinen die Half-Cups mit breiteren Bügeln wie für den Männerbusen konstruiert zu sein. Wer mit einem Unterbrustband von 85 cm (gedehnt sind die viiiel länger) hinkommt, für den findet sich eine reichliche Auswahl beim britischen Hersteller Panache im Segment Superbra, dem jugendlichen Ableger Cleo und dem teureren Label Masquerade. Wer weitere Bänder braucht kann bei Elomi oder Goddess fündig werden., auch bei Change gibt es einige BHs mit Unterbrustbändern bis 100.

Da ich mit einem 85er (UK 38) Band gut klar komme, habe ich mich bislang vor allem mit Bhs von Change, Panache und Cleo anfreunden können. Die Modelle Panache Porcelain, Andorra und Ariza sowie die Cleos Alexa, Frances und Lucy passen mir sehr gut. Modelle von Freya und Fauve werde ich auf alle Fälle auch auf ihre Eignung für die künftige Garderobe prüfen. Die BH’s von Fantasie waren bisher zu meiner Brust inkompatibel.

Exemplarisch möchte ich zwei Modelle kurz vorstellen, den Panache Porcelain Moulded Bra und den Cleo Frances. Die beiden Modelle sind in ihrem Design sehr verschieden, trotzdem sitzen beide BH’s an meinem Körper fast gleich.

Der Panache Porcelain ist ein T-Shirt BH und Full-Cup. Der von mir positiv getestete und als einer der ersten meiner derzeit getragenen BHs erworbene wird von mir meistens im Sommer genutzt, wenn ich hellere Shirts trage und vermeiden will, dass man den BH erkennt. Den Porcelain Moulded Bra gibt es in den Farben weiß, schwarz und beige. Die Größen reichen von 28 - 38, die Cups von DD - G. Die Cups fallen etwas kleiner aus, weshalb ich zu Cup E gegriffen habe. Normalerweise trage ich eine 38DD (EU: ca. 85E). Ich würde den BH vor allem als Einsteiger-BH empfehlen. Wer mit der Trägerlänge und dem hohen Steg klar kommt, findet einen rundum alltagstauglichen Ganztags-BH. Wer einen unauffälligen BH sucht, für den ist der Porcelain erste Wahl.

Wer ein schickes Design tragen möchte und in Kauf nimmt, dass der BH eine runde, apfelförmige Brust formt, der greift zum Cleo Frances. Leider gibt es den kaum noch (bei Bravissimo im Sale und sonst nur noch über eBay), aber der Cleo Lucy hat einen fast identischen Schnitt (Eine Diskussion zu den Cleofamilien: http://busenfreundinnen.net/viewtopic.php?f=124&t=14834). Alternativen könnten auch die Alexa-Schwestern Marcie, Meg und Zia sein. Der Cup ist mit Stickereien verziert und zeichnet sich durch ein recht festes Unterbrustband aus. Die Konstruktion des BHs mit den Außenträgern formt die Brust trotz der eher flachen Körbchen rund, da diese nach vorn und oben geholt wird. Beim T-Shirt-Test zeigt sich jedoch, dass sich hier die Spitze des Cups leicht durch das Shirt drückt, was aber, da wir eher zu weiteren Shirts greifen, weniger von Bedeutung ist. Da auch hier die Spitze relativ elastisch ist, passt er sich gut an die Brust an. Ich muss sagen, ich habe eine geheime Liebe zu diesem BH entwickelt.

Der Steg ist bei Größe 38 DD etwa 7,5 cm hoch und 2,5cm breit, aber das merkt man beim Tragen kaum. Da der Frances ungepaddet ist, ist auch er sehr leicht und angenehm, vor allem für die etwas wärmeren Tage. Der Stoff ist angenehm weich. Allerdings sind die Träger nur zur Hälfte regulierbar. Die Bügel sind biegsam, da sich das UBB relativ weit dehnen lässt, das ist günstig für ausgeprägte Breitbrüste, da das Körbchen so flacher und breiter wird. Den Cleo Frances gibt es im Größenbereich von 28 - 38, D - J.

Wer noch weitere Anregungen sucht, der kann sie sich auch in meinem Blog http://maennerbusen.blogspot.de/ solche holen. Oder besser noch, er geht in ein kompetentes Fachgeschäft, und lässt sich vor Ort entspannt beraten. Männer traut Euch!



Lovely readers, I wish you all the best for 2013 and hope it will be an amazing year!

Let's delve back into the topic we discussed in the last post (yep, I am a New Year's resolution/ Year in Review posts Gringe), gynaecomastia. This week’s article focuses on bra fitting. There is a lot of information on bra fitting on our blog already and if you are new to the issue, you might want to check out some of the blogs in our blogroll or the fitting advice on big retailers' websites, such as Brastop and Bravissimo. The fitting technique is the basically the same no matter what the gender of the person the boobs are attached to has. Individuals with gynaecomastia, however, often need broad wires and shallow cups and might have different expectations regarding the bra. Today’s post has been written by Braberliner, who is writing one of the most comprehensive and educational blogs on living with male boobs.


Brafitting for Guys by Braberliner

Even though the men’s bra seems to be popular in Asia, men in Germany have trouble accepting the bra as a piece of clothing. Nonetheless, many men, especially those over forty, have boobs that would benefit from support.

Still, for many men, surgery is the preferred option to deal with the assumed feminization of their own breasts, despite a number of cheaper and appealing options. As one of the few men who have decided against a surgical procedure and for their boobs, I have decided, after long consideration and debate, to wear a bra. The advantage is that I feel comfortable and not emasculated.

Gynaecomastia changes our sense of self-worth, some complain about a pulling sensation, other about back pain and some are bothered by the boobs’ movement while walking or going up the stairs. Often others then recommend, or you discover yourself, that a bra might help with these issues. However, if you make the decision to wear a bra, it should ease the symptoms above. Which means that the bra should fit well.

What are signs that a bra fits well?

You should feel comfortable
You should feel comfortable
You should feel comfortable 

How does that work?

The first step is getting a measuring tape. Bodies differ. Nonetheless, a fitted bra has to provide support. This support has to be provided by the bra band. The cup has to contain all the breast tissue, otherwise the boobs are squashed and spill out of the cup. That’s not only unattractive but also painful.

Correctly measuring means that you determine your band size by measuring tightly and loosely below your boobs. Then you measure around the thickest part of your boobs. You should do that standing upright and bend over in a ninety degree angle, this is important because the tissue might be spread horizontally across your chest but will follow the gravity if you bend over. Taking all those measurements into account the search for a well-fitting bra can start.

Not only women suffer from letterphobia but men as well. Thus, men, do not fear letters above B! Men shouldn’t be afraid to try bras in C,D,DD, and E. Letters go up to a K and there several double letters in between. A D cup is often much smaller than one would expect.

What matters: Professional advice. The same things that are true for women also apply to men. The band should be parallel to the floor, the straps should neither dig in nor slip from your shoulders, the cup should hold the entire boob, and yes, you should like the bra. It’s always good, especially in the beginning, when your girlfriend, your wife, a female friend or the sales person checks how well the bra fits. One can’t properly assess the fit on one’s own in front of the mirror as one might be nervous and misjudge because of that. The most important thing, however, is that the bra has to feel comfortable, you must be able to wear the whole day, without the bra cutting in or the boobs sliding out.

Underwire or Wireless?

The advantage of underwired bras is that they give more support than wireless bras. My experience tells me that men need bras with broader wires as the breast basis is broader. Men like to conceal their breasts, but a bra has very limited abilities to do that, because it only supports what’s there. Concealment is the clothes’ job, loose shirts and fabrics that are less see through are the way to go. If you don’t care about your silhouette looking a bit more feminine, you can also wear tighter shirts, but you should be aware of the effect that might have on others.

Which bras are recommendable?

Everyone who has ever looked around the lingerie section of a department store knows how hard it is to find the perfect bra amongst the masses that are on offer. Someone who knows that women are desperately looking for well-fitted bras, might be surprised. It took me quite a while until I found a well-fitting bra. However, keep in mind, when your search is successful, you’ll be rewarded with comfort.

In general half-cups (only in German but the picture should help) with broad wires seem as if constructed for the male boob. Who can make due with bands below 90 (remember bands are super stretchy), will find a rich selection from Panache and its assorted subbrands Superbra, Cleo and Masquerade. People who need longer bands will find bras at Goddess and Elomi, and there are bands up to 100 at Change.

As I only need a 38 band, I have mostly worn bras by Change, Panache and Cleo. The styles Panache Porcelain, Andorra and Ariza as well as the Cleos Alexa, Frances and Lucy fit me well. Next I will check out styles by Freya and Fauve to see if they might be a welcome addition to my wardrobe. Bras by Fantasie haven’t been compatible with my boobs.

I’d like to introduce two styles, the Panache Porcelain Moulded Bra and the Cleo Frances. Both styles have very different designs, the fit, however, is very similar on me.

The Panache Porcelain is a t-shirt bra, which has the form of a full-cup. The Panache Porcelain was one of the first bras I bought that fit and is still well-loved. I often wear it during the summer when I wear lightly-colored shirts and don’t want the bra to be visible. The Porcelain Moulded Bra is available in white, black and beige, band sizes 28-38 and cup sizes DD-G. The cups are smaller, and thus I wear an E cup. On average I wear a 38DD. I’d recommend the bra as a basic. Everybody who can deal with the length of the straps and the high center gore, will find a top choice for every day. Whoever is looking for a low-key bra will find the perfect bra in the Panache Porcelain.

Whoever is looking for a fancy design and is willing to accept round, apple-shaped boobs, should pick the Cleo Frances. Unfortunately, that particular style isn’t readily available anymore (some sizes are currently available at Bravissimo and you can check Ebay), but the Cleo Lucy has a very similar construction. The Alexa sisters Marcie, Meg and Zia could be alternatives. The cup is embroidered and the band is tight. The construction of the bra, especially the position of the straps, helps to create a round shape despite the shallow cups as the breast is lifted upwards and pushed to the front. If you want to wear it under a tight shirt you might be able to see the embroidery, however, as I prefer wider shirts, that is not an issue. As the embroidery is fairly flexible, it adjusts well to the boob. I have to say, I have a secret crush on that bra.

The center gore in size 38DD is 7,5 cm high and 2,5 cm wide, but that doesn’t bother me while wearing it. As the Frances is unpadded, it’s light and comfortable to wear, even during the summer. The fabric is soft. However, the straps are only adjustable half-way. The wires and band are flexible, which is a good thing for people with a broad breast base, as the cups are thus broader and shallower. The Cleo Frances is available in sizes 28-38 D-J.

If you like to know more about the issue, you might want to check out my blog: http://maennerbusen.blogspot.de/. Or even better, visit a lingerie boutique and get a professional bra fitting. Men, just do it!

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D/E Gynäkomastie - Vergrößerung der Brust beim Mann/ Gynaecomastia - Growth of Breasts in Men

English after the jump,
In den folgenden Wochen soll es  auf dem Blog in unregelmäßigen Abschnitten Beiträge zum Thema Gynäkomastie geben. Gynäkomastie beschreibt das Wachstum der Brust, bzw. der Brustdrüsen, beim Mann. Dieses Thema scheint in unserer Gesellschaft stark tabusiert, da es heteronormativen Konstruktionen von Männlichkeit entgegenläuft und wir hoffen hiermit einen Beitrag zur Aufklärung über das Thema zu leisten. Diese Beiträge werden sich im Stil von den anderen im Blog unterscheiden. Wir möchten  nämlich Menschen mit Gynäkomastie die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen zu teilen und Alternativen zur operativen Brustreduktion aufzuzeigen. Den Anfang macht heute Chrisko, der eine Einführung in das Thema gibt und seine ersten Reaktionen auf das Wachstum der eigenen Brust beschreibt. Chrisko wird auch eventuelle Fragen in den Kommentaren beantworten, bitte habt aber Verständnis, dass eventuell erst nach der Weihnachtszeit geschieht.

 

Hilfe, da wächst was! – Eine Einführung in die Gynäkomastie 

Bisher habe ich dieses Thema nie wahr genommen, denn ich bin ein Mann und ein Mann hat bekanntlich keine Brüste!
Doch in den letzten Jahren werden die Rundungen meiner Brust immer deutlicher und sind kaum mehr zu übersehen. Ich als Mann mit 52 Jahren bekomme eine Brust wie die einer Frau, es bricht eine Welt zusammen. Was passiert hier mit mir?
Der erste Ansatz heißt googeln und schon kommen die ersten Antworten, darunter auch der Begriff der Gynäkomastie, was nichts anderes heißt wie die Vergrößerung der männlichen Brust. Na schön, doch was ist das jetzt, kann doch nicht sein. Wie sehe ich jetzt aus, ich kann damit doch nicht mehr unter die Leute. Es sind unendliche Fragen die mich sehr intensiv beschäftigen, vor allem aber: Wo kommt das her? und: Wie kriegt man das wieder weg?
Für Gynäkomastie gibt es viele Gründe, zum einen tritt sie im jugendlichen Alter auf und verschwindet dann auch ganz gern wieder, manchmal bleibt sie aber auch erhalten. Weitere Gründe sind vor allem Prostata- oder Hodenkrebs, Leberschäden, Alkoholismus, Medikamenteneinnahme, Diabetes, Adipositas, Schilddrüsenerkrankungen und noch so ein paar Kleinigkeiten.
Bei mir ist es die Diabetes in Zusammenhang mit den Medikamenten, viele andere haben völlig andere Ursachen. Selten sind die auslösenden Faktoren eins zu eins vergleichbar oder übertragbar, jeder macht mit der Gynäkomastie seine eigene Geschichte durch, doch es gibt sicher auch einige Parallelen.
Irgendwann erreichte es bei mir den Punkt, dass die Brüste doch an Gewicht zunahmen und es zu Beschwerden im Brustansatz, sowie am Brustmuskel kam. Beinah ähnliche Beschwerden wie bei einem Muskelkater, dazu kommt ein Ziepen und Zerren und vor allem merkte ich bei jeder etwas heftigeren Bewegung die Eigenbewegung der Brüste. So manche Frauen kennen diese Probleme.
Nach vielen Untersuchungen von allen möglichen Blutwerten, Krebsvorsorge an Prostata und Hoden landete ich zudem beim Frauenarzt, der meine Brust auch mit Ultraschall und Mammographie untersuchte. Zuerst die Entwarnung, es ist kein Hoden-, Prostata- oder Brustkrebs. Zu den anderen Problemen gab er mir Vorschläge und stellte mir auch die OP vor und hat mich eingehend beraten.
Allerdings habe ich keine Chance diese von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, zum anderen ist mir das Risiko einfach viel zu hoch. Durch meine Krankenvorgeschichte ist zudem allein die Narkose problematisch und sollte wirklich nur in wirklichen Notfällen gemacht werden.
Dann kam der Satz, der Satz, der mich dann lange beschäftigte: "Tragen sie doch einen BH oder was meinen sie, wofür der da ist und wofür BH steht: das heißt Büstenhalter."
Das war verdammt schwer, ich als Mann mit BH, nein, dieser Lächerlichkeit wollte ich mich nun überhaupt nicht preisgeben.
So blieb erst einmal alles so wie es war, bis zu dem Zeitpunkt wo es wieder kribbelte in der Brust, wo wieder dieses Ziepen da war. Ich habe angefangen ganz verschämt in den entsprechenden Kaufhausabteilungen nach BHs zu suchen. So ein wenig hab ich im Internet ja schon nachgelesen zu der Frage, welche Größe könnte überhaupt passen und habe einfach in die Größentabellen der Händler geschaut, nachgemessen und meinte dann, eine Größe von 110C sollte bei einer UBW von 114 cm zu einer OBW von damals 132 cm richtig sein. Heute kenn ich meine durchschnittliche Größe mit 105/100C/D je nach Modell ganz gut und finde passende BHs die die Brust kaschieren und trotzdem eine gute Hilfe sind, vor allem aber eine Entlastung bringen.
Im Internet habe ich mit der Seite http://gynaekomastie.xobor.de/ eine gute Anlaufstelle gefunden, bei der einige Männer sich mit Erfahrungen zum Thema Gynäkomastie austauschen. Es ist ein sehr vielschichtiges Problem, von dem viele betroffen sind und man manchmal den Eindruck gewinnt, es sind sehr viel mehr Männer als man denkt.
Das Wichtigste, finde ich, ist es ungezwungen mit Fachleuten über dieses Problem reden zu können. Oft sind dies Frauen, denn sie kennen sich mit der Thematik von BHs und Brüsten einfach besser aus. Durch die Tabuisierung der Thematik trifft man leider doch oft auf Unverständnis und einen gewissen Unwillen Hilfestellung zu leisten. Denn ein Mann im BH widerspricht dann doch der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit.

Chrisko




In the coming weeks we have planned some posts on gynaecomastia. Gynaecomastia describes the growth of the mammal glands or breasts in men. This issue seems to be stigmatized in our society as it challenges heteronormative constructions of masculinity and we’d like to contribute to educating people about the phenomenon. The posts will be different in style from our usual articles as we like to give people with gynaecomastia the space to share their experiences and discuss alternatives to surgical procedures. The first piece is by Chrisko who will give a brief introduction and describe how he came to accept his breasts. Chrisko will also respond to comments, but please understand that he's busy due to the holidays.


Help, there is something developing there – An Introduction to Gynaecomastia

In the past I  completely ignored the topic, because, well, I am guy and guys just don’t have boobs.
However, over the last years my boobs became more prominent and were hard to overlook. Me, a guy of 52, developing boobs just like a women’s, a world came tumbling down.
The first thing I did was to google and there were many hits, and pretty fast the term gynaecomastia was mentioned, which simply means enlarged breasts in men. But what does that mean exactly? That can’t be right. How do I look? I can’t leave the house anymore like this. Those were just some of the questions which I pondered and struggled to answer, but the most prominent are: Why did this happen to me? And: How can I get rid of it?
There are many factors that can lead to the development of gynaecomastia, for once it can happen during puberty and completely vanish again, sometimes though the growth is permanent. Other reasons for gynaecomastia are prostate/ testicle/ breast cancer, liver damage, alcoholism, side effects of medication, diabetes, obesity, thyroid malfunctions and a few others.
For me it’s diabetes in connection with the medication that comes with it, for others it’s something completely different. The reasons for developing gynaecomastia are quite diverse and everybody has individual experiences in dealing with it, however, there are some parallels and common challenges.
After a while I reached the point when I started to experience pain on the top of my breasts and in the pectoral muscle. Almost daily pain comparable to sore muscles, a poking and pulling sensation and most importantly experiencing the movements of the boobs while exercising or simply moving around. Many women might be familiar with the feeling.
After several doctor’s visits, getting my blood work done and cancer screens, I finally saw a gynecologist, who used ultrasound on my breasts and did a mammography. First of all, I was relieved that it wasn’t cancer. Regarding the other issues, he gave me recommendations, introduced me to the possibility of breast reduction surgery and advised me on how to proceed.
However, there was no way that my insurance would cover the surgery and additionally, the risk would be too high. Given my medical history anesthesia poses a high risk and should only be administered in emergencies.
Then there was that one sentence that I though about for quite a while: "Why don’t you wear a bra or what do you thing that one is for: to support your boobs." [MiaRose: This is a very rough translation, the original plays on the meaning of bra in German, Büstenhalter which literally means: breast holder].
That was rather difficult, I as a guy wearing a bra, no, I did not want to be ridiculed for something like that.
I chose to ignore the issue a little longer, but after a while the tugging and poking sensation was back. I started to search, pretty self-consciously, for bras in the lingerie sections of department stores. I had done some research already and believed to have figured out my size, relying mostly on information provided by retailers and online stores. Back then I believed that a size 110C (44C) was right for someone who measured 114cm and 132 above the breasts. Today my average bra size is a 100 (42/40) C or D depending on the model and have found well-fitting bras that conceals my boobs and provides enough support for my breasts.
Online the gynaecomastia board has been a great help [only in German], as it offers a space for men to share their experiences with gynaecomastia. It’s a very multi-layered issue, that concerns many and many more than what you might first assume.
The most important thing, at least for me, has been, to be able to talk to experts. Often these experts are women, because they are more familiar with and know more about topics such as bras and boobs. As the topic is stigmatized, there is often a lot of ignorance and a certain unwillingness to face the issue head-on. It seems that a man in a bra does not conform to societal constructions of masculinity.

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