Posts mit dem Label retuschierte Fotos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

D/E Vielfalt in der Lingerie Werbung / Diversity in Lingerie

English after the jump,
Wenn man sich die Werbung für Lingerie so anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass diese nur von schlanken, weißen, jungen Frauen ohne körperliche Beeinträchtigungen getragen wird. Natürlich wissen wir, dass das nicht der Fall ist und umso erstaunlicher ist doch der Mangel an Diversität. Wir haben schon öfters über dieses Phänomen berichtet. Das Argument für diese einseitige Perspektive scheint zu sein, dass Menschen einkaufen weil sie so sein wollen, wie die Menschen in der Werbung und weil wenn Werbende andere Wege geht, die Waren nicht mehr gekauft werden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Es gibt aber einige Hinweise, dass das nicht der Fall ist und solche Werbung negative Konsequenzen für die Konsumenten hat. Hier und hier zum Beispiel (leider nur auf Englisch, für Hinweise auf deutschsprachige Quellen wäre ich sehr dankbar).
June von Braless in Brasil hat daher mit Hilfe vieler anderer Blogger zur Kampagne #DiversityInLingerie aufgerufen. Sie schlägt vor, dass ihr ein (unbearbeitetes) Foto von euch postet und irgendwo den Hashtag  #DiversityInLingerie einbaut um zu zeigen, dass ihr willig seit auch weiterhin Lingerie zu kaufen wenn das Spektrum der gezeigten Frauen erweitert wird und ich freuen würdet wenn jeder Mensch, die Möglichkeit hätte sich in manchen der gezeigten Models wiederzukennen.
Ich bin mir bewusst, dass ich in einer privilegierten Position bin, denn ich bin eine weiße, dünne und junge cis-Frau. Und auch wenn ich nicht genau aussehe wie die Frauen in der Werbung, so sind sie mir doch ähnlich. Menschen mit anderen Identitätsmerkmalen jedoch sind gar nicht repräsentiert oder stark unterrepräsentiert. Etwa werden Menschen anderer Hautfarbe, geschlechtlicher oder sexueller Identität, mit Behinderung oder solche die älter oder jenseits von 36 Kleidergröße sind, nicht gezeigt. Selbst kleinere Abweichungen fernab des Ideals wie Narben, Tattoos, Celluilite oder Brillen werden oft nicht abgebildet oder per Photoshop unsichtbar gemacht.
Viele Blogger haben zu diesem Thema einen (oder mehrere) Posts verfasst und mir damit sehr interessante Perspektiven eröffnet. Unter Junes Post zum Thema gibt es auch eine Linksammlung, die ich euch sehr ans Herz legen möchte. Wenn ihr kein Foto posten möchtet, aber trotzdem eure Unterstützung für Vielfalt zeigen möchtet, dann könntet ihr zum Beispiel bei Verkäufern und Designern kaufen, die dies tun. Eine solche Liste findet ihr bei Lingerie Addict. Oder aber ihr lasst die Lingerie Industrie wissen, dass ihr euch freuen würdet, wenn sie die Realität der Vielfalt auch in ihrer Werbung abbilden. Die meisten Marken sind heute per Social Media erreichbar und legen Wert auf ein Image, das sie als konsumentenfreundlich und nahbar darstellt und reagieren vielleicht.
Von mir gibt es auch ein Foto, dass eines meiner körperlichen Charakteristika zeigt, das selten zu sehen ist, obwohl es ungefähr 1,1% der Weltbevölkerung betrifft, nämlich Skoliose:


 



If you take a look at lingerie advertisement (or most fashion advertisement for that matter) you could believe that lingerie is only worn by thin, white, healthy women below 30. While most people are consciously aware that this is far from reality, the message still has an effect on people. It glorifies certain type of bodies while disregarding others. The argument from sellers, designers and others in the fashion industry seems to be that their sales drop when they stray from this path. If that is true is debatable and as I am not an expert on marketing I cannot comment. However, I found this article very informative and this one give links to the actual studies that show the negative influence of marketing lacking diversity and disapprove those claims.  
Recently, there has been a wonderful initiative by a huge number of lingerie & brafitting blogs that I like to bring to your attention. The campaign #DiversityInLingerie was launched by June from Braless in Brasil last week and aims at increasing the diversity in lingerie.  In June's words:
"From now on, if you want to join me take a picture of yourself (can be with or without your face, in lingerie or clothes- whatever you feel comfortable with!) and somehow fit in the hashtag #DiversityInLingerie.  You're welcome to either post it on twitter with the hashtag or email me and I'll put it up in  a post on my blog. Starting today (August 21st) other bloggers will becoming out with their own posts and pictures so check back to this post for the links! I'll post them as they come out. I'd encourage women of ALL walks of life and appearance to join in.  By participating you can show the lingerie industry that, yes, you'd buy lingerie from a diverse group of models, not just the ones currently shown.  I want to be clear that this is nothing against the body types currently shown and I don't want to get into a "real women" debate. We're all real women.  I just want a bigger pool of models so that ALL women can see someone like them and say 'hey, she looks like me and that bra looks awesome on her, it could look awesome on me too!'. -
I am very privileged in that I am a cis woman who is white, below 30, able-bodied and relatively thin. Thus while I don't exactly look like the models in lingerie ads they look like me in many aspects. But there are tons of people who are not represented. Woman of color,  trans* women, women with disabilities, older woman, men with gynaecomastia or woman with different body types. And its not only those major identity categories that are only narrowly defined, but even minor characteristics of people such as scars, cellulite, tattoos or glasses that are not shown or photoshopped to oblivion.
A number of people have offered their perspective and were much more vocal about this then I ever could be, so I urge you to explore the links given at the end of June's post. However, even if you don't want to post your picture to the internet, you can choose to support retailers that embrace diversity as suggested by the Lingerieaddict or let retailers and lingerie companies know what you'd like to see in their advertisement. Today most of them have an active social media presence and even make an effort to interact with customers. This is not a call to harass them but to make your wishes for more diversity known.
I am going to leave you with a not photo-shopped image of myself that shows off a bodily quirk of mine that is not seen in advertisement despite affecting roughly 1 out of 100 people in the general population to some degree, scoliosis:


Posted in , , , , , , , , , | Leave a comment

What's real? Photos und die Realität...

Natürlich wissen wir, daß die meisten Bilder, die wir zu sehen bekommen bearbeitet sind bis zum Geht-nicht-mehr. Rational ist uns völlig klar, daß jedes Werbefoto der letzten Jahrzehnte durch einen aufwendigen Produktionsprozess gegangen ist. Früher hat man eben mit viel technischer Raffinesse, Ausleuchtung und Eqipment gearbeitet, hinterher manuell retuschiert. Heute macht man das am Computer. Entweder professionell in einem Hightech-Programm oder eben schnell über ein iPhone-App. 

Und trotzdem suggeriert ein Photo nach wie vor, eine Abbildung der Realität zu sein - nicht schmeichelhaft wie ein Ölportrait und auch nicht karikierend oder verfremdet wie ein Produkt moderner Malerei. Dazu kommt ja noch der starke emotionale Einfluß, den eine bildliche Darstellung hat. 

Ein willkürliches Beispiel aus meinem Leben - Brötchen mit Tofu-Rührei.

Nachdem ich es durch ein Bildbearbeitungsprogramm gejagt habe:
Version nach Bearbeitung mit nEO IMAGING (Shareware)

 Das miserable Bild, das meine steinalte Digicam ursprünglich produziert hat:
Pure-Version einer alten Sony-Digicam
Irgendwie verspüre ich sofort das starke Bedürfnis, in die bunt-psychedelische bearbeitete Version der Welt einzutauchen. Sie sieht wesentlich spannender aus als die eher farblos-nüchterne Originalversion. Aber noch kann ich Realität und Fiktion unterscheiden. ;-)

Problematisch wird die Sache, sobald wir an die makellosen Körper und - gesichter denken, die uns auf Plakaten, Websites oder Hochglanzmagazinseiten begegnen. Auch wenn wir wissen, daß die Bilder bearbeitet sind, bleibt es doch schwierig, das Ausmaß zu erfassen. Vor ein paar Wochen habe ich etwas darüber gelesen, daß Models nicht nur dünner, sondern seit einiger Zeit auch dicker gephotoshopped werden, da die Körper oft so abgemagert sind, das sie nicht mehr ästhetisch wirken. Also werden herausstehende Knochen mit künstlichen Rundungen übermalt, Wangen und Brüste aufgefüllt und Kanten geglättet. Mad World!

Aber nicht nur die Körper, auch die Gesichter werden idealisiert. Es reicht nicht, daß eine Frau als schön gilt - sie muß überirdisch perfekt sein. Kürzlich wurde im BF-Forum der Link zu einer Seite gepostet (Danke Alphaweibchen!), die einige Vorher-Nachher-Beispiele zeigt:


Der Unterschied zwischen Vorher und Nachher läßt - zumindest bei mir - doch einige Rückschlüsse über meine Sehgewohnheiten zu. Ich folgere daraus, daß man sich wirklich nicht genug mit dem Thema beschäftigen kann. Daher also von mir mal wieder was zum Thema. ;-) Das war auch schon mein Wort zum Sonntag.

Erwischt ihr euch auch immer wieder dabei, an Fiktionen zu glauben?
Was sind eure Lieblingsbeispiele für Vorher-Nachher-Vergleiche?
Guckt ihr euch auch manchmal PhotoshopDesaster an?
Wenn ihr Photos bearbeitet - was macht ihr dann?
Habt ihr Lieblingsfilter und Effekte?

Kommentare:
  • Obwohl es zu meinem Studium gehört zu lernen was möglich ist und ich schon immer versuche mit möglichst offenen Augen durch die Welt zu gehen, ist man so sehr an die bearbeiteten Bilder gewöhnt, dass man sich gar nicht vorstellen kann, was wirklich alles verändert wird. Haut ohne jegliche Pigmentflecken, Muttermale, Härchen usw. sind uns so sehr eingebleut worden, dass diese Rollovers fast erschreckend wirken.
  • george
    Ja krass, oder?! Ich halte mich auch für ziemlich kritisch, was so Sachen angeht; wenn ich dann aber direkt mit der Nase draufgestupft werde, stelle ich dann aber doch fest, wie naiv ich manchmal bin. *seufz*

Posted in , , , , | Leave a comment

Search

Swedish Greys - a WordPress theme from Nordic Themepark. Converted by LiteThemes.com.