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Elomi – eine kurze Vorstellung

Kürzlich wurde mir beim Schmökern bei den Busenfreundinnen mal wieder bewußt, daß die Marke Elomi – völlig unverdienterweise - ein ganz schönes Schattendasein führt. Naja, vielleicht übertreibe ich ein bißchen, aber mir kommt es zumindest so vor also ob die meisten Frauen erst mal BHs von Bravissimo, Cleo, Curvy Kate, Freya oder Panache ausprobieren, bevor sie einen Versuch mit Elomi unternehmen.

Über die Gründe kann ich nur spekulieren: es mag mit der nicht so guten Verfügbarkeit/Marktabdeckung zu tun haben, mit den vergleichsweise höheren Preisen, mit den nicht so ansprechenden Designs oder aber auch mit dem ‘Makel’ eine Plus-Size Marke zu sein. (Elomi bietet Bandweiten von 34/75 bis 48/110 und Cups von D bis K an)

Irgendwie ist jedenfalls Elomi für alle, die eine größere Wahl haben (also nicht in den Unterbrustband-Bereich von 38/85+ fallen), nicht die erste Anlaufstelle für einen gut sitzenden BH.

Nun kann man natürlich bei fast allen Frauen feststellen, daß der Übergang vom etwas planlosen Kaufen der ‘gefühlten BH’-Größe zum ‘gefitteten’, soll heißen gut angepaßten BH erst mal etwas holprig verläuft und zwar einfach deswegen, weil man viel von dem, was man bisher über BHs zu wissen glaubte noch mal hinterfragen muß. So tragen z.B. viele Frauen einfach keine Bügel-BHs, weil sie diese grundsätzlich für unbequem halten. Andere glauben daß bei einer größeren Brust nur Schalen-BHs ausreichend Halt geben können. Wieder andere sind der Meinung, daß Schalen-BH notwendigerweise die Brust optisch vergrößern.

Die Herausforderung an einen neuen, passenden und bequemen BH besteht aber nicht nur darin, alte Vorurteile (z.B. daß es sich bei Bügel-BHs um Folterinstrumente handeln muß)  zu widerlegen sondern auch neue und manchmal ziemlich hohe Erwartungen zu erfüllen: bequem, das perfekte Dekollete, die gewünscht runde Form, Schale steht bekanntlich auch hoch im Kurs und dann kommen die Farbwünsche: weinrot, mitternachtsblau, schokobraun, etc. Kurz, der neue BH muß die Wäschevariante der eierlegenden Wollmilchsau sein.

Das Sortiment von Elomi scheint angesichts der Vielzahl von Bedürfnissen, die man im Rahmen eines Bra Fittings (wieder)entdecken kann, auf den ersten Blick eher klein – ein paar unscheinbare Basics, einige Designs jenseits des üblichen ‘französischen Lingerie-Chics’… vielleicht nicht unbedingt was man sich so vorgestellt hat. 

Tatsächlich ist die Crux mit den gefitteten BHs aber, daß die Anzahl der gut konstruierten Modelle oder kompatiblen Schnitte sich oft doch als unerwartet klein herausstellt. Daß ein Modell in einem gewissen Größenbereich angeboten wird heißt nämlich leider nicht unbedingt, daß es auch funktioniert. Gleichzeitig ist auch ein gut angepaßter BH keiner, der einem auf den Leib geschneidert wurde. Unter Umständen muß man also doch wieder Kompromisse eingehen. Der Trick ist sich einzugestehen, wo man guten Gewissens Abstriche machen kann und wo keinesfalls. 

Und genau an der Stelle kommt meine große Lobrede an Elomi: Die Passform der überwältigenden Anzahl der angebotenen Modelle  ist schlicht und ergreifend großartig. Sogar in schwierigeren Bereichen, also in den richtig großen Cups, schlägt sich Elomi vorbildlich. Sonst kann da eigentlich nur noch Panache (Superbra) mithalten – wo Freya und Fantasie keine ausreichende Stabilität mehr bieten, legt Elomi eigentlich erst so richtig los.

Das heißt aber wiederum nicht, daß Elomi nicht schon in kleineren Cup- oder Bandgrößen eine gute Wahl sein kann. Im Gegensatz zu den oft sehr langbügeligen und sehr festen Panache-Modellen sind die BHs von Elomi elastischer und bequemer ohne deswegen instabil zu sein. 

Wer also bisher mit gefitteten BHs wenig Glück hatte und sich so herumquält, dem würde ich unbedingt ans Herz legen, Elomi mal eine Chance zu geben. 

Zum Testen würde ich empfehlen die Modelle Caitlyn, Rita und ein ‘bandless’ Modell (also Schnitt ohne durchgehendes Unterbrustband, bspw. Abi, Hermione/Amelia, Eva) zu versuchen, damit gewinnt man einen ganz guten Überblick über die produzierten Schnitte.

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Caitlyn Frühjahr 2014 Fashionfarbe Raspberry | Rita Frühjahr 2014 Fashionfarbe Royal Blue | Etta Standardmodell ab 06/2014 – Ersatz für Abi
(sorry für die schlechte Quali; sind Smart-Phone Pics mit ‘Blitz’)

Soetwas wie der bisherige Kompatibilitätssieger unter den Modellen ist der Sakura/Libby-Schnitt, den es aber immer nur als Saison-Modell gab. Nächste Inkarnationen sind Megan (Frühjahr/Sommer 2014) und Imogen (Herbst/Winter 2013).

Bekannte Probleme:
Eher breite Form:
rangiert nicht wirklich unter Passformproblemen, da nur ein ‘ästhetischer Flaw’;  wird aber oft als negativ angemerkt: Die Schnitte separieren die Brüste sehr stark (für besseren Support), wodurch die Brust häufig weiter zur Seite geschoben wird als gewünscht.

Auf Rippen drückende Bügel/Bügelband:Kann sowohl bei banded Schnitten wie dem Caitlyn als auch bei bandless Schnitten wie  Hermione/Abi/Eva vorkommen. Im Zweifelsfall einfach beides ausprobieren. Eins von beiden funktioniert meistens.

Zu lange Bügel:Tritt fast ausschließlich beim Caitlyn und älteren Schnitten (wie z.B. dem Smoothing oder dem Asia-T-Shirt-BH) auf.

Zur Seite ausbrechende Brust: Manchmal beim Rita zu beobachten – dadurch daß man ihn zum Racerback zusammenklippen kann, ist er unter dem Arm eher großzügig weit – bringt manchmal zu wenig Stabilität

Zu breite/weit auslaufende Bügel: Vor allem bei Frauen zu beobachten, die eine große Brust mit ausdefinierter Basis haben – oft sind sie dann mit BHs von bspw. Panache besser beraten.

Nachgiebige Unterbrustbänder: Bandgröße eher eng wählen, da das Material am Anfang meist verhältnismäßig stark nachgibt. Danach sind die BHs allerdings quasi unverwüstlich. :)

Fällt euch noch was zum Thema ein?
Habt ihr mal was von Elomi probiert?
Besitzt ihr vielleicht das eine oder andere Modell?

Ich freue mich wie immer über Kommentare. :)

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Bijou Fashionfarbe Pansy Frühjahr 2014 | Maria Babydoll Frühjahr 2014 | Megan Frühjahr 2014

Größenbereiche der Modelle:
Amalia / Hermione: 34G – 4oHH/42H/44GG, 36-46 D-FF
Bijou: 34-42 GG-H, 34-44 F-G, 36-44E
Caitlyn: 34-42 J-K, 34-46 E-HH, 38-46DD
Etta: 34-42 GG-JJ, 34-44G, 36-44 E-FF
Maria Babydoll: 34-42 G-H, 36-44 E-FF
Megan: 36-42 GG-JJ, 36-44 E-G
Rita: 34-40 J-K, 34-42HH, 34-44 G-H, 36-46 E-FF
Bildquelle: Elomi Lingerie

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Wo bekomme ich 110D? BHs für dicke Frauen.

In letzter Zeit wurde ich häufiger mit der Frage nach großen Unterbrustbändern konfrontiert, also sagen wir mal so ab ca. Bandweite 90 bis hoch auf 110, 120, verbunden mit einer generellen Klage darüber, daß man diese Größen nirgends bekäme.

Nun hatte ich natürlich theoretisch auf dem Schirm, daß das Angebot über 90 oftmals miserabel ist. Nicht umsonst kann man die drei großen Probleme des deutschen Dessous-Markts zusammenfassen mit: Es gibt keine kleinen Unterbrustbänder, keine großen Unterbrustbänder und keine großen Körbchen. Besonders schlecht zu bekommen sind – wie man sich vorstellen kann - die Kombinationen der ‘exotischen’ Unterbrustbänder mit den großen Körbchen. Also, theoretisch ist das klar, aber so konkret scheint die Gruppe der großen UBBs eher wenig ‘Lobbyistinnen’ zu haben und fällt immer etwas ‘hinten runter’. 

Zu einem ganz großen Teil liegt das, man kann es nicht anders sagen, am ‘Fat Shaming’: wer in die ‘normalen’ Größen nicht reinpaßt und ‘Übergrößen’ braucht (echt, wie ich das Wort hasse!), der ist doch irgendwie auch selber schuld. (Das ist selbstverständlich ironisch gemeint) Und das läßt man die betroffenen Frauen ggf. auch deutlich spüren.

Der Besuch eines Dessousgeschäfts ist daher häufig nicht nur vergeblich sondern auch frustrierend: Nicht nur orientieren sich die meisten klassischen Fachgeschäfte am Größen-Mainstream, auch bekannt als des Kaffeerösters Wilde 13, sie reagieren auch nicht selten mit – sagen wir mal euphemistisch – Unverständnis, wenn sie mit in ihren Augen außergewöhnlichen Wünschen bzw. ‘Nicht-Norm-Körpern’ konfrontiert werden. Kaum eine Kundin muß sich so oft anhören “Das geht eben nicht besser.” oder “Haben wir nicht.” oder noch schlimmer “Gibt es nicht.” Die Message ist ganz klar: du mußt dich ändern um in die BHs zu passen, nicht umgekehrt, der BH muß zum Körper passen.

Nun finde ich, sollte die allererste Regel des Bra Fitting sein, eine Frau erst mal so zu nehmen wie sie ist. Keiner Verkäuferin steht es zu, ein Urteil über einen Körper oder Lebensentwurf zu treffen. Darum geht es doch wirklich nicht! Im Gegenteil, die Aufgabenstellung ist, eine individuelle Lösung zu finden, sonst könnte die Frau doch gleich in ein Kaufhaus gehen oder online bestellen und nicht ein sogenanntes FACHgeschäft besuchen.

Und genau diese Konsequenz ziehen auch viele, vielleicht die meisten (dicken) Frauen aus ihren Erfahrungen mit dem Wäschebusiness: Wer ein Unterbrustband über 90 braucht, dem bleibt häufig wenig anderes übrig als im einschlägigen Versandhandel (z.B. Otto) bzw. bei den ‘Plus Size’-Shops im Internet zu bestellen, namentlich Ulla Popken, Sheego, Simply Be oder Evans.
Das ist auf subjektiver Ebene verständlich, ändert aber nichts an der Marginalisierung der “dicken Minderheit” auf dem Markt der “Normalgrößen” und führt in den meisten Fällen dazu, daß Frauen eine völlig falsche Größe tragen.
Dicke Frauen glauben genauso wie alle anderen auch, daß sie viel größere Unterbrustbänder und kleinere Körbchen brauchen als tatsächlich der Fall ist. Erst kürzlich habe ich eine Dame von 110B auf 95F gefittet, d.h. drei Unterbrustbandgrößen größer und zwei Körbchen größer. (100B entspricht 105C, 100D und 95DD – zumindest bei britischen Marken. Da kommt erst DD, dann E und dann F. Daher ist ein F zwei Cups größer. Vgl. auch Beitrag Die Sache mit den Kreuzgrößen…)  

Solche Vorher-Nachher-Verschiebungen sind übrigens ziemlich häufig, man könnte sogar sagen die Regel.

Woran liegt das? 

Zum einen an einem falschen Verständnis des Verhältnis zwischen Unterbrustumfang und Bandgröße – es wird immer noch behauptet, aus dem Wert den man per Maßband ermittelt wenn man den Brustkorbumfang unter der Brust mißt, könnte man direkt die passende Unterbrustbandgröße ermitteln. D.h. 110 cm gemessen heißt man braucht ein 110er Unterbrustband. Nun ist es aber so, daß sich ein BH-Band ganz ordentlich dehnt, so daß ein 110er für einen Umfang von 110cm auf jeden Fall zu weit ist. (Weitere Infos dazu gibt es im verlinkten Beitrag.)

Zum anderen kaufen viele Frauen ihre BHs nach subjektivem Brustgrößenempfinden: eine A ist klein, eine B schon so mittel, eine C eher groß und ab D wird es dann richtig groß. In der Welt des Bra Fitting ist dann u.U. eine F das neue B-Körbchen; einfach deswegen, weil man ein paar Unterbrustbandgrößen weniger wählt (vgl. die Sache mit den Kreuzgrößen) und die Brust doch etwas größer ist als gefühlt. Vier Körbchengrößen sind nämlich für die reale Vielfalt von Brüsten einfach nicht ausreichend und sogar das als riesig verschrieene DD ist eigentlich noch relativ klein.

So, was heißt das nun für die praktische Frage nach der richtigen BH-Größe?
Am besten geht man mal die üblichen Kritierien für einen passenden BH durch und schaut, wie gut die eigenen BHs sitzen:
- Das Unterbrustband sollte fest und stabil sitzen und nicht nach oben hoch rutschen. (Durch Rückenschokoladenröllchen ist eine Parallele zum Boden häufig nicht zu erreichen, aber ob es fest ist, merkt ihr ja auch so.)
- Wenn es sich um ein bügelloses Modell handelt, sollten die Seitenstäbchen hinter der Brust liegen – so wie ein Bügel auch, und das Unterbrustband sollte unter der Brust durchführen. D.h. wenn man oben am Träger zieht sollte unten keine Brust rausgucken!
- Die Träger sollten nicht rutschen aber auch nicht das ganze Brustgewicht tragen! Der Löwenanteil des Halts muß immer vom Unterbrustband kommen!
- Die Bügel sollten um die Brust herumlaufen und nicht auf der Brust aufliegen, das heißt: Auf ausreichend breite Bügel achten! Der Bügel muß außen/unter dem Arm hinter dem Brustgewebe liegen. Zu schmale Bügel werden von evtl. vorhandenem Seitenspeck zur Seite weggedrückt was zu dem häufigen Problem der pieksende Bügel führt.
- Der Bügel muß unter der Brust in der Brustfalte liegen und nicht weiter oben auf der Brust. (Siehe auch oben: Wenn man am Träger zieht und die Brust unten rausguckt, ist der BH nicht richtig angezogen und/oder im Cup zu klein.) Wenn der Bügel nicht unter der Brust in der Brustfalte ‘einrastet’ dann liegt weiterhin Haut auf Haut, was zu erhöhtem Schwitzen, Pickelchen und im schlimmsten Fall Entzündungen führen kann. Außerdem drücken die Bügel so häufig auf den Magen/Bauch, weil der BH nach vorne runterrutscht.
- Der Steg (BH-Mittelteil) sollte zwischen den Brüsten aufliegen und sie voneinander trennen.
Und ja, mit einem gut sitzenden BH lassen sich alle diese Punkte erreichen!
Wie aber kommt man nun an dieses Traumwäschestück?

Am besten und einfachsten wäre natürlich eine gute Beratung in einem Wäschefachgeschäft. (vgl. Kleiner Leitfaden für den Besuch im Fachgeschäft) Hier kann es Sinn machen, sich bei den Herstellern zu erkundigen, wo ihre Produkte angeboten werden. (Z.B. Elomi Store Locator oder Ulla Händlersuche; Elomi hat eine sehr gute Passform und liegt preislich etwa bei der Hälfte eines Ulla-BHs, weswegen ich die Marke wirklich wärmstens empfehlen kann. Panache hat kürzlich auch eine neue Untermarke speziell für große Unterbrustbänder auf den Markt gebracht – Sculptresse.)

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich das gute alte Online-Shoppen. Dazu würde ich dringend eine Beratung bei den Busenfreundinnen ans Herz legen. Anhand von fünf Messwerten wird dort eine Ausgangsgröße ermittelt und die Suche nach dem passenden BH weiter mit Tips und Ratschlägen begleitet.

Bei den Busenfreundinnen gibt es auch Berichte zu diversen Läden und selbstständigen Bra Fitterinnen in Hannover, Magdeburg und Berlin, sowie die Option eines der regelmäßig stattfindenden Treffen zu besuchen und dort Direkthilfe zu bekommen.

Vielleicht als Abschluß zu meinem Rundumschlag (sorry, war vielleicht ein bißchen viel auf einmal) noch ganz kurz ein Wort zu der häufigen Frage nach BHs die die Brust vergrößern oder pushen. Oft ist schon ein richtig passender BH ein ordentlicher “Booster”. Wem das aber nicht reicht, könnte mal Halbschalen (Halfcups) von Evans ausprobieren.

So, das war’s erst mal von meiner Seite.
Wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen, Tips und Fragen zum Thema…

Elomi Jocelyn, Herbst/Winterkollektion 2013

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D: Interview mit Jenny vom Berliner Lingerie-Store DD

Da es in einigen meiner letzten Beiträge verstärkt um meiner Erfahrung mit dem Brafitting und Fittern in konventionellen Läden ging, habe ich mir gedacht, dass ein Perspektivenwechsel nicht schaden kann. Heute führe ich daher ein Interview mit Jenny Trettin, der Inhaberin eines Berliner Dessousgeschäft. 

Jenny hat ihr sog. Passformstudio Ende 2011 gegründet und seit April 2012 ist der Laden im Herzen Berlins zu finden. Bei den Busenfreundinnen häufen sich die positiven Reviews und auch ich war bei meinem Besuch im Juni 2012 sehr angetan vom kompetenten und liebenswürdigen Service, der entspannten Atmosphäre und natürlich den vielen BHs in meiner Größe. 
Der Shop bietet neben BHs für verschiedene Bedürfnisse auch Schwimmzeug in den britischen Größen D-J und 65-85 UBB an, einzelne Modelle gibt es auch mit 90 und 95 UBB und bis Körbchengröße K. Falls ihr eine weitere Anreise habt, könnt ihr auch vorher anrufen und fragen ob euer WunschBH in euerer Größe auf Lager ist. Die Preise bewegen sich zwischen 39 und 59 € pro BH.


MiaRose: Danke erstmal dafür, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Ich kann mir vorstellen, dass du als junge Unternehmerin viel zu tun hast. Beginnen wir von vorn: Wann und wie hast deine Leidenschaft für schöne Unterwäsche entdeckt?

Jenny: Zu allererst möchte ich mich herzlich für Euer Interesse an meinem Ladenkonzept bedanken und freue mich, dass ich über mein Lieblingsthema in diesem Forum sprechen darf.
Die Leidenschaft für schöne Unterwäsche entstand in zwei Schritten. Im ersten Schritt war ich heilfroh, einen Laden in England gefunden zu haben, der in meiner Größe 65HH nicht nur BHs anbietet, sondern auch Bademode und Sport-BHs. Wirklich schöne Unterwäsche für junge Frauen gab es in meiner Größe in Deutschland nie, so dass ich den Wunsch, mich in schöner Unterwäsche sehen zu wollen, wohl bis dahin erfolgreich unterdrückt habe. Für mich war nur die richtige Passform ausschlaggebend. Mit der richtigen Passform stiegen auch mein Selbstbewusstsein sowie Interesse an schöner Unterwäsche. Plötzlich wuchs mein Anspruch von funktionalen BHs zu passgerecht, schön und sexy – das war im Alter von 26 Jahren.


M: Von der Lingerieliebhaberin zur Boutiquebesitzerin ist es bestimmt ein weiter Weg. Was hat dich dazu inspiriert einen Wäscheladen zu eröffnen? Welche Überlegungen hast du im Vorfeld der Eröffnung angestellt und welche Hürden musstest du überwinden?

J: Rückblickend darf ich sagen, dass der Weg zur Boutiquebesitzerin ein sehr kurzer war. DoppelD ist mit seinem Angebot und Service nicht nur eine Antwort auf die Fragen des Marktes nach Unterwäsche ab Körbchengröße D sondern eine Erfüllung meines Herzenswunsches. Seit meiner eigenen Erleuchtung in 2006 habe ich mir ein Geschäft für die Frau mit etwas größerer Oberweite in Berlin gewünscht. Mein berufliche Laufbahn nahm 2011 eine unerwartete Wendung, so dass ich mich mit meinen beruflichen Wünschen und Zielen neu auseinandersetzen musste. Schnell habe ich gespürt, dass mein Hobby BH-Beratung für Frauen mit größerer Oberweite meine Berufung ist. Bis zur Eröffnung meines ersten Geschäfts vergingen nur drei Monate – schon sieben Monate später, im April dieses Jahres, sind wir ins Zentrum von Berlin umgezogen und seitdem sehr erfolgreich.
Die wichtigste Frage, die ich mir vor der Eröffnung gestellt habe bezog sich auf das Sortiment. Die Marken der Firmen Eveden und Panache standen für mich von Anfang an fest, da sie modische BHs und BH-Sets für junge Frauen nicht nur führen, sondern diese in großen Cupgrößen auch funktionieren Meine große Herausforderung jedoch lag in der Auswahl an BH-Schnitten, um Kundinnen mit verschiedensten Körperformen eine breite Auswahl bieten zu können – meine zukünftigen Kundinnen kannte ich bis dahin jedoch noch nicht. Weitere Fragen haben sich dann im täglichen Umgang mit Kunden, Herstellern und Dienstleistern ergeben. 


M: Hier bei Drunter&Drüber geht es sehr oft um das Thema Bra-Fitting. Magst du kurz erklären, wie du vorgehst? Und hast du Tipps für Kundinnen, die zum ersten Mal in den Laden kommen?


J: Bra-Fitting ist nicht gleich Bra-Fitting. Dabei liegt uns das Thema Aufklärung zur richtigen Passform sehr stark am Herzen. Wir möchten, dass unsere Kundinnen verstehen, wie sie ihren BH anpassen müssen, wenn sich dieser durchs Waschen und regelmäßige Tragen leicht verändert – und das tun alle BHs früher oder später. Unserem Bra-Fitting geht eine Analyse zur Passform des eigenen BHs voraus. Wenn die Kundin verstanden hat, was an ihrem derzeitigen BH gut oder weniger gut ist, ist das die beste Voraussetzung für ein Verständnis zu unseren nächsten Schritten im Bra-Fitting. Wir vermessen unsere Kundinnen alleinig im Unterbrustband – die Körbchengröße haben wir dann im Blick. Für das Fitting wählen wir einen BH aus unserem Sortiment, der keine Stretchanteile im Körbchen hat, um die exakte Größe ermitteln zu können. 
Im nächsten Schritt erfragen wir, welche Vorstellungen und Wünsche die Kundin bezüglich eines neuen BHs hat. Dann beginnt der für beide Seiten spannende Teil – die Anprobe.
Um unserem Perfektionismus zur richtigen Passform gerecht werden zu können, machen wir gleich vor Ort auch BH-Änderungen mit Hilfe unserer Nähmaschine. Damit unsere Kundinnnen lange dieses wunderbare Gefühl der perfekten Passform verspüren können, nähen wir gekaufte sowie eigene BHs auch gerne wieder passgerecht, indem wir Unterbrustbänder oder Träger kürzen sofern der BH im Körbchen passt.
Im Gegensatz zu anderen Wäschegeschäften ist unser Bra-Fitting selbstverständlich kostenfrei. Die Theorie des Bra-Fittings am eigenen BH sowie die Feststellung der richtigen BH-Größe und Schnittform dauern zwischen 10 und 15 Minuten. Für die Anprobe verschiedenster Modelle, sollten unsere Kundinnen etwas mehr Zeit mitbringen, da wir eine sehr große Auswahl an verschiedensten Modellen anbieten.


M: Ein physischer Laden hat natürlich eine kleineres Angebot (momentan 33 BH-Modelle) als große Onlineanbieter wie zum Beispiel Figleaves. Wie entscheidest du welche Marken, Modelle und Größen es auf die Kleiderstange im Laden schaffen? 

J: Würden wir über kleine Größen bis DD sprechen, könnte man unser Sortiment durchaus als klein aber fein bezeichnen. Die verkaufte Durchschnittsgröße bei uns ist G – bei Körbchengrößen über DD haben wir vielmehr Auswahl und ein größeres Sortiment als jedes Kaufhaus.
Das Feedback unserer Kundinnen, sowie eigene Recherche auf dem deutschen und europäischen Markt zeigt, dass wir im Vergleich zu anderen Wäschegeschäften, ein sehr breites Sortiment und eine große Auswahl für Frauen mit größerer Oberweite bieten. Wir stehen hinter unserem Slogan „Doppel D ist die erste Adresse in Berlin für Dessous, Bademode, Sport- und Still-BHs ab Körbchengröße D“ und möchten diese Position auch gerne weiter ausbauen.
Eine genaue Analyse unseres Kundenstamms, aussagekräftige Größenstatistiken, das Qualitäts- und Preisangebot unserer Hersteller sowie eine gewissenhafte Betrachtung der Schnittformen neuer Modelle sind Grundlage für unsere Entscheidung für oder gegen bestimmte Marken, Größen und Modelle. Jedes Wäschegeschäft hat seine eigene Zielgruppe – wir versuchen aus diesem Grund mit jedem neuen Modell unsere eigenen Erfahrungen in Form von Trageproben zu sammeln, bevor wir ein neues Modell in unser Sortiment aufnehmen.



M: Erzähl uns doch ein bisschen von deinem Arbeitsalltag. Was sind die größten Herausforderungen? Was sind deine Glücksmomente?

J: Unsere Glücksmomente übersteigen etwaige Herausforderungen um ein Vielfaches. Als Spezialgeschäft für große Cupgrößen sind wir in der wunderbaren Situation, jeden Tag viele Frauen mit passgerechter Unterwäsche glücklich zu machen, da viele unserer Kundinnen doch sehr unter ihrem großen Busen leiden – dabei sind die psychologischen Probleme oftmals größer als die körperlichen Belastungen wie Verspannungen im Rücken, die bis zum Kopfschmerz führen. Unsere kompetente Passformberatung, Geduld, unsere nette Atmosphäre in geräumigen Umkleiden gehören für die Kunden genauso zu den Glücksmomenten wie das wunderbare Gefühl der richtigen Passform. Dabei konnten wir schon vielen unserer Kundinnen zu mehr Selbstwertgefühl und Mut auch für die Oberbekleidung verhelfen. Unsere Glücksmomente und Motivation für den Alltag sind unsere zufriedenen Kundinnen. 

Meine große Herausforderung besteht im Bestellwesen. Wir alle haben unterschiedliche Körper, Vorstellungen, Wünsche und Ansprüche an unsere Unterwäsche. Ich versuche unser Sortiment so breit wie möglich aufzustellen, um so vielen wie möglich Frauen eine Auswahl an verschiedenen BH-Schnitten, Formen, Farben und Ausführungen zu bieten. 

Viele Frauen, die zum ersten Mal zu uns kommen, tragen die falsche BH-Größe und Schnittform. Zu schätzungsweise 90%, tragen Frauen, Full-Cup-BHs mit viel Stretch-Anteil, einem zu großen Unterbrustband und zu kleinen Körbchen. Sobald die neue Kundin verstanden hat, worauf es bei der richtigen Passform ankommt, das wunderbare Gefühl eines passgerechten BHs verspürt hat und weiß, dass sie ihre Brust nicht in einem Full-Cup verstecken muss, kommt es ihr in den meisten Fällen einfach nur auf das Gefühl und die Optik an. Ein höherer Buchstabe im neuen BH ist den meisten unserer Kundinnen egal. Die meisten freuen sich, dass sie endlich ihre richtige BH-Größe kennen. Wir nehmen den Frauen ihre Angst vor einer größeren Körbchengröße indem wir ihnen zeigen, wie wunderbar die richtige BH-Größe und BH-Schnittform ihre Optik und ihr Körpergefühl positiv beeinflussen können.


M: Eine persönliche Frage: Welche BHs würden wir erspähen dürften wir einen Blick in deine Unterwäscheschublade werfen? Hast du Favoriten?

J: Ich persönlich liebe Hartschalen-BHs. Ob als Halbschale für ein umwerfendes Dekolleté oder als Full-Cup für eine kleinere Optik – ich liebe diese Art des BHs für seine wunderbare Eigenschaft meine BH-Größe 65H zu formen, wie ich es mir wünsche. Sport-BHs dürfen bei mir als ehemaliger Leistungssportlerin im Tennis natürlich nicht fehlen. Meine Sport-BHs haben übrigens Bügel, denn ohne Bügel kein Halt. 


M: Dein Laden ist jetzt ein halbes Jahr alt. Hast du schon Pläne für das nächste Jahr?

J: Wir möchten uns im nächsten Jahr auf dem deutschen Markt weiter etablieren indem wir unsere Kommunikation nach außen mit Hilfe origineller Aktionen im direkten Kontakt mit potentiellen Kundinnen auf der Straße erweitern. Weiterhin werden wir vermehrt das Thema Aufklärung zur richtigen Passform über verschiedenste Kanäle speziell auch an die junge Frau bringen. Der Ausbau unseres Standard-Sortiments ist dabei Grundlage unserer Vorhaben.


Wart ihr schon mal da? 
Wenn ja, wie hat es euch gefallen? 
Habt ihr noch Anregungen für Jenny?


*Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von DoppelD

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Das unendliche Wickel-Kleid: one-size-fits-all-super-convertible-magic!

Monif C. "Marilyn" Ruched
Convertible Dress - Grey Heather
Vor einer Weile las ich bei Hourglassy einen Beitrag über ein Kleid, das angeblich wirklich *jeder* Frau passen soll. Die eierlegende Wollmilchsau der Bekleidungsindustrie quasi. Zusätzlich zu meiner natürlichen Skepsis fiel auch Darlenes Review nicht so sonderlich euphorisch aus und so geriet die Existenz solcher Wunder-Klamotten schnell wieder in Vergessenheit.

Bis ich dann kürzlich beim Surfen auf einem Plus-Size-Blog wieder über diese Sorte Kleid stolperte und beschloss, daß an der Geschichte wohl doch was dran sein muß...

Im Prinzip ist der Clou an diesen Kleidern, daß das Oberteil aus endlos langen und sehr breiten Jersey-Schals besteht, die man wild drapieren kann, soll heißen auf hundert verschiedene Arten um den Körper wickeln. Dadurch wird auch das weit geschnittene Unterteil angepaßt. Ungefähr so wie bei einer thailändischen Fischerhose.

Klingt abgefahren oder? 
Sieht auch abgefahren aus - es gibt natürlich unzählige Videos in denen der Effekt demonstriert wird. (Ist ein bißchen wie der allseits beliebte Clip 25 Ways to wear a Scarf oder die Anleitungen was man mit einem Circle Scarf von American Apparel alles anfangen kann.)

Hier zeigt die Designerin selbst, was man mit dem Kleid alles anfangen kann:

Weitere Videos gibt es auf dem YouTube-Channel von Monif C.

Während die Monif C. Kleider immerhin in drei Größen und diversen Längen und Weiten angeboten werden, sind offensichtlich auch schon andere Designer auf den Zug aufgesprungen und bieten das Kleid als richtiges One-Size-Produkt an. Vgl. dazu beispielsweise der von Darlene/hourglassy verlinkte Clip des Von Vonni-Wrap-Dresses. 


Wie immer bei solchen Sachen ist es ein wenig schwierig, festzustellen woher die Idee ursprünglich kam und was nun Original und was Kopie ist. Fakt ist jedoch, daß man über die Suchbegriffe "convertible dress", "multiway dress" oder "infinity dress" schon jede Menge sehr günstige Angebote auf Ebay findet.

Die Crux an der Sache (also jetzt so ein schönes Stück online zu bestellen) ist natürlich, daß man nicht vorhersehen kann, ob die Wunderklamotte dann auch wirklich paßt. Darlene berichtet davon, daß die Empire Taille des Vonni-Kleides so tief geschnitten ist, daß es quasi unmöglich ist, einen normalen BH darunter zu tragen. Die Monif C.-Kleider wirken dagegen schon so großzügig konzipiert, daß man eine Menge "Kurven" darin unterbringen kann.
Wie immer wäre es total toll, wenn man jetzt schnurstracks in einen Laden gehen könnte und so ein Teil anprobieren. Einfach mal so, aus Spaß an der Freude. Ich meine, hat euch das erste Bild von der Lady im grauen Kleid nicht auch total überzeugt? Das sieht ja wohl sowas von toll aus... (Und die Strumpfhose!) Ich habe aber noch nichts dazu herausgefunden, ob man solche Kleider nun auch schon hierzulande bekommen kann. Allerdings bin ich auch alles andere als up-to-date was modische Entwicklungen angeht.

Theoretisch kann man sich sowas sicher auch relativ leicht selber nähen - sofern man eine Maschine hat, die Jerseystoff packt und die üblichen Fähigkeiten. (Sollte eine von euch einen Versuch wagen/gewagt haben - würde mich total interessieren!)

Mit praktischen Erfahrungen kann ich leider mal wieder nicht dienen... ich bin einfach überhaupt kein Kleider-Mädchen. Aber ich kann allen die auf der Suche nach schönen Kleidern für eine fülligere Sanduhrfigur sind - wie immer - nur Georginas Blog Fuller Figure-Fuller Bust empfehlen. Sie hat mittlerweile eine recht beeindruckende Reihe von echt tollen Sachen online gestellt, auch vieles im Rockabilly/Retro-Pin-Up-Style, was ich einfach bezaubernd finde.

Und, was haltet ihr von der Idee?
Größte Sache seit der Erfindung des Rads
oder seid ihr doch eher skeptisch?

Bildquelle: Monif C

Danke übrigens für die Nachfragen wo ich denn stecke und die Genesungswünsche... Hat mich sehr gefreut! 
Ich hab gerade eine fiese Kopfschmerz-Erkältung und auch noch tierisch viel zu tun. Daher ist die Sache mit dem Bloggen ein wenig aus meinem To-Do-Fokus gerutscht. Aber wie heißt es so schön - man bloggt ja, weil es einem Spaß macht, nicht um die Feedreader mit Nonsense zu füllen. Ich hoffe, ihr vergeßt mich trotzdem nicht... Falls doch, ist in solchen Fällen ein Abo des Blogs (per Email, Feedburner, Twitter, Google Friends Connect, Bloglovin) gar keine so schlechte Sache. Dann wird man direkt darauf aufmerksam gemacht, wenn es was neues gibt. Praktisch, oder? ;-) 


Kommentare nach dem Jump.



  • KWeens
    die Idee ist klasse. Ob das alles so wirklich tragbar ist - keine Ahnung, müsste man ausprobieren. Ich hätte bei manchen "Wicklungen" Angst, das es im Laufe des Tages über die Brust und die Arme rutscht. Außerdem stört mich das das Rockteil sehr zipfelig wirkt. Z.T. vorne oder hinten kürzer, an den Seiten ungleichmäßig. Kommt wohl sehr auf die Körperformen drauf an. Aber ausprobieren würde ich das gerne mal. Wenn mir mal der passende Stoff unter die Finger kommt - wird das probiert. Sind ja nur zwei laaaange Schals vorne am Rock angenäht. Versäubern muss man praktisch nichts, da dieses flutschige Viskosestöffchen nicht ausfranst.
    lg

    Karin
  • george
    Vermutlich gibt es alltagstauglichere "Wickelungen" und weniger praktische... interessant ist es in jedem Fall. Falls du was nähst und darüber bloggst, bitte UNBEDINGT Bescheid sagen. (Ich bin doch so furchtbar neugierig! :D)
  • amusedPolish
    Bin grad von einem anderen Blog auf euren Blog gestolpert :).

    Ich hab schon mein Infinity-Kleid selber genäht (mit der Hand) und ist bis jetzt das einfachste, was ich je genäht habe! Es gibt eine tolle (englische) Anleitung, die zwar ein bisschen Mathematik fordert, aber wenn man erst das raus hat, steht einem nichts mehr im Weg :)
    In der Regel braucht man auch ca. 3-4m Jersey-Stoff, je nachdem, ob man ein Kleid oder ein Obeteil näht.
  • george
    Klingt toll. Hast du zufällig nen Link dazu? :D

    Und: schön daß du hergefunden hast. *wink*
  • george
    Oh cool. Danke für die superschnelle Antwort! :*
  • Popinnie
    die nähanleitung habe ich schon vor langer zeit mal gespeichert. aber mir fehlt irgendwie die motivation. toll sieht´s wirklich aus. vorallem die erste version, die du zeigst. das wär sogar was für mich als brautschwester, nächstes jahr :D
  • george
    Ich würd auch sagen: Bild 1 ist doch schon ne Supermotivation! Ich find das Grau auch extrem chic!
  • Ich weiß nicht. "All in one"-Größe find ich immer etwas suspekt, wenn auch von der Idee - ich binde mir mein Kleid täglich wie es mir gefällt - her klasse. Ich liebe es, variieren zu können. :)

    Ich habe mal mit Freundinnen beim Shoppen einen BH entdeckt, der von Größe A bis D passen sollte. Wie der Zufall es wollte, waren wir zu viert und haben das gesamte Größenspektrum abgedeckt... so hat sich also jeder in das pinke Stretchgrauen gezwängt - und KEINEM hat es auch nur ANNÄHERND gepasst. :D Wir hatten auch nichts anderes erwartet, aber meine Güte, was haben wir gelacht.
  • george
    Bei den One-size-Teilen bin ich auch skeptisch. Aber die MonifC-Kleider sind ja wenigstens grob in drei Größen unterteilt... insofern kann ich mir schon vorstellen, daß das funktioniert. (Die Videos sind ja auch nicht unüberzeugend...)

    Naja und BH-Einheitsgrößen... äh ja. Wer auch immer sich das ausgedacht hat. Macht ungefähr so viel Sinn wie eine Einheitsschuhgröße.
    Kann ich mir vorstellen, daß das lustig war...

  • ratternde Ruby
    Ich hab sowas auch schon genäht und liebe es heiß und innig weil man einfach sooo viel damit machen kann. (Mein Umfeld wirft übrigens auch immer mit Komplimenten und Bewunderung um sich wenn ich es trage. :D) Ich muss aber sagen dass ich für die Tellerrockoberkante trotzdem meinen eigenen Umfang genommen habe, denn mal ehrlich, mein UBU ist 63-68cm, meine Taille 60cm, wo würde da denn die "Oberkante" hängen wenn sie so weit wäre, dass sie den Damen am anderen Ende des Größenspektrums auch noch passen soll? Stretch hin oder her, ich will das Kleid ja auch nicht nur mit Hilfe der Träger festzurren müssen und dabei den schönen Tellerrock in Falten legen.

    Da sich mir die Problematik mit dem BH natürlich auch offenbar hat habe ich einfach ein breiteres Band an die Oberkante genäht, das ich nach belieben hoch oder runter klappen kann. Bei weiteren Versuchen habe ich dann probiert das ganze so zu gestalten, dass es hinten höher ist als vorne, sodass ich vorne trotzdem noch einen hübschen V-Ausschnitt haben kann, auch wenn ich hinten den BH verdecke.

    Von diesen One-Size-Klamotten halte ich im Übrigen aber auch nicht viel, meistens heißt das für mich nur "für fülligere Frauen ist es womöglich trotzdem zu klein und an mir hängt es wie ein überdimensionaler Sack, falles es nicht sowieso runterrutscht".

    Liebe Grüße, knaxgurke

    P.S.: Mein Blog befindet sich noch im Aufbau, wenn er fertig ist könnte ich allerdings mal Fotos des Kleides posten. Bisher ist es aber auch irgendwo in meinem BF-BHLog zu finden.

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Evans macht in Äpfeln und Birnen

Der britische Übergrößen-Shop Evans ist vielen sicher schon als Onlineshop http://www.evans.co.uk/ bekannt. Ich war kürzlich in London und konnte mir die große Filiale auf der Oxford Street (gegenüber von Primark) ansehen. Vor ein paar Wochen ist ihre neue Kampagne „it’s about shape, not about size“ gestartet und ich hab’ extra für euch das Schaufenster geknipst:



Neu ist daran, dass sich Evans um die verschiedenen Figurtypen bei übergewichtigen Frauen kümmert – etwas, das mich an „normalen“ Läden für große Größen immer massiv stört, ist nämlich, dass es dort hauptsächlich zwei Arten von Kleidung gibt: Sackartige und zeltartige. Und welche mit Gummizug. Brrr. Ich schaue z.B. regelmäßig in einem Outletstore von Ulla Popken vorbei. Ab und zu finde ich da sogar was, aber das meiste ist meiner Meinung nach für viele pfundige Frauen einfach untragbar, weil es sie noch dicker aussehen lässt.

Evans stellt vier Typen vor: apple, pear, hourglass und busty und gibt auf der Onlineseite jede Menge Tipps für Do’s und Don’ts. Richtig gut fand ich aber, dass im Ladengeschäft einzelne Outfits mit Hinweisschildern versehen waren, welcher Figur die jeweiligen Sachen am besten schmeicheln. Im Online-Katalog findet frau das auch, garniert mit Stylingtipps.
Inwieweit die Klamotten für Frauen mit mehr Oberweite geeignet sind, kann ich leider nicht sagen. Ich schätze aber, nicht so wirklich… aber vielleicht kommt das ja noch. (Die BH-Auswahl beginnt übrigens bei 38D und endet bei 50 (!) G.) Ich kann mir vorstellen, dass diese Figurtypen-Einteilung Frauen hilft, die es leid sind, sich in Zelte zu hüllen, aber nicht wissen, was sie ändern können.
Super Sache: Accessoires und Schuhe sind ebenfalls auf etwas größere Mädels abgestimmt: Schuhe in verschiedenen Weiten, Armbänder, Reifen und Ringe größer dimensioniert als üblich. Toll!
Ganz vereinzelt finden sich auch durchaus ungewöhnliche Sachen, die man in einem plus size Laden eigentlich nicht erwartet, zum Beispiel eine Palazzo-Hose mit Polka dots


Sienna Couture Polka dot palazzo trousers
Bildquelle: Evans

Lovedrobe animal print tunic top
Bildquelle: Evans
oder eine Leoprint-Tunika
Ehrlich gesagt, ist der Rest für meinen Geschmack nicht so der Bringer – ich würde mir pfiffigere Sachen wünschen. Ich habe nichts gefunden außer einem schwarzen Kurztrench, dafür war der mit 35 Pfund auch hübsch runtergesetzt. Schade!

Lesenswert finde ich auch durchaus den Evans-Blog http://blog.evans.co.uk/, in erster Linie weil er regelmäßig Bloggerinnen von der Übergrößenfront vorstellt.

Kommentare nach dem Jump.


  • george
    Ich find die Vorschläge für verschiedene Figurtypen an sich super - allerdings bin ich immer noch skeptisch, ob die Klamotten dann auch wirklich für die Bedürfnisse zugeschnitten sind. Da müßte man mal die Probe aufs Exempel machen - d.h. mal testen gehen. :P
  • Ich hätte gerne verschiedene Schnitte für die unterschiedlichen Figurtypen in ALLEN Größen, das wäre traumhaft!
    Die Polkadothose würde ich aber auch sofort nehmen. Die ist ja echt total cool.

    Kennt ihr noch andere Marken, die sowas anbieten? Außer der allbekannten Levis Curve ID?
    Ich vermisse sowas zB total bei Kleidern. Ich kann gar nichts von der Stange kaufen, da ich ganz unterschiedliche Größen bräuchte oben und unten...
    My recent post Instant Prinzessinnenfeeling, aah!
  • popinnie
    ich find es auf jeden fall begrüßenswert, dass es immer mehr shops und marken gibt, die das größenspektrum auch um die figurtypen erweitern. auch wenn es langsam voran geht. besser als gar nicht. ich warte nur sehnsüchtig darauf, dass es mehr nach deutschland überschwappt und sich nicht zu 90% im UK abspielt.
    My recent post schuhpost

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Sport-BHs in großen Größen… und in kleinen.

Während Frauen mit viel Oberweite häufig Schwierigkeiten haben, einen Sport-BH zu finden, der ihnen ausreichend Halt gibt, halten Frauen mit kleinen Brüsten eine extra Lösung für den Sport oft für überflüssig.
Dabei ist ein gut passender und stabiler Sport-BH für alle Frauen wichtig – recht unabhängig von der Brustgröße! Ein Sport-BH bewahrt nicht nur vor Brustschmerzen, sondern auch vor Beschädigungen des Bindegewebes und ermöglicht maximale Bewegungsfreiheit. 

Viele Mädchen verlieren den Spaß an körperlicher Aktivität und Sport wenn sie in die Pubertät kommen – unter anderem, weil sie sich nicht mehr so frei bewegen können wie vorher. Ein gut sitzender BH, der den Busen bändigt und die Brüste an ihrem Platz hält, kann eine immense Befreiung darstellen.

Die Funktionsweise eines Sport-BHs und die Vorteile gegenüber einem normalen BH zeigt die Firma Shock Absorber mit einer interaktiven Animation: man wählt die Brustgröße und die Aktivität aus und bekommt dann im sogenannten “Bounce-O-Meter” angezeigt, wie sich die Brust bewegt. (Angeblich beruht die Simulation auf empirischen Messwerten...)

bounce-o-meter-screenshot
Hier die größte Körbchengröße: FF/G-Cup | Bildquelle: Shock Absorber Bounce-O-Meter

Wie bei jedem BH kommt es auch beim Sport-BH darauf an, den richtigen Schnitt und die passende Größe zu finden. Wenn man ein zu weites Unterbrustband wählt oder ein schlecht konstruiertes Modell, dann stützt tatsächlich oft ein herkömmlicher BH um Längen besser. Überhaupt habe ich manchmal den Eindruck, daß die meisten Frauen Sport-BHs eher als eine Art Notlösung tragen: wenn man keinen gut sitzenden “normalen BH” findet, dann trägt man eben einen (meist recht labberigen) Sport-BH. Besonders Sport-Tops, die Halt geben sollen indem sie die Brüste plattdrücken und komprimieren, sind quasi universell tragbar, da sie keine richtigen Körbchen haben und sich das Cupvolumen über den ganzen Stoff verteilen kann. Das geht zwar auf Kosten der Stabilität, aber die Brüste sind trotzdem einigermaßen untergebracht und quellen nicht aus den Körbchen – was bei einem normalen BH in der falschen Größe der Fall wäre.

Allein damit, auf die Bedeutung eines Sport-BHs hinzuweisen, ist es natürlich noch nicht getan. Die Frage ist ja, wo man die benötigte Größe herbekommt. Jenseits der “Wilden 13” ist es bekanntlich nicht so einfach – Unterbrustbänder unter 75 und Cups über E gelten gemeinhin als exotisch.

Was aber, wenn man einen Sport-BH in 60A benötigt? Oder einen in 70J? Oder einen in 100G? Gibt es das überhaupt?

Ja gibt es. Wenn man z.B. den auf Sport-BHs spezialisierten britischen Online-Shop LessBounce aufruft, kann man direkt auf der Startseite nach Bestimmungszweck und Größe suchen. Es gibt BHs die für unterschiedliche Bewegungsabläufe konzipiert sind, verschiedene Funktionsweisen (BHs die die Brüste an den Körper drücken/komprimieren oder BHs, die die Brüste von allen Seiten einschließen und so “bewegungsunfähig” machen), alle möglichen Farben und Formen…

Wer auf der Suche ist, kann sich ja mal durchs Angebot klicken. (Zur Erinnerung: 28 entspricht einer 60er Unterbrustbandweite, 30 einer 65, 32 einer 70er usw.)

Soweit die kleine Einführung ins Thema.

Ich kann auch schon mal ankündigen, daß bald ein zweiter Teil folgen wird: Unsere Gast-Brabarella Paradoxon schreibt über ihre Sport-BH-Suche und ihre Erfahrungen mit den einzelnen Modellen. (Hurra)

Habt ihr schon euren ultimativen Sport-BH gefunden?


Zum Schluß noch eine kleine, willkürliche Auswahl von möglichen “Kandidaten”:
Die Bildrechte liegen bei den verschiedenen Herstellern; die Produktseiten sind unter dem Bild verlinkt.


Weitere Informationen:
Busenfreundinnen:
Diskussion über Sport-BHs
Sport-BHs für kleine Brüste
FAQ: Wie wichtig ist eigentlich ein Sport-BH?

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Endlich Plus-Size Bademode: Elomi Swimwear Launch 2012

Ich habe eben bei Lingerie Buyer eine Ankündigung von Elomi Bademode für 2012 entdeckt und mich total gefreut. Die Freude muß ich direkt mit euch teilen! 

Elomi ist eine Plus-Size-Linie der Firma Eveden, zu der auch Freya, Fauve und Fantasie gehören.
Elomi kombiniert große Cups mit größeren Unterbrustbändern, produziert also schöne, komfortable und stabile BHs für kräftigere Frauen. Neben normalen Bügel-BHs bietet Elomi auch einen Sport-BH, zwei Basques (Corsagen) und einen Strapless Bra an, also Teile die überhalb des Unterbrustbandes 38/85 nicht zu finden sind.
Mit der Einführung von Bademode schließt Elomi endlich-endlich eine weitere große Lücke im Angebot.

Bisher wurden Frauen mit großen Brüsten im Plus-Size-Bereich kaum bis gar nicht berücksichtigt. Neben dem CurvyKate-Ableger Fulfilled, hat Evans derzeit noch ein paar ganz süße Teile bis Kleidergröße 60 und F/G-Cup im Angebot. (vgl. Beitrag Bademode in BH-Größen) Sonst wird das Angebot mit großen Cups überhalb des Unterbrustbandes UK-38/EU-85 aber schlagartig dünn. Ein paar Basic-Teile sind noch bis UBB UK-40/EU-90 erhältlich, aber darüber sieht es wirklich dunkel aus. So als würden/sollten Frauen mit ein paar mehr Pfunden auf den Rippen nicht baden gehen. Eine Frechheit!


Nun steht zu hoffen, daß sich das ab nächstem Jahr endlich ändert, wenn auch vermutlich nicht schlagartig.

Ganze vier Teile sind in der Vorschau bei Lingerie Buyer* zu bewundern:
Isis, ein schlichter Bikini in schwarz oder lila mit einem hochgeschnittenen Unterteil oder einem Röckchen zu kombinieren sowie zwei Tankinis, der eher körperbetonte Madeira und der kleidchenartige Yara. (Madeira soll es auch noch in einer ähnlichen Form geben. Außerdem beinhaltet die Reihe einen Kaftan in den Größen M bis 2XL)
Zum produzierten Größenbereich konnte ich leider noch noch nicht viel in Erfahrung bringen. Es heißt, die Sachen werden bis Größe UK 26 = EU 54 erhältlich sein. Sobald ich mehr weiß, liefere ich die Info nach...


Madeira by Elomi via LingerieInsight
Yara by Elomi via LingerieBuyer

Und, was meint ihr dazu?
Ungetrübte Freunde oder doch eher das Gefühl, 
daß die ganze Sache zu langsam voran geht?
Könnt ihr mit den Designs was anfangen?

_________________________________________________________________
*Kostenlose Registrierung erforderlich



EDIT | 11. September 2011:

Es gibt nun Informationen zum Größenspektrum.
Der Swim Bra aka Bikini-Oberteil wird in den folgenden BH-Größen angeboten:
36-40 E-HH, 42 DD-HH, 44 DD-H, 46 DD-G
(UBB-Übersetzung: 36=80, 40=90, 42=95, 44=100, 46=105)

Tankinis und Unterteile: Konfektionsgröße 16 - 26 (UK) / 44 - 54 (EU)


Wer sich jetzt - wie ich wundert - warum die Tankinis nur mit Konfektionsgrößen ausgezeichnet werden, dem sei gesagt: die sind so konzipiert, daß man sie über das Bikinioberteil ziehen kann/soll. Ich weiß jetzt nicht, ob ich laut SCHIEBUNG! schreien soll oder ob das tatsächlich eine geniale Sache ist. Fest steht jedenfalls, daß man damit drei Teile statt zwei kaufen muß. Und das ist doch schon eher suboptimal. Was meint ihr?

Dank omega6 gibt es hier noch mehr Infos:
Busenfreundinnen: Elomi Swimwear-Allgemein
Busenfreundinnen: Elomi Swimwear-Markenforum

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Price matters: Günstige BHs in großen Größen

Und gleich noch ein Thema für die Rubrik Fragen & Antworten.  
Teil 2: BHs in großen Größen für wenig Geld...

Große Größen kann einmal heißen BHs mit großen Körbchen, im deutschsprachigen Raum also alles ab E-Cup. Oder es meint BHs mit Unterbrustbändern jenseits der UBB-Weite 90. Oder es kombiniert beide Faktoren.

Generell läßt sich feststellen, daß die Konstruktion größerer Cups aufwendiger und komplizierter ist als die der üblichen Standardgrößen. Gleichzeitig werden weniger davon verkauft. Die Wahrscheinlichkeit, einen sehr günstigen und gleichzeitig qualitativ hochwertigen BH zu finden, ist also eher unwahrscheinlich. Das muß nicht zwangsläufig heißen, daß es keine Alternative zu Preisen von 50 bis 150€ gibt, die man hier im Fachhandel z.T. hinblättert. Erwartungen, daß ein komplexes Kleidungsstück für 10€ zu haben ist, sind aber auch unrealistisch. Ein BH ist eben zum Unterhemd was ein Turnschuh im Vergleich zum Flipflop ist: technisch überlegen. ;)

Als Budget sollte man für einen BH dann doch etwa 20 bis 50€ einplanen. Im Verhältnis zu 5€ ist das natürlich viel, im Verhältnis zu 100€ aber sehr wenig.

Bildquelle: Wikimedia


Der nächste Schritt wäre zu prüfen, ob man nach der "Budget-Anpassung" überhaupt noch in einen "problematischen" Bereich fällt. E, F und G-Cups sind in Kombination mit den Unterbrustbändern 75, 80 und 85 mittlerweile auch im deutschen Versandhandel einfach und günstig zu bekommen. 
Mögliche Quellen wären hier Bonprix, Change oder Hunkemöller.
Ähnliches gilt für B-E-Cups auf den größeren Unterbrustbändern. Mögliche Quellen: Bonprix, Simply Be, Sheego...

Sollte man mit Auswahl und Qualität der angebotenen BHs nicht zufrieden sein oder einfach am Angebot gemessen exotische Größe, etwa ein Unterbrustband unter 75 oder ein Cup jenseits von G benötigen, ist es eine gute Idee, nach britischen Marken Ausschau zu Halten, die sich auf große Cups und/oder große Unterbrustbänder spezialisiert haben. 
Am günstigsten sind diese in britischen Online-Shops erhältlich. Dort kostet ein BH regulär zwischen 20 und 35 Pfund zzgl. etwa 5 Pfund Versandkosten. Im Ausverkauf sind BHs dann schon für 15-20 Pfund zu haben. 
(Aktuell liegt das Pfund bei ca. 1.13€, 20£ entsprechen also etwa 22.50€, 30£ = knapp 34€, 35£ = fast 40€)

Die großen Anlaufstellen wären hier Bravissimo, Figleaves, das Online-Outlet Brastop, Ebay UK und der Plus-Size-Anbieter AmpleBosom. Daneben gibt es noch viele weitere Shops mit einem kleinen aber feinen Angebot z.B. BrasGalore, Curvylicious oder Belle Lingerie und auch große Versandhäuser oder Kaufhausketten wie Asos, Evans oder Debenhams.

Das Angebot in Großbritannien hat sich in den letzten 10 Jahren signifikant verbessert. Cups zwischen DD und G anzubieten gehört für eine Highstreet-Kette schon zum guten Ton und auch die Situation jenseits der magischen G-Cup-Grenze verbessert sich laufend.

Detaillierte Infos zu den einzelnen Shops, zum im Ausland bestellen, zu Größen, Marken und Modellen und der richtigen Passform findet ihr im Busenfreundinnen-Forum.

An alle, die den Blog mitlesen und schon alte Häsinnen im Thema Brafitting sind: 
Ich hoffe, solche allgemeinen Einführungs-Beiträge langweilen euch nicht allzusehr?!
Die Idee der Reihe Fragen & Antworten ist, über gängige Schlagworte und Suchanfragen Frauen auf diesen Blog aufmerksam zu machen, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben. 
Falls übrigens eine von euch Lust haben sollte, einen Beitrag zu einer Frequently Asked Question zu verfassen, Gastbloggerinnen sind immer höchst willkommen. :)

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(K)eine Frage der Größe

Bildquelle: La Redoute via Big Beauty

Laut Pressemitteilung Nr. 194 vom 02.06.2010 des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2009 rund 43% der in Deutschland lebenden Frauen übergewichtig, Tendenz steigend. Eigentlich sollte man denken, dass sich daraus ein gesteigertes Angebot aufgrund offenkundigen Bedürfnisses für Mode jenseits von Größe 44 ergibt. Eigentlich.

Mode für Mollige, Big is Beautiful, Trends für Starke Frauen, Fesch und Pfundig, Fashion für Frauen mit Format. Das sind die gängigen Schlagwörter, mit denen hierzulande Damenbekleidung in sogenannten Übergrößen beworben wird. Das klingt eher schön gewollt als gekonnt. Es klingt nicht nur so. Die bekannten Kleiderketten mit den zwei Buchstaben führen zwar bereits seit einiger Zeit eigene Linien in großen Größen und auch in vielen Kaufhäusern und Onlineshops scheint ein Trend zum verbreiterten Größenangebot angezeigt. Allerdings bedeutet das nicht, dass es für dicke Frauen deshalb einfach ist, sich modern und typgerecht zu kleiden. Häufig erinnern die Schnitte mehr an Campingausrüstung als an Bekleidung, Verhüllung statt Formvollendung ist die Devise. Stöbert man in den Geschäften, kann man modischen Chic oder eine akzeptable Auswahl an Basics lange suchen - wenn es so etwas gibt, ist es meistens schnell ausverkauft. Daraus könnte man schließen, dass es einen Markt gibt. Doch anstatt sich den wachsenden Bedürfnissen der deutschen Damen durch ein umfangreicheres Repertoire anzupassen, welches zumindest die Größen von 46 bis 50 standardmäßig umfasst, wird dicken Frauen eine Ecke zugeteilt. Viele Labels gehen noch nicht einmal so weit. Bei junger Mode wird das Angebot über Kleidergröße 42 schlagartig dünn.

Woher kommt dieses Missverhältnis und wieso geben sich so viele Frauen damit zufrieden?

Vor einigen Wochen drängte sich mir diese Frage auf, als ich meinen Kleiderschrank ausgemistet habe. Bisher hatte ich mir nicht zugetraut, dass mir Ausgefallenes stehen könnte und ich musste feststellen, dass ich vieles angehäuft hatte, was in einer Nummer größer sicher kleidsamer gewesen wäre. Meistens hatte ich es dann doch gekauft, weil ich froh war, in die größte erhältliche Größe irgendwie doch hineinzupassen. Aber irgendwie war das nicht so ganz das richtige. Ich machte mich also auf die Suche nach einem deutschsprachigen Blog über Plus Size Mode, weil ich mir Tipps erhoffte, was Frauen wie mir - mit mehr Bauch als Taille - stehen könnte und wo man das herbekommt. Vielleicht hatte ich in den Geschäften einfach nicht genau genug gesucht oder mich nicht getraut, weil ich einfach unsicher war, was zu mir passt. Wie soll man da auch drauf kommen, wenn einem selbst aus Übergrößenkatalogen Frauen mit Kleidergröße 40/42 entgegenlächeln, die dann Plus Size Models genannt werden? Häufig werden diese Damen dann auch noch "glattgebügelt", so dass man lediglich eine breitere Version der üblichen Models vor sich hat. Wenn Frauen zunehmen, wachsen sie nun einmal nicht gleichmäßig in Höhe und Breite, sondern jede hat ihre besonderen Körperteile, die durch mehr Gewicht stärker betont werden. Die Proportionen verschieben sich. Wie soll frau damit umgehen? Damit fühlte ich mich ziemlich alleingelassen. Die Suche nach deutschsprachigen Modeblogs verlief zunächst erfolglos. Dafür fand ich jedoch vor allem in Frankreich, Großbritannien und den USA aufschlußreiche Tipps von Frauen, die sich der Eigenschaften ihres Körpers bewusst sind und gelernt haben, damit umzugehen. Und was noch viel wichtiger ist: diese Frauen leben Mode, sie tragen sie nicht aus Überraschung, dass sie ihnen passt, sondern weil sie zeigen möchten, dass es kein Widerspruch ist Kleidergröße 52 zu tragen und schön und interessant auszusehen.

Genau das ist es aber, was uns hier gern vermittelt wird: Dicke Frauen haben auf der Bildfläche der Mode nichts zu suchen! Allenfalls sind sie eine kuriose Randerscheinung, wie beispielsweise Beth Ditto, die einfach nicht einsieht, wieso sie nicht zu ihrem Körper stehen sollte. Das gilt als ungewöhnlich, das gilt als gewagt.
Dicke Frauen sollen sich lieber in ihr XXL-Eckchen verziehen, Kleidung anprobieren, die nicht speziell für Kurven entworfen sondern schlicht augmentiert wurde, mit der sie dann verschämt zur Kasse ziehen, wo sie hoffen, dass die Kassiererin nicht aufs Größenschild guckt. Sie sollen froh sein, wenn sie etwas finden, was einigermaßen passt, einige "Pfunde wegmogelt" und "Problemzonen kaschiert". Dass eine Frau vom Figurtyp O, also mit großem Busen und Bauch und vergleichsweise schmalen Beinen und Schultern, mit Hosen in "figurschmeichelndem" Schnitt in "schlankmachendem" Schwarz nicht unbedingt die beste Kleiderwahl trifft, weiß niemand und es scheint auch niemanden zu interessieren. Wer dick ist, kann eh nichts mehr retten. Also wird kaschiert und modelliert, was das Zeug hält.

Was bleibt der modebewussten dicken Frau im deutschsprachigen Raum, die sich zumindest einen Hauch von high fashion nicht entgehen lassen möchte? Zunächst einmal sollte sie nicht die Augen davor verschließen, dass auch sie hübsch, adrett und kokett aussehen kann, und dass auch sie das Recht auf eine Mode hat, die zu ihr passt und das unterstreicht, was sie ausmacht, anstatt wegzumogeln, wo es nur geht.

Die französische Bloggerin und Deisgnerin Stéphanie Zwicky formuliert das sehr treffend: " Le style n'est pas une taille mais une attitude. " - Mode ist keine Frage der Größe, sondern der Haltung!

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