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Woran erkenne ich ob ein BH passt?!

Spoiler: Auf die BH-Bügel achten! ;-)

Die Sache mit dem richtigen BH ist bekanntlich nicht so einfach: rund 80% aller Frauen sollen die falsche Größe tragen. So sagt man zumindest, denn obwohl völlig unklar ist, woher diese Zahl kommt, hält sie sich recht hartnäckig. Aber egal, wir schreiben ja hier keine wissenschaftliche Arbeit, da kann man auch mal eine gefühlte Statistik verwenden.
Angesichts dieses riesigen Prozentsatzes muß man sich natürlich fragen, wie diese Fehlerquote zustande kommt. So schwer kann es doch mit der richtigen Größe nicht sein, oder?! Immerhin hat mittlerweile fast jeder Online-Shop für Wäsche eine eigene Anleitung bzw. “Fehlerausschluß-Liste”. Ich fasse mal grob zusammen, worauf man in erster Linie bei der Passform achten sollte…

Die sechs Anfänger-Indizien:

► der Steg liegt an
Wenn der Steg nicht anliegt ist das Körbchen zu klein.

► keine Brötchen/Doppelbrust – der Übergang zwischen Brust und BH ist glatt
Wenn der Körbchenrand in die Brust einschneidet ist das Körbchen zu klein.

► das (Ober-)Körbchen wirft keine Falten
Wenn der Stoff Falten wirft, ist das Cup zu groß.

► Unterbrustband rutscht nicht nach oben und sitzt straff am Körper
Wenn das Unterbrustband im Rücken nach oben wandert, ist es zu weit.

► die Träger schneiden nicht ein bzw. tragen nicht das Brustgewicht
Wenn zuviel Gewicht an den Trägern hängt, ist das Unterbrustband zu weit.

► die BH-Bügel liegen auf den Rippen und nicht auf dem Brustgewebe
Wenn der BH vorne hochrutscht, sind i.d.R die Körbchen zu klein und das UBB zu weit.

Siehe dazu auch d&d: Der erste BH-Paßform-Check sowie bei der BH Lounge: Häufige Probleme und die BH-Checkliste

Verwendet man diese Liste, um festzustellen daß die bisher getragenen BHs gar nicht passen, ist das erst mal völlig unproblematisch. Schwierig wird es erst, wenn man versucht damit zu bestimmen, wie gut ein ‘gefitteter’ BH wirklich sitzt. Also wenn man quasi nicht falsi- sondern verifizieren möchte. ;-) 
Klassischerweise zeichnet einen gefitteten oder auf deutsch ‘angepaßten’ BH aus, daß er ein engeres Unterbrustband (UBB) und größere Körbchen hat als die bisher getragenen Exemplare (die Kombination aus zu weitem Unterbrustband und zu kleinem Cup ist der häufigste Fehler bei der Größenwahl). Tatsächlich neigen viele Frauen in der Euphorie der neuen Größe dazu, ins andere Extrem zu verfallen: statt zu kleine Cups/zu weite UBBs suchen sie sich zu große Cups und zu enge UBBs aus. (Das Phänomen ist auch bekannt als Umgekehrte Buchstabenphobie)

Nächste gute Frage: Warum fällt denn nicht direkt auf, daß die Größe falsch ist?
Die Antwort liegt auf der Hand: Weil alle oben genannten Kriterien erfüllt sind!

Daher muß man zur Beurteilung der Passform weitere Aspekte mitberücksichtigen. MiaRose hat Anfang des Monats in ihrem Beitrag Faktoren die die Passform beeinflussen bereits auf die Problematik hingewiesen, daß man von gemessenen Werten alleine noch nicht auf die richtige BH-Größe schließen kann, weil Brüste selbst noch eine Menge an variablen Eigenschaften mitbringen können.

Ein bekanntes Beispiel für Versuche, solcher Variablen habhaft zu werden sind die Einteilungen in Brustform-Typen wie bei den Busenfreundinnen (Typ 1, 2 und 3) sowie die Breast Shapes bei Reddit’s A Bra That Fits. Die Problematik dabei ist natürlich, daß man meist – mangels Vergleichsmöglichkeiten und Maßstab - erst mal überhaupt gar keinen Plan hat, wie man sich in solchen Aufteilungen verorten soll. Über die eigene Brustform und die jeweiligen BH-Schnitte und mögliche Inkompatibilitäten zu spekulieren, bringt einen da häufig  nicht unbedingt weiter.

Bei den Busenfreundinnen hat sich daher der BH-Bügel als erster Indikator für den richtigen Sitz etabliert wenn man mit der Anfängerliste nicht mehr weiterkommt. 

Welche Funktion hat der BH-Bügel?

Der BH-Bügel bildet die Grundfläche des Körbchens über dem sich das Cupvolumen wie ein Zelt aufspannt. Bei einem eher flachen Körbchen ist dieses Zelt eher wie ein Suppenteller, bei einem tiefen Körbchen gleicht es eher einem Longdrinkglas. D.h. im Verhältnis zur Tiefe des Cups bestimmt sich ob ein BH eher breit- oder eher schmalbügelig ist. Das Volumen sollte idealiter innerhalb einer Körbchengröße erst mal identisch sein.
Für die Anpassung eines BHs heißt das, daß der Bügel möglichst genau die Fläche umfassen sollte, auf der die Brust angewachsen ist (Brustbasis); die Brust wird über die Spannung des Körbchenstoffs stabilisiert und von der Unterbrustbandkonstruktion gehalten – so entfaltet der BH sein optimale Stützwirkung. Die folgende Grafik von Bratabase veranschaulicht, wie unterschiedlich groß diese Fläche sein kann:


Das ist natürlich nur ein Beispiel – Frauen sind alle unterschiedlich. Die Brustbasis kann also eher oval sein, z.B. hochoval oder längsoval, kreisrund und dabei eher klein oder eher groß, die Brust kann tief auf dem Brustkorb sitzen oder eher hoch, nah beisammen oder weit auseinander – das sind alles Faktoren, die man bei der Anpassung eines BHs berücksichtigen muß und über die konkret der Verlauf des Bügels Aufschluß gibt, denn ohne Maßstab ist es natürlich schwierig das herauszufinden.

Der erste wichtige Punkt auf den es zu achten gilt, ist daß der Bügel ausreichend breit ist, also wirklich um die Brust herumführt und nirgends auf dem Gewebe draufliegt. Ich bin mir mittlerweile sicher, daß die ominösen 80% dafür verantwortlich sind, daß Bügel-BHs einen so schlechten Ruf genießen, denn ein zu kleines Körbchen bedeutet natürlich in der Regel auch, daß der Bügel zu schmal ist und ins Brustgewebe drückt und piekst. Der dauernde Druck kann dann in schlimmeren Fällen zu Verhärtungen oder Entzündungen führen. (Wer hat Angst vorm Bügel-BH?) Unter anderem deswegen ist die richtige BH-Größe kein rein ‘kosmetisches’ Problem.

Damit man überhaupt einen aussagekräftigen Sitz des BHs erreicht, also die Passform wirklich beurteilen kann ist es selbstverständlich wichtig, den BH auch richtig anzuziehen – was man echt nicht oft genug sagen kann, denn auch das machen die meisten Frauen falsch und viele brauchen auch einige Versuche um zu verstehen, worum es geht. Also schön den 7-Punkte-Plan angucken, eine eigene Routine entwickeln und üben-üben-üben!

Smile with tongue out

Angenommen wir haben nun sichergestellt, daß alles Brustgewebe sich innerhalb des Körbchens respektive des Bügels befindet, kommen wir zum nächsten Schritt – der Bügelanalyse.
Ich hab mal versucht ein paar Probleme zu illustrieren. Leider ist die Umsetzung nicht so ganz gelungen, von meiner Methode mit der Hand eine Skizze anzufertigen und diese dann abzuphotographieren mal ganz abgesehen. Ich hoffe, man kann trotzdem einigermaßen erahnen, was ich zeigen will. Aber dafür gibt’s ja auch Begleittext…

Ausgangspunkt fürs Trouble-Shooting:
Der Bügel folgt nicht der Brustbasis.

Indizien dafür sind:
► unterhalb der Brustfalte sammelt sich noch Stoff
► der Bügel rutscht immer wieder nach unten
► der Bügel ist zu lang und piekst oben in den Arm/die Achsel
► der Bügel ‘reicht schon fast auf den Rücken’, ist also viel zu breit

Fall 1: Der Bügelverlauf ist zu schmal für die Brustbasis 

buegel zu schmal smll

Was ich versuche hier zu zeigen ist, daß der Bügel nach unten gedrückt wird, weil der Bügel zu schmal für die Brustbasis ist. Manchmal muß das gar nicht so viel sein – manchmal sieht man das nur an am Bügelende, das sich leicht ins Gewebe eindrückt, so daß eine kleine Delle ensteht. In der Regel fällt diese Form von Bügelproblem unter Orange im Glas. (Vgl. auch Orange im Glas – reloaded)
Häufig tritt dieses Phänomen bei Frauen auf, die eine eher längsovale Brustbasis haben. 


Fall 2: Der Bügel ist zu lang für die Brustbasis


Der Bügel liegt nicht in der Brustfalte, weil er einfach zu lang und U-förmig ist. Die Breite ist gar nicht so schlecht, nur die Form ist einfach suboptimal: durch die Länge pieksen die Bügel oben in die Achsel, man kann sie gar nicht so weit hochschieben, daß der Bügel unten in der Brustfalte ‘einrastet’.

Häufig tritt dieses Phänomen bei hoch angesetzen Brüsten auf. Erschwerend kommt hinzu, daß viele Hersteller sehr flache Schnitte (Minimiser) produzieren, die mit den Brusteigenschaften größerer Brüste (diese wachsen ja mehr in die Tiefe als in die Breite) nicht harmonieren.

In beiden Fällen wird wertvolles Körbchenvolumen an den Bereich unter der Brustfalte ‘verschwendet’, d.h. häufig bilden sich dort dann Falten und oben ist das Körbchen zu klein oder zu knapp, obwohl das Volumen theoretisch sogar passt. Hier liegt tendenziell eine Schnitt-Inkompatibilität vor.


Fall 3: Der Bügel ist einfach zu groß/breit


In  meinem dritten Fall ist der Bügel an jeder Stelle ziemlich weit vom Brustende entfernt. Man sagt dazu gerne “die Bügel reichen bis auf den Rücken”. Nun gibt es Frauen, gerade solche, die ein wenig dicker sind, bei denen an der Seite wirklich noch ganz viel Gewebe ist und die deswegen so breite Bügel brauchen, damit diese flach am Körper anliegen und nicht noch nach außen gedrückt werden. In meinem Beispiel soll die Brust (siehe gestrichelte Linie) aber sehr deutlich vor dem Bügelende aufhören – ohne nenneswerte Seitenspeckausläufer. 

Was leiten wir aber nun aus diesem Bild ab? Theoretisch kann es darauf hindeuten, daß ein BH sehr flach geschnitten ist, also die Volumenverteilung des Körbchens nicht mit der Brustform übereinstimmt. Allerdings es oft quasi unmöglich das ohne eine Vergleichsgröße herauszufinden, denn durch die zu breiten Bügel verschiebt sich die ganze Beurteilungsgrundlage.

► Breite Bügel verlängern künstlich das Unterbrustband, es wirkt dadurch länger als es wirklich ist.

► Unterbrustband und Körbchen können nicht ihre ideale Stützwirkung entfalten, weil der Cupstoff nicht durch die Brust “aufgespannt” wird. Häufig führt das dazu, daß man zusätzlichen Halt über die Träger erzeugen muß.

► Die tiefste Stelle des Körbchens verschiebt sich nach außen; so werden die Brüste entweder stark nach außen gedrückt oder der BH ist in Stegnähe zu flach und die Brust fällt zur Mitte aus dem BH, wodurch er wiederum zu klein (!) wirkt.


► Die Bügel neigen dazu, am äußeren Rand auf die Rippen zu drücken, weil sie zu tief nach unten reichen. Gleichzeitig pieksen sie oft in Achseln und Arme.

 
► Die Träger rutschen ebenfalls sehr weit zur Seite, wodurch der BH unter den Armen zu hoch sein kann und entweder der Stoff und oder die Träger reiben und einschneiden. (aka “Seitenproblem”)

Kurz: es wird sehr schwer abzuschätzen, ob der Schnitt einfach nicht zur Brust paßt oder ob es sich um die falsche Größe handelt, d.h. ob nicht der Großteil der genannten Problematiken sich durch eine kleinere Körbchengröße und evtl. ein weiteres Unterbrustband lösen ließen. Indizien für ein zu großes Körbchen wären z.B. ein Unterkörbchen das im Verhältnis zum Oberkörbchen so groß ist, daß eine oben abgeflachte Form entsteht oder einfach, daß der BH sehr bedeckend ist. (Rollkragen-BH)

Meiner Meinung nach ist es also am einfachsten, bei der Suche nach einer passenden Größe und einem passenden Modell erst einmal darauf zu achten, daß die Bügel möglichst gut zum Verlauf der Brustbasis passen – wenn das abgehakt ist, kann man sich den Fragen widmen, ob die Tiefe des Körbchens stimmt und ob die Volumenverteilung des Cups mit der Brustform harmoniert. 

Möglichst gut heißt natürlich immer, daß man erst mal austesten muß, was der Markt hergibt – BHs werden in der Regel ja nicht maßgefertigt sondern als Konfektionsware mehr oder weniger gut auf die durchschnittlichen Bedürfnisse der Zielgruppe hin konzipiert. D.h. mit etwas Glück findet man eine Marke oder ein paar Modelle, die den eigenen körperlichen Voraussetzungen recht nahe kommen. Man kann natürlich aber auch Pech haben und nichts finden, was gut funktioniert. 

Allerdings scheint es so eine Tendenz zu geben, wenig mit Größen zu experimentieren und statt dessen sehr vorschnell zu einem Inkompatibilitätsurteil zu kommen, also eher zu sagen “Daß es nicht paßt liegt am Schnitt” als “Daß es nicht paßt, liegt an der Größe”. Ich habe das des öfteren bei den Busenfreundinnen in der Galerie beobachtet, aber auch in der Brablogosphere kommt das häufiger vor. Und sogar beim Live Fitting ist es schon passiert, daß nach einem Fehlversuch mit einer Größe eines Modell die Motivation es noch einmal mit einer anderen  zu versuchen, deutlich sowohl bei Kundin als auch Brafitterin nicht mehr richtig in Frage kam. Dabei hat ja gerade Offline-Fitting in der Regel den riesigen Vorteil, daß man sich problemlos und zeitnah durch weitere Größen eines Modells probieren kann, während das bei allen die auf Onlineshopping angewiesen sind schwierig ist. (Denn wer bestellt schon immer vier, fünf Größen zum Vergleich?)

Keine Ahnung, warum da so viele Frauen zum Fatalismus neigen. Ich kann nur zu mehr Experimentierfreunde raten. Bra Fitting funktioniert in der Theorie nämlich leider immer nur so lala.
So, das war jetzt mein letzte theoretische Bra Fitting-Abhandlung des Jahres. Ich hoffe, ihr konntet einigermaßen folgen und es bringt euch so ein bißchen was. Über Nachfragen und Kommentare freu ich mich natürlich wie immer.
 

Endnotizen:
Gute Hinweise wie man herausfindet, wo die Brust zu Ende ist gibt es im BraWiki der Busenfreundinnen.

Einen ganz großartigen, sehr ausführlichen Passform-Check hat Anna vor ein paar Wochen auf Bras and Body Image veröffentlicht: Troubleshoot your bra size [englisch]

Auch noch mal ein Hinweis auf einen sehr interessanten Gastbeitrag bei Lingerie Addict, Bra Wires 101 – A Basic Guide by Lyzzy Beswick. [englisch]

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D: Faktoren die die Passform beeinflussen

Auch gute Größenrechner liegen mal daneben. Warum ist das so? Ich weiß noch, wie ich am Anfang meiner Fittinggeschichte auf einen Rechner stieß der sehr oft empfohlen wurde und dann dachte prima, endlich kann es losgehen. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Denn es gibt viele Faktoren die den Sitz eines BHs und die Größe beeinflussen, die wenig mit dem gemessenen Unterbrustumfang (UBU) oder Brustmaß zu tun haben. Das erklärt auch warum auch zwei Frauen mit exakt gleichen Maßen im selben BH unterschiedliche Größen tragen.

(Kopflose und armlose) Vogelperspektive -
oben eine breite, unten eine schmale Brustbasis
Breite der Brustbasis: Die Brustbasis ist die Fläche auf der das Brustgewebe am Oberkörper ansetzt. Eigentlich ist es ganz einfach: Eine breite Brustbasis, also eine solche die horizontal viel Platz auf dem Brustkorb einnimmt, braucht breite Bügel. Wie weiß mensch denn aber ob mensch eine breite Brustbasis hat? Zieh deinen BH aus und drück deine Brust mit der Hand leicht gegen den Brustkorb und dann in Richtung Achsel. Es sollte sich eine Falte bilden. Mal diese nach. Wo verläuft diese Linie im Vergleich zum Abdruck des Bügels? Wenn der Bügel vor der Linie liegt ist er zu schmal. Liegt er dahinter ist er zu breit. Tendenziell sind kleine Brüste eher Breitbrüste, während große Brüste oft eine schmale Brustbasis haben. Eine breite Brustbasis braucht auch oft flachere Körbchen, weil sich das Volumen auf einer größeren Fläche verteilt, während eine schmalere Brustbasis tiefere Körbchen braucht. Allerdings kann auch ein Mensch mit schmaler horizontaler Brustbasis ein relativ flaches Körbchen brauchen, wenn die Brustbasis sehr hoch reicht.





  Höhe der Brustbasis - Gleiches Volumen, unterschiedliche
Volumenverteilung; Oben von links: mehr, gleich viel,
wenig Volumen im oberen Bereich; Unten von links:
Wenig und viel Volumen im oberen Bereich
Höhe der Brustbasis: Hier geht es darum wie hoch das Brustgewebe reicht, bzw. wie groß die vertikale Brustbasis ist. Wenn ich meine Brust anhebe und leicht gegen den Brustkorb drücke, dann fühle ich Brustgewebe bereits kurz unter dem Schlüsselbein. Es entsteht außerdem eine Wölbung nach außen. Ich habe also eine hoch reichende Brustbasis, bzw. mein Brustvolumen ist im oberen Bereich. Bildet sich eine prominente Falte, ist das meiste Volumen wahrscheinlich im unteren Bereich. Brüste mit viel Volumen im oberen Bereich brauchen offene Schnitte. Das heißt Halfcups und Plunges und einige Balconettes funktionieren, Full Cups dagegen schneiden oft ein. Diese funktionieren dafür oft gut an Brüsten mit viel Volumen im unteren Bereich. Eine andere Methode um die vertikale Verteilung des Brustgewebes auszumachen ist es die Form der Brust in Relation zu der Position der Brustwarze zu setzen. Brüste mit großer vertikaler Ausdehnung sind klar tropenförmig. Die Brustwarze befindet sich in der unteren Hälfte des Tropfens.  Brüste die eher schanzenförmig aussehen oder Brüste bei denen die Nippel in der oberen Hälfte sitzen haben mehr Volumen im unteren Bereich. 

Quetschbarkeit des Brustkorbs/Lungenvolumen: Diese beeinflusst maßgeblich das Maß des UBUs. Dickere Frauen haben oft mehr Gewebe am Brustkorb und brauchen daher oft kleinere UBBs (Unterbrustbänder) als ihre Maße vermuten lassen. Sie sind also quetschbar. Muskulöse oder sehr schlanke Frauen haben dagegen oft wenig Gewebe, das sich quetschen lässt. Sie fühlen sich öfters mit UBBs wohler die gleich oder sogar größer als ihr UBU ist. Lungenvolumen spielt häufig ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um das Messen des UBUs geht. Viele Rechner verlangen, dass man ausatmet beim messen. Ausdauersportler aber haben ein weitaus größeres Lungenvolumen als andere Menschen. Wenn so jemand ausatmet und misst wird der Umfang deutlich geringer sein, als bei anderen Menschen. 

Konsistenz des Gewebes: Menschen haben unterschiedliche Verhältnisse von Drüsen- zu Fettgewebe in der Brust. Manche Brüste sind daher fester als andere. Weiche Brüste können stärker komprimiert  werden. Meine weichen Brüste stören mich zum Beispiel gar nicht wenn ich auf dem Bauch schlafe. Weiche Brüste tendieren dazu aus Plunges herauszufließen und verlieren gerne mal den Kampf gegen die Körbchenkonstruktion. Außerdem verändern sich Brüste im Verlauf des Lebens zum Beispiel während und nach der Menopause.  

Empfindlichkeit: Manche Menschen ertragen auf Grund verschiedener Erkrankungen (z.B. Fibromyalgie), wegen einer Operation oder des Alters keine engen Bändern. Anderen dagegen entlockt ein enges Band nur ein müdes Lächeln. 

Persönliche Präferenz: Menschen mögen unterschiedliche Dinge und legen unterschiedliche Maßstäbe an. Manche mögen enge UBBs, manche nicht. Manchen ist Ästhetik wichtiger als Funktionalität, machen nicht. 

Schwanger/Stillend: Hier habe ich selbst keine Erfahrung, aber Brüste verändern sich rasant in der Schwangerschaft und danach. Brüste die zum Stillen genutzt werden, verändern Größe und Konsistenz ja fast stündlich. Einen wunderbaren Text zur Thematik hat Nyad im Busenfreundinnenforum verfasst: Entwicklung der Brust in Schwangerschaft und Stillzeit

Marken/Modelle: Gleichzeitig sollten auch nicht vergessen werden, dass Marken und selbst Modelle der selben Marke unterschiedlich ausfallen. Ich trage in Ewa Michalak zum Beispiel meist 34E (aber auch 32F) in Freyas auch gerne mal 30G.

Das ist eine verkürzte Darstellung und natürlich . Sicherlich könnte mensch zu jeder dieser Variablen noch einen eigenen Blogpost verfassen. Außerdem können die Faktoren natürlich interagieren. 

Habe ich, eurer Meinung nach, irgendetwas vergessen? 

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BH-Passform-Probleme: Orange im Glas - Reloaded

Bei den Busenfreundinnen wurde diese Woche über einen “Klassiker der BHlogie” diskutiert: die Orange im Glas.

Der Begriff stammt aus der polnischen Bra-Fitting-Bewegung und ist ein Bild für ein Passform-Problem, das erst einmal nach einem zu großen Körbchen aussieht: der Stoff wirft Falten, die Brust füllt den BH nicht aus. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, daß der Bügel auf der Brust und nicht daneben verläuft – er ist zu schmal, als daß die Brust überhaupt ins Körbchen hineinkommen könnte. So wie eine Orange, die am Rand eines Glases hängenbleibt. Oder in meinem Fall ausnahmsweise mal eine Avocado.

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OiG heute mal anders: Avocado inna Tasse
Erst wenn der Bügel breit genug ist, um wirklich um die ganze Brust herumzuführen, läßt sich feststellen, ob das Körbchenvolumen hinkommt oder zu groß bzw. evtl. sogar zu klein ist. 
(Siehe dazu auch einen früheren Beitrag von MiaRose: Orange im Glas. Eine super Veranschaulichung dazu findet ihr auch bei der BH-Lounge unter Passformprobleme / 3. Bild.)

Soll heißen, die Orange im Glas beschreibt ein Kompatibilitätsproblem das auf einem zu schmalen Bügel beruht. Im klassischen Fall sieht das etwa so aus:

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Grün = Brustbasis, Gelb = Bügel | Ist ein bißchen spooky geworden...
naja, durch Zeitnähe zu Halloween noch verzeihbar, oder?

Das Grüne soll die Brustbasis sein, also der Bereich auf dem die Brust angewachsen ist. Die gelben Ringe sind die Bügel, die deutlich zu schmal sind um die Brust zu umschließen.

Der Modellfall der “OiG” von dem lange ausgegangen wurde, waren die unpassenden Schnitte im Bereich der ungefitteten A- und B-Cups, beispielsweise bei einer 75A, die zu groß wirkt, obwohl sie eigentlich schon zu klein ist: wegen der zu schmalen Bügel kann das Körbchenvolumen nicht genutzt werden, der BH liegt ein bißchen wie ein Hütchen auf der Brust. Bei einem engeren, ausreichend stützenden Unterbrustband würde jedoch sofort auffallen, daß das Cup noch zu klein ist. Häufig ist eine britische 30D für eine angebliche 75A-Frau die deutlich bessere Wahl. 

Nun kann das Phänomen der zu schmalen Bügel natürlich auch in jedem anderen Größenbereich auftreten; ein ehemals schon oft von Maria genanntes Beispiel sind Brüste, die seitlich nicht deutlich definiert sind sondern eher sanft auslaufen. Vor allem bei dicken Frauen ist es manchmal nicht so klar, wo das Brustgewebe aufhört – gerade da ist es wichtig, daß die Bügel breit genug gewählt werden, sonst wird der Bügel vom Gewebe nach außen gedrückt und piekst in den Arm oder die Achsel. 

Die Erwartungshaltung, ein BH sei zu groß, ist übrigens nichts was nur Frauen mit kleinen Brüsten haben, Stichwort Buchstabenphobie. Der zu probierende BH wird dann oft nur schnell übergestülpt – wirft Falten? Na, dann muß er wohl zu groß sein! 

Nun rutschen größere Brüste aber selten von selbst an Ort und Stelle, häufig muß noch “nachsortiert” werden. Daher ist der scharrende Griff hinter den Bügel und das ordentliche Anheben der Brust wirklich unbedingt notwendig um eine OiG auszuschließen. (Zum richtigen Anziehen siehe bspw. den 7 Punkte Plan)

Neben der klassischen Orange im Glas gibt es jedoch auch noch eine - sagen wir mal -  Unterform, der ich selbst lange keine Beachtung geschenkt habe, obwohl sie mir beim Live-Fitten häufiger begegnet ist.
Angenommen eine Beispielfrau trägt bei Elomi eine 38GG, möchte aber unbedingt einen Panache-BH probieren und versucht eine 38GG im Andorra – Fazit: viel zu klein. Nach mehreren Versuchen wäre man dann bei irgendwas absurdem wie einer 38J angekommen, weil alles andere zu klein war. Die Bügel der 38J sind aber nun so lang, daß sie die arme Beispielfrau förmlich aufspießen. Zusätzlich bleiben die Körbchen unten leer und die Bügel drücken auf den Bauch.

Ein möglicher Grund dafür ist, daß die Brust zwar oben die Bügelbreite braucht, die Bügel selber aber zu tief und U-förmig sind um richtig unter die Brust zu passen. Ich hab das schon mal vor zwei Jahren in einem kurzen Beitrag zu “Warum BHs nach unten rutschen” erwähnt. Mittlerweile – dank mehr Praxiserfahrung – glaube ich, daß das häufiger vorkommt als ich damals gedacht hätte. 

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Bügel ist unten zu schmal für die eher breite Brustbasis.

In diesem Beispiel ist das Körbchenvolumen eher zu groß als zu klein – der unten verschenkte Platz muß ja oben irgendwie ausgeglichen werden. Dh. wenn der BH oben keine Brötchen macht ist das Volumen eigentlich schon zu groß. Gemessen an der klassischen Variante ist das eigentlich schon fast eine umgekehrte Orange im Glas.
Winking smile
Anzeichen dafür ist auch, daß man bei einem passenden Schnitt im Körbchen wieder runtergehen kann. (Beispiel Elomi) 

Leider kann ich in anderen Größenbereichen noch nicht mit Ideen dienen; theoretisch sind Bügel von Bravissimo, Curvy Kate, Fantasie und Freya alle ein bißchen mehr häkchenförmig (“Nike-Swoosh”) als die sehr U-förmigen Panaches/Cleos. Es gibt aber auch viele Fälle, in denen der Wechsel von Panache auf andere Marken auch nichts bringt.  Sobald es da was Neues gibt, werde ich berichten. Bzw. wenn ihr was dazu wißt:immer her mit den Infos!)

Lange Rede, kurzer Sinn: die richtige Bügelbreite und –form ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt beim Brafitting. Zum Thema Bügel gibt es passenderweise auch einen ganz neuen Gastbeitrag bei Lingerie Addict, Bra Wires 101 – A Basic Guide by Lyzzy Beswick.


Wie kommt ihr mit euren BH-Bügeln klar?
Schon mal eine Orange im Glas erlebt?

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BH-Passform: Aber da ist doch noch Luft im Körbchen!

Heute mal ein kurzer (!) Beitrag zur BH-Passform.
Ich konnte schon häufiger beobachten, daß Frauen beim BH-Probieren skeptisch am Träger zupfen und dann, halb erleichtert, halb vorwurfsvoll auf ihre Brust deuten und sagen: Der BH ist zu groß, da ist ja noch Luft!


Um den gewünschten Effekt zu erzielen, muß man sich evtl. etwas vorneüber beugen - daher meine erm, wenig ambitionierte Skizze.

Nun passiert das sehr häufig in Fällen, in denen das Körbchen wirklich nicht zu groß ist, sondern einfach der BH-Schnitt nicht 100%ig mit der Brustform übereinstimmt.

Soweit, so gut, aber heißt das nun, daß der BH nicht paßt?! Jein!

Ein BH ist erst mal Konfektionsware, auch wenn sich um ein gut konstruiertes Modell handelt, das auf einem breiten Größenspektrum wie bspw. von 60D bis 85K angeboten wird. Dem Schnitt liegt dabei ein Konzept davon zugrunde, welche Eigenschaften eine Brust einer gewissen Größe durchschnittlich hat bzw. welche Merkmale eine möglichst gute Kompatibilität, also Anpassung an verschiedene Brüste ermöglichen. Jede Brust ist ja individuell, aber ein BH soll an möglichst vielen Brustformen gut passen.

Für Luft im Oberkörbchen ist vor allem die Größe der Brustbasis ausschlaggebend, also die Fläche, auf der die Brust angewachsen ist. Zur Veranschaulichung ein Bild von Bratabase. Hier wird in erster Linie der Unterschied in der horizontalen Verteilung gezeigt - die eine Brust ist eher breit, die andere eher schmal.

Bild von Bratabase: Wide vs. narrow root
Dazu kommt aber noch die Verteilung nach oben; unter Umständen reicht eine Brust bis kurz unters Schlüsselbein. (Einfach mal Brust anheben und gucken, wo eine Falte entsteht.) Wenn man eine sehr große Brustbasis (oder viel Volumen im oberen Brustbereich hat), tendieren BHs oft zum Einschneiden. Damit das nicht zu schnell passiert, sind viele BHs eher großzügig geschnitten, so daß sie bei einer eher kleinen Brustbasis der BH entweder sehr bedeckend sitzen oder eben am Träger noch ein bißchen Platz ist. Gerade bei unelastischen Schalen-BHs, die sich der Brust gar nicht anpassen (entweder Brust und BH passen optimal zueinander oder die Brust paßt sich der Schale an - nicht umgekehrt), kommt es häufiger zu leeren Stellen.

Solange das Körbchen aber im Obercup noch keine Falten wirft (was, sofern der Bügel ordentlich um die Brust herumreicht, vgl. Orange im Glas, ein Anzeichen für ein zu großes Cup ist), ist ein bißchen Luft am Träger verkraftbar.

Was das Vorneüberbeugen angeht: Eine natürliche Brust bewegt sich - auch mit der Schwerkraft. Daher ist es ganz normal, daß man mit Vorneüberbeugen eine gewisse Leerstelle im Cup erzeugen kann. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Passform ist eine 'normale Haltung', also gerade und nicht überstreckt stehen. Wenn da der Übergang zwischen Brust und BH glatt ist und sich nichts abzeichnet, ist alles in Ordnung.

Generell sollte man sich selbst kritisch beäugen, was die eigene Erwartungshaltung angeht, die häufig den Blick auf die objektive Passform verstellt. Viele Frauen haben z.B. eine irrationale Angst vor den größeren Cup-Buchstaben (Buchstabenphobie) und hoffen daher, daß der anprobierte BH zu groß ist. Ggf. hilft dann, einfach noch mal eine Körbchengröße kleiner anzuziehen um festzustellen, daß die erste Größe doch schon ganz gut war.

Im Zweifelsfall ist es immer eine gute Idee, sich noch einmal eine zweite (möglichst professionelle) Meinung einzuholen. Bspw. in der Galerie der Busenfreundinnen. 

Soviel zum Thema. Ich hoffe, es ist einigermaßen klar geworden, was ich meine. Sonst bitte fragen. :)




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E/D Review: Figleaves Active High-Impact Non-Wired Sports Bra/ Sport-BH

In English after the jump,

Bh, was ist nur mit dir los? Nach weniger als einem Jahr Wischiwaschi-Sport, hast du aufgegeben. Nicht auf Grund eines ausgeleierten UBB oder schweißzersetzten Gummis, nein, weil du komische Verschlusshäckchen hast. Wahrscheinlich könnte man das mit einer kleinen aber starken (???) Zange wieder hinbiegen, also sollte ich mich wohl mal ins örtliche Obi begeben. Ich habe allerdings keine Ahnung was da passiert ist. Ich dachte ja zuerst der arme Bh wäre Opfer des Umgangs den ich so mit meinen Klamotten pflege geworden, allerdings scheint es mir doch ein steter Prozess des Verbiegens gewesen zu sein?
Nunja, folgend die 'richtige' Review:

Verkäuferfigleaves.com

Preis: 29 €

Form: Ich habe tropfenförmige, relativ weiche Brüste, doch das Volumen verteilt sich auf eine größere vertikale Fläche, das heißt wenn ich sie anhebe, bildet sich kein Knick (sollte ich das mal zeichnerisch umsetzen?), sondern das Volumen ist oben. Der Bh macht also bei mir eine relativ natürliche Brustform. Da ich aber nur mal Volumen im oberen Bereich der Brust habe, schränkt der Bh mich da etwas ein. Es tut nicht weh und stört nicht wirklich, aber ich denke er eignet sich besser für Frauen mit Volumen im unteren Brustbereich. Außerdem kommt er meinen Achseln gefährlich nahe, ich denke er ist also auch nichts für Menschen mit zarten Schultern. 

Bounce Faktor: Ich habe in dem Bh hauptsächlich relativ entspannte Sportarten wie Yoga und Pilates gemacht. Aber einige Male musste der Bh sich auch etwas größeren Herausforderungen wie Aerobic und Zirkeltraining stellen. In diesen intensiveren Sportarten, haben sich die Brüste schon etwas verschoben, aber das 'Bouncen' hielt sich noch in Grenzen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie das für Frauen mit etwas größeren Brüsten wäre. Der Bh hat keine Bügel, daher wird der Halt durch Kompression erzeugt. Die 'Monobrust' hält sich allerdings in Grenzen.

Größe: Ich trage den Bh in 32F, obwohl ich eigentlich eine 30FF bin. Nach einem knappen Jahr ist das UBB in ungedehntem Zustand 65cm und in gedehntem 80cm. Wenn ihr zwischen zwei UBB-Größen seit, würde ich definitiv zur größeren raten. Je nachdem wie druckempfindlich ihr seit, würde ich eine ganze Größe raufgehen. Im Körbchen fällt er größengetreu aus, vielleicht ein kleines bisschen kleiner. Der letzte Kritikpunkt sind die Träger. Ich denke der Bh wird Frauen mit hochangesetzten Brüsten, bzw. kleinerer Körpergröße keine Freude machen, da sie die Träger nicht genug kürzen können.

Fazit: Ich kann leider keine Empfehlung geben. Da ich nicht ausschließen kann, dass das 'Häkchenproblem' meine Schuld war fließt das nicht ein. Der Sportbh ist nicht für alle Frauen geeignet. Wenn mensch tief angesetzte Brüste mit Volumen im unteren Bereich und breiteren Schultern hat, könnte der Figleaves Sportbh allerdings ein Hit sein. Der Preis schadet sicherlich auch nicht. 

Kennt ihr den Figleaves Sportbh? Mögt ihr ihn? Welche Alternativen gibt es?






Well, well, well what happened to you? After less than a year of mostly low-impact sport, you died on me. Not because of a stretchy band or sweat-caused fabric decay, no, because of weird hooks. I guess with some little but strong tongs (???) I could remedy that, so a trip to my local hardware store is probably in order. I have no idea, what happened, though. I first suspected the bra could be a victim of my careless packing, washing and storing habits, then again it was more of an ongoing process of bending?

Well, let's do a proper review:

Retailer: figleaves.com

Price: 25 Pound Sterling

Fit/Shape: I have sort of teardrop-shaped boobs, however they are just soft, the volume actually moves upwards the moment they have support. Thus, what you see is pretty much my natural shape just with some uplift. However, as there is volume on top the bra is a little bit constricting. It doesn't hurt or anything but the upper lining digs in a tiny bit. Moreover, it's pretty close to my armpits. I could imagine that women with smaller shoulders might have some issues here.

Bounce Factor: I did mostly pretty relaxed things in the bra, such as Pilates and Yoga but I also took it out doing some pretty intense aerobic classes (*just for the sake of experimentation, of course*). There was some minimal bounce but I felt kept in place. I am not sure, what it would be like for bustier persons, though. There are no wires in the bra, so the stability is achieved by compression. The 'monoboob', however, is not too bad.


Sizing: I am wearing a 32F (despite mostly being a 30FF). The band, after a year of moderate wear, is 65cm unstreched and 80cm streched. If you are between band sizes, I would definitely take the bigger one. Depending on your 'squeezability' I would even go up a whole one. I feel it is pretty true to size in the cup, maybe a smitten smaller. My last issue with the bra are the straps. I don't think they would work for women with high-set boobs or who are below 5'6.

Innenleben/ interior


Overall: I would recommend this bra to women whose volume is in the bottom of their boobs and/ or whose boobs are NOT high-set and whose shoulders are broader or average. I always felt secure in the bra, and it is more affordable than most other sports bras.

Do you know the Figleaves Sports Bra? Do you like? Could you recommend any alternatives?





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E/D Biubiu: T-Shirts

Nachdem ich nach ewigen Suchen nun endlich meinen Kameraakku (*noch im Ladegerät, ich Döskopp*) gefunden habe, gibt es jetzt endlich den versprochenen Beitrag zu meiner Biubiu Bestellung.

Ich habe 4 T-Shirts bestellt. Wahrscheinlich wären Blusen für euch interessanter gewesen? Die folgenden Shirts sind bei mir ins Körbchen gehüpft: Toscana (Azure), Florence, Lagoon (Sapphire ) und ein Porto (Petrol). 
Das Porto und das Lagoon hatte ich in 36B/BB und das Florence und das Toscana in 38 B/BB bestellt. 36 war mir eindeutig zu klein. Allerdings muss ich sagen, dass das laut der Tabelle, ich auch eindeutig eine 38 bin. Meine Maße sind momentan im Bh: 93-73-103. Ich habe mich nicht vermessen und hatte daher nicht so ganz auf dem Schirm, dass mein Taillenumfang bei 73cm liegt.  Selbst im Florence in 38, musste ich feststellen, kann man noch gut erkennen, dass ich momentan nicht besonders straff bin. Daher habe ich auch nur das Toscana behalten. Vielleicht ist es aber auch so, dass ich einfach nicht gewohnt bin, so enge, also passende, Kleidung zu tragen. 
Das Toscana mag ich dafür sehr gerne. Es sitzt am Busen sehr gut und am Bauch lässt es mir genug Freiraum. Durch den Abnäher unter dem Busen sehe ich auch nicht aus, als ob ich versuche eine beginnende Schwangerschaft zu verstecken. Ganz wichtig ist auch das es lang genug ist, denn ich bin 1,74 und fühle mich unwohl wenn mensch beim Recken und Strecken mal ungewollt den Bauch entblößt. Auch die anderen T-Shirts waren lang genug. Der Ausschnitt ist bürotauglich, klar, es ist nicht hochgeschlossen aber man entblößt sich auch nicht. Da war das Fuego in Wickeloptik schon etwas grenzwertiger. 
Die Qualität finde ich für den Preis völlig in Ordnung. Alle Shirts die ich hatte hatten einen sehr hohen Viskoseanteil (>90%) und etwas Spandex. Das erklärt auch das Anschmiegsame, bzw. die Tendenz die Beschaffenheit des Oberkörpers genau abzuzeichnen. Ich finde es schon mal super, dass Kinga auf Polyester verzichtet, wenn jetzt noch einige andere Materialien und Prints hinzukommen, wäre das der Ruin meines Geldbeutels.



After searching for my camera's batteries for what felt like eternity (only to find them in the charger...), here is my other post about BiuBiu. I ordered 4 shirts. I almost feel like a bad blogger, as I am under the impression that people are mostly interested in their dress shirts.
My order included the Toscana (azure), Florence, Lagoon (sapphire) and a Porto (petrol).  The Porto and the Lagoon in 36 B/BB and the Florence and Toscana in 38 B/BB. 36 was much too tight. Admittedly, my current measurements (93-73-103) firmly put me in their 38 category. Well, I should have gotten my measuring tape out before ordering, not afterwards. However, even the Florence felt a little snug. Maybe it's because of the material (clingy jersey) or because I am simply not used to clothes that are tight around the waist, in other words, which fit.
I only kept the Toscana, which I like a lot. It fits around around the bust and leaves enough room for my tummy, without looking like I am hiding something under there. It is also long enough, a big plus as I don't like to give people an involuntary look at my bellybutton and I am quite tall (1.74 m). Actually, every shirt in the order was long enough. Toscana's neckline is modest enough for the office. The Fuego, however, might have been a little revealing.
The quality was fine for the price. All shirts were made of more than 90% rayon/jersey and the rest is spandex. This makes the fabric rather clingy but I like that Kinga doesn't use polyester.
I really like the tailoring of the clothes and hopes that BiuBiu expands further, and adds more designs and fabrics to their line.

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Orange im Glas...


oder auch kleiner 'Alibibrafitting-Auftritt' ;)  with a special appearance by 'Kleine Breitbrust'. 


Manchmal bestellt man einen Bh um später festzustellen, dass der Cup im vorderen Bereich leer bleibt oder Falten schlägt. Bevor man nun entscheidet, huch, der BH war wohl doch zu groß, sollte bedacht werden, dass das Modell auch zu klein oder inkompatibel sein könnte. Wenn der Bh zu klein ist, sind auch oft die Bügel zu schmal und liegen auf dem Brustgewebe auf. Dieses Phänomen wird gerne als 'Orange im Glas' beschrieben, weil die Brust genausowenig ins Körbchen passt, wie eine Orange, die man in ein zu schmales Glas drücken will. 


Möglichkeit zwei ist die sagenumwobene 'kleine' Breitbrust. Viele Frauen haben eine breite Brustbasis. OFT, nicht ausschließlich, ist das der Fall bei relativ gesehen kleineren Brüsten. Das heißt das meiste Volumen befindet sich nicht mittig, sondern verteilt sich auf einer größeren Fläche horizontal auf dem Brustkorb. Manche Bh-Modelle, zum Beispiel der oft als Einsteigermodelle empfohlene Freya Pollyanna haben schmale Bügel. Bei einer Frau mit einer breiten Brustbasis würden bei diesem auch die Bügel auf dem Brustgewebe aufliegen, statt es zu umschließen und vorne im Körbchen wäre Platz, da schmale Bügel meist mit größerer Tiefe des Körbchens einhergehen. Ist das der Fall braucht frau Modelle mit flacheren Körbchen und breiteren Bügeln. 


Na, habe ich nicht eine schöne Terrasse *hust* ?

Comments:

Popinnie:
also ich find die terasse hat was. da fehlt doch nur noch weinranken oder efeu ;)

und danke, heut habe ich zum allerersten mal wirklich verstanden was orange-im-glas wirklich bedeutet (hatte vorher nur so´ne ahnung)
My recent post frauenprobleme
MiaRose:
Bitte!

Ich sollte wohl keine Insiderwitze machen. Ich habe nur erst nach dem Fotografieren gesehen, dass man sehen kann, dass einer meiner Mitbewohner auf unserer Veranda gezündelt hat und habe nicht alles wegschneiden können.

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Knutschende Brüste

Wir bei anderen auch stehen sich meine Mädels ein bisschen zu nahe um einem durchschnittlich breiten Steg noch Platz zu bieten. Ich würde sagen zwischen den Beiden ist etwa 1 cm Abstand, während viele Stege doch mindestens das Doppelte an Breite benötigen, um eng anzuliegen. Geringer, oder auch kein, Abstand zwischen den Brüsten ist ein weit verbreitete physische Gegebenheit, die von der Unterwäsche-Industrie jedoch gerne ignoriert wird. Solange dies ignoriert wird, müssen wir uns eben anders behelfen.

Wenn keine Druckstellen entstehen und der Tragekomfort nicht leidet, hilft es oft schon nach Bhs mit schmalem Stegen Ausschau zu halten. Hier sind die Markerunterforen des Busenfreundinnen-Forums eine wahre Fundgrube. Dort messen fleißige Busenfreundinnen, die Bhs aus und vermerken auch die Stegbreite. Findet man dort das angeschmachtete Modell nicht, hilft es nach Bildern verschiedener Anbieter zu besuchen, da manche Promobilder doch arg gephotoshoppt sind und so einen falschen Eindruck vermitteln. Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass die Stege von Cleo und Ewa Michalak relativ schmal sind.
Einer der am häufigsten gegebenen Tipps ist es Bhs mit Plunge-Schnitt auszuprobieren. Das prominenteste Merkmal dieses Schnittes ist es schließlich einen niedrigen oder kaum vorhandenen Steg zu haben. Für mich war dieser Tipp Gold wert, allerdings habe ich auch mittelgroße und mittelfeste Brüste (~32E). Leider ist der Schnitt aber nicht für alle Frauen geeignet, da er eigentlich auch die Aufgabe hat die Brüste etwas zur Mitte und nach vorne zu bringen. Besonders wenn man weiche Brüste hat, kann es sein, dass diese nach innen rutschen und aus dem Cup ‚herausfließen’. Dann ist man mit dem Schnitt inkompatibel.
Sollte das passieren, gibt es noch eine dritte Möglichkeit, und zwar den Steg selber zu verschmälern. Keine Angst auch ich bin ein Nähtroll und habe das hinbekommen, es ist wirklich einfach. Da mein so ‚gepimptes’ Modell inzwischen das Zeitliche gesegnet hat, war die liebe Fredda aus dem Busenfreundinnen-Forum so freundlich mir ihre Bilder zur Verfügung zu stellen.
Versuchobjekt ist der Freya Keisha. Man legt einfach den Stoff zwischen den Bügeln in einer Falte und dann näht man diese fest. Das Endergebnis sieht dann so aus:

Durch diese Verschmälerung verändert sich auch die Bügelführung, was sich positiv auswirken kann. Man erhält so etwas mehr Körbchentiefe in Stegnähe. Wem der Steg nun immer noch zu breit ist, die kann auch die Bügel übereinanderlegen und das Ganze dann festnähen. Klar, dabei geht Funktionalität über Schönheit aber besser als Druckstellen ist das allemal.

Mögen sich eure Mädels auch ein bisschen zu sehr? Welche schmalstegigen Bh-Modelle würdet ihr empfehlen? Oder seit ihr fleißige Bastler?

Comments:

  • Ich habe das Problem auch (obwohl es ästhetisch gesehen, ja kein Problem ist).
    Die wenigsten Druckstellen habe ich von den Plungemodellen. Wobei bei mir bei extrem niedrigen Stegen auch mal was rauspurzelt. Am liebsten ist mir nach wie vor der Freya Arabella. Allgemein finde ich, dass Freya noch recht schmale Stege baut. Deshalb passen die mir auch einfach am besten.
    My recent post Fundstück
  • Stimmt, den Freya Arabella hatte ich auch mal an, der Steg ist da ja relativ niedrig, aber mit 2,5 cm Breite bei mir schon etwas grenzwertig. Leider ist der Arabella auch nicht mit meiner Brust kompatibel, da ich dafür zu viel Volumen im oberen Bereich habe und dann schneidet er ein.
    Kennst du schon den Freya Lyla, der ist ja schnittgleich mit dem Arabella?

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BHlogie: Der BH rutscht nach unten - mögliche Gründe

Eine grundlegende Regel beim Bra-Fitting ist, daß das Unterbrustband des BHs parallel zum Boden verlaufen und stabil sitzen sollte, da darüber ein Großteil des Halts zustande kommt.

Umgekehrt ist es nämlich der häufigste Fehler bei der BH-Wahl, zu einem zu weiten Band zu greifen. Die Stabilisierung der Brüste erfolgt dann vorwiegend über die Träger, an denen das gesamte Brustgewicht hängt. Das Unterbrustband rutscht hinten hoch und vorne runter, die Brüste werden nicht optimal angehoben und die Träger schneiden ein und verursachen u.U. Nacken- und Rückenschmerzen.
Soweit ist das Rutschen wenig rätselhaft.
Allerdings kommt es auch bei "gefitteten BHs" vor, daß das Band rutscht und dann interessanterweise meistens komplett nach unten, also Richtung Taille; die Bügel liegen dann nicht mehr - wie sie sollten - in der Brustfalte sondern diverse Zentimeter tiefer.

Als mögliche Gründe hierfür konnten identifziert werden:

Das Unterbrustband ist schlichtweg zu eng und sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. (Hier einfach mit Verlängerer testen, ob das Problem mit einem längeren Band gelöst werden kann.)

Die Bügel sind zu tief (u-förmig) bzw zu lang, so daß sie nicht unter die Achsel passen; sie entsprechen also nicht der Form der Brustbasis (dem Bereich auf dem die Brust angewachsen ist). Auch wenn man versucht den BH wieder nach oben zu schieben, rutscht der BH immer wieder nach unten weg. Die Lösung wäre dann, zu BHs mit einer anderen Bügelform zu greifen; die Bügel von Freya und Curvy Kate entsprechen beispielsweise in der Form eher einem Nike-Haken als einem U.

Das Unterbrustband bietet zu wenig Halt/ist zu elastisch und wird vom Gewicht der Brüste nach unten gedrückt.

Hier kommt u.U. ein Faktor ins Spiel, über den ich in den letzten Tagen wieder verstärkt nachgedacht habe und zwar der ★ BH-Schnitt im Verhältnis zur natürlichen Brustform.
Meine Brüste stehen recht eng beieinander (wenig Abstand auf dem Brustbein), sind recht rund und zeigen quasi nach vorne. Viele BHs versuchen allerdings, das Gewebe ein wenig zur Seite zur dücken um so eine größere Stabilisierung zu erreichen. Ich hab mal versucht, das zu veranschaulichen:

Vogelperspektive:
Der tiefste Punkt des BH-Körbchens liegt hier deutlich weiter außen als die tiefste Stelle der Brust. Von vorne betrachtet sieht das dann ungefähr so aus:

Bei einem Plunge hat die abweichende Volumenverteilung zur Folge, daß die Brust aus dem Körbchen raus zur Mitte fällt. Bei einem BH mit höherem Steg kann die Brust aber nicht einfach in ihre natürliche Position zurückrutschen; dadurch ändert sich die Richtung der wirkenden Kräfte und die Brust drückt den BH nach unten, um sich Platz zu machen.

Bisweilen kann hier eine Stegverschmälerung à la Boobius Maximus Abhilfe schaffen. (Link zur Anleitung)
Durch die Änderung der Stegbreite werden die Bügel leicht angekippt und das Volumen des Körbchens wandert in die Mitte. Zu beachten ist allerdings, daß die Bügelbreite ausreichend sein muß, der Steg dadurch höher auf den Brustkorb reicht, bisweilen Körbchenstabilität verloren gehen kann und das Unterbrustband verkürzt wird.

Habt ihr noch weitere Theorien zu rutschenden Unterbrustbändern?


Link zu den Busenfreundinnen: Problem: Der BH rutscht

Kommentare nach dem Jump.


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Muß der BH-Mittelteil (Steg) 100%ig anliegen?

Kürzlich tauchte die Frage  

Muß der BH-Mittelteil (Steg) 100%ig anliegen? 
in den Statistiken unter den Suchbegriffen auf, mit denen Personen hier auf dem Blog gelandet sind. Weil es sich dabei auch um eine wichtige Brafittingfrage handelt, widme ich ihr heute mal einen Beitrag in der Rubrik Fragen & Antworten.  

Für mich war die Erkenntnis, daß ein BH-Steg auch bei meinen (großen) Brüsten fest auf dem Brustkorb anliegen kann, eins der großen AHA!-Momente und ich habe ähnliches auch schon bei Verkäuferinnen erlebt, die zuerst mit *dem* Totschlag-Argument schlechthin kamen: "Das gehört so." 
Ab einer gewissen Brustgröße gilt es scheinbar als völlig normal, daß der BH-Mittelteil frei vor den Brüsten herumschwebt und zwischen Brustkorb und Steg eine Lücke von mehreren Zentimentern ist. Der Grund ist natürlich recht simpel: Die Körbchen sind einfach nicht tief genug, als daß die ganze Brust darin Platz hätte.
Das muß nicht zwangsläufig mit der Größe zu tun haben - es kann auch sein, daß der BH für die Brustform einfach ungeeignet ist. 

Um die Ursache festzustellen ist es wichtig, die Bügelbreite zu prüfen:
  • Umschließt der Bügel die Brust perfekt, ist das Körbchen zu flach.
  • Ist der Bügel viel zu schmal, ist die Körbchengröße zu klein gewählt.
  • Ist der Bügel viel zu breit, ist es möglich, daß die tiefste Stelle im Cup zu weit außen liegt (evtl. den BH einfach mal mit Verlängerer probieren und sehen, ob sich die Passform dadurch verbessert) oder daß die Körbchen zu flach sind.
Hier als Beispiel ein deutlich zu kleines Körbchen:
Bildquelle: Victorias Secret - Bombshell Bra
Warum ist es überhaupt wichtig, daß der BH-Steg anliegt?
Ein guter BH ist so konstruiert, daß sich das Brustgewicht über das Unterbrustband um den Körper verteilt und möglichst wenig Gewicht an den BH-Trägern hängt. Damit das optimal funktioniert, sollten die Brüste die Körbchen gut ausfüllen; d.h. die Bügel müssen die ganze Brust (von allen Seiten!) umschließen und durch ihr Volumen den Körbchenstoff angespannt wird. Dadurch kommt ein signifikanter Teil des Halts eines BHs zustande. 
Die Brüste werden aber nicht nur gehalten, sondern auch von umliegender Haut getrennt, so daß man weniger schwitzt, Haut nicht auf Haut reibt, sich keine Entzündungen in der Brustfalte bilden können etc.
Auf dem Brustgewebe aufliegende, drückende Bügel wiederum können ein Gesundheitsrisiko darstellen und beispielsweise die Bildung von Knoten und Verhärtungen begünstigen oder im Falle einer stillenden Mutter zu Milchstaus führen.

Ob der Steg anliegt ist letztlich eine Frage des richtigen Schnitts und der richtigen Größe, also bitte laßt euch nicht weismachen, daß das so gehört.

Nun aber doch noch ein paar Worte zu den 100%. 
Zugegeben, nicht jeder Steg liegt hundertprozentig an - es gibt ja immer anatomische Faktoren die mit zu berücksichtigen sind. Oft passen Stege aufgrund ihrer Breite nicht zwischen sehr eng zusammenstehende Brüste - die Bügel klappen sich dann übereinander und liegen auch nicht mehr bombenfest auf dem Brustkorb.
Ein anderer Faktor sind die individuelle Formung der Rippenbögen und die Stelle an der die Brüste angewachsen sind; dadurch kann es sein, daß der Steg oben anliegt, man aber unten noch einen Finger zwischen Band und Brust stecken kann.
Das alles ist von Frau zu Frau unterschiedlich und läßt sich erst feststellen, wenn man einen BH in einer gut passenden Größe gefunden hat.





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Zum Verhältnis von Unterbrustumfang und Unterbrustband.

Oder: Welches Unterbrustband nehme ich bei einem Unterbrustumfang von 83cm?

Ich habe mich ja bereits in dem Einsteiger-Beitrag Wie finde ich die richtige BH-Größe? ein bißchen darüber ausgelassen, daß die Empfehlungen, wie sie von den einschlägigen Konfektionsgrößentabellen vorgegeben werden, nicht besonders sinnvoll sind. 
Bei einem Unterbrustumfang von 83cm nach üblicher Meßmethode (Maßband liegt auf der Haut auf, sollte den Körper aber fest umschließen) wird ja dazu geraten auf ein 85er Band aufzurunden und man fühlt sich schon richtiggehend revolutionär, wenn man das nicht tut und einfach eine 80er-Größe trägt. ;)

Im englischsprachigen Raum geht man sogar noch weiter! Man mißt den Unterbrustumfang in Inches (1 Inch = 2.54cm) und addiert dann 4 dazu, um auf die Unterbrustbandgröße zu kommen. 
Messe ich also 83cm Unterbrustumfang, wären das 32.68 Inches, gerundet also 33. Plus 4 macht 37. Damit liege ich zwischen einem 36er und einem 38er Band, den Entsprechungen für 80 und 85 im europäischen System.

Dieser Vermittlungsschritt macht extra stutzig und eine Frage taucht auf, die man sich bei der deutschen/europäischen Methode gar nicht stellt: Wieso sollte zur gemessenen Unterbrustweite noch etwas dazugegeben werden?! Wieso nicht einfach mit dem gemessenen Wert losziehen und ausprobieren?

Es gibt natürlich historische Gründe, was es mit diesem "4 addieren" auf sich hat. Immerhin besteht noch ein Zusammenhang damit, wie man die Körbchengröße errechnet. Da wir uns aber im Hier und Jetzt des 21. Jahrhunderts befinden, hat die Frage aber durchaus - mal so völlig geschichtslos betrachtet - ihre Berechtigung.

Aufgrund veränderter Materialien ist es bei der BH-Produktion zu einem recht dramatischen Vanity-Sizing gekommen. Das Unterbrustband umschließt ja nicht einfach nur den Brustkorb wie das Maßband, es paßt sich dem Körper an, dehnt sich aus... Man muß nur mal ein Maßband und einen beliebigen BH zur Hand nehmen und nachmessen, auf welche Länge man das Band mit nur wenig Kraft ziehen kann. Das Ergebnis ist häufig einigermaßen schockierend.

Hier z.B. habe ich mal einen selten getragenen Freya Arabella in der Farbe Cassis und der Größe 34GG im Ruhezustand vermessen:

Das Unterbrustband mißt so etwa 73cm. Ich kann es aber ohne größere Kraftanstrengung auf ganze 95cm ausdehnen!
Nun gehört der Arabella generell (und diese Farbe besonders) auch zu den als sehr elastisch bekannten BH-Modellen. Trotzdem finde ich die Meßwerte ehrlich gesagt ganz schön schräg: UK-34 entspricht ja einem EU-Band von 75. Das sind schon zwei Größen weniger als die "Tabellengröße" 85.

Das Unterbrustband des BHs soll den Hauptteil des Brustgewichtes tragen, man spricht von ca. 80%. Damit diese Funktion gewährleistet werden kann, muß es natürlich fest und stabil sitzen und darf nicht nach oben oder unten wegrutschen. Selbstverständlich sollte es auch nicht zu eng sein - aber eben eng genug.
(Bei festeren, stabileren BH-Modellen ist ein Unterbrustband 34/75 übrigens eine ganz gute Wahl für mich.)
Die Regel mit dem 10-Zentimeter abziehen läßt sich natürlich nicht verallgemeinern. Relevant ist ja auch, wie viel Speck/Muskeln ihr auf den Rippen habt oder wie die BH-Modelle konzipiert sind. Die Busenfreundinnen bitten daher darum, zusätzlich zum herkömmlichen Meßwert eine Vergleichsmessung mit maximal angespanntem Maßband (bis zum Zerreißen!) und leeren Lungen durchzuführen um die "Drückbarkeit" des Oberkörpers zu ermitteln. Trotz dieser verfeinerten Abfrage, gilt aber immer die die oberste Brafitting-Regel:  

Probieren, probieren, probieren!

Wichtigster Aspekt des Brafittings ist, selbst zu lernen, was einem am besten paßt und worin man sich wohlfühlt. Also ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. In diesem Sinn möchte ich zu ein wenig Experimentierfreude aufrufen:
Traut euch ruhig mal, ein engeres Unterbrustband auszuprobieren und prüft, ob der BH dadurch stabiler sitzt und besser stützt. Wichtig ist dabei nur, unbedingt darauf zu achten, daß auch die Körbchengröße optimal paßt: Zu kleine Körbchen lassen das Unterbrustband zu eng, zu große zu weit erscheinen!
Pro Unterbrustbandgröße muß mindestens ein Körbchen geändert werden, also z.B. 80A > 75B > 70C.
Oft fällt erst bei einem engeren Unterbrustband auf, daß die ursprüngliche Körbchengröße gar nicht richtig ist.

Ich freue mich wie immer über Ergänzungen, Kommentare, Nachfragen oder Anregungen. :)

Weiterführende Texte:
Busenfreundinnen: Wie eng soll das Unterbrustband gewählt werden?
Busts4Justice: Bra fitting - why are companies still 'adding 4'?

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Brötchen oder nicht Brötchen. Über schwankende Brustgröße...

Für alle, die mit dem Busenfreundinnenvokabular nicht so vertraut sind: Als Brötchen wird gemeinhin das aus dem Körbchen quellende Brustgewebe bezeichnet, also der Teil, der sich über den Cuprand wölbt und unschön unterm T-Shirt abzeichnet. Mit dem hochrutschenden (weil zu weiten) Unterbrustband gehört das Brötchen zu den beliebtesten Paßformproblemen.
Ursprünglich geht der Begriff übrigens auf eine Formulierung der polnischen Brafitting-Bewegung zurück, die von den Gründerinnen des Forums busenfreundinnen.net einfach übersetzt worden ist. Von Übertragungen in einzelne Dialekte (Semmeln, Schrippen, Weckle etc.) ist mir bisher aber nichts bekannt. ;)

Bildquelle
Nun gilt das Brötchen als typisches Problem, das man mit ungefitteten BHs hat, die oft im Körbchen schlichtweg zu klein gewählt werden. Die Brust bleibt nicht wo sie soll und rutscht aus dem Cup, so daß man sich gezwungen sieht, seine Brüste nach zu großen Bewegungen ständig neu zu sortieren. Mit der Anschaffung gefitteter, also angepaßter BHs soll dem Brötchen der Garaus gemacht werden.

Leider kann es sein, daß der Sieg über das Brötchen nur ein vorläufiger ist und es *schwupps* eines schönen Tages plötzlich wieder da ist.

Die Rückkehr des Brötchens - mögliche Gründe:

Trägt man erst seit relativ kurzer Zeit passende BHs kann es sein, daß es zur sog. Brustmigration (ein weiterer Brafitting-Fachbegriff) gekommen ist. D.h. Brustgewebe, das bisher im Körbchen keinen Platz hatte und vom zu kleinen BH z.B. unter die Achseln gedrängt worden war, hat sich neu sortiert und ist zurückgewandert.
(Für alle, die jetzt kritisch die Spockaugenbraue hochziehen: Es gibt immer wieder Diskussion darüber, ob es sich bei der Brustmigration um einen empirisch belegbaren Vorgang oder einen Mythos handelt. Die Berichte von erfahrenen Real-Life-Brafitterinnen wie auch von neu gefitteten Frauen sprechen aber dafür, daß an der Geschichte was dran ist.)

Häufig unterliegt die Brustgröße auch einfach zyklusbedingten Schwankungen, d.h. sie erreicht während der Menstruation ihre kleinste Dichte und schwillt dann nach dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte auf ihre Maximalgröße an; oftmals beginnen sie dann auch zu schmerzen und zu spannen. Vielen Frauen fällt der Größenunterschied allerdings erst auf, wenn sie anfangen, passende BHs zu tragen. (Ebenso wie bspw. die Tatsache, daß ihre Brüste nicht exakt gleich groß sind.)
Je nachdem, wie groß der zyklusbedingte Größenunterschied ist, kann man dem Problem beikommen, indem man die Träger reguliert (längere Träger geben etwas mehr Platz im Körbchen frei als kürzere) oder indem man sich BHs in zwei Größen zulegt.

Gewichtsänderungen schlagen sich auch oft direkt in der Brustgröße nieder. Schon ein paar Kilo mehr oder weniger können eine Cupgröße ausmachen, besonders dann natürlich, wenn man sich sowieso schon an der oberen oder unteren Grenze der Größe bewegt(e).
Das ist nun bei mir der Anlaß meines heutigen Postings - als ich vor ein paar Wochen mein Bikinioberteil (bereits erwähnt in Schwitzen im Sommer - was tun?) aus der Schublade zog und mal wieder anprobierte, mußte ich zu meinem großen Entsetzen feststellen, daß es ganz formidable Brötchen zauberte. Irgendwann über den Winter mußte es mir zu klein geworden sein! Angesichts meines Plans, es vor allem als BH-Ersatz an heißen Tagen zu tragen, war ich natürlich extrem unerfreut. Als ich es aber vor wenigen Tagen noch mal versuchte, saß es plötzlich wieder wie angegossen. Noch mal Glück gehabt, wa?

Last but not least kann eine Änderung in der Brustgröße natürlich auch gesundheitliche Gründe haben. Wie lulamae ja bereits in ihrem Beitrag Eine persönliche Bitte geschrieben hat, ist es daher extrem wichtig, ein Auge darauf zu haben, ob die Brust sich verändert und - neben den obligatorischen Untersuchungen bei dem/der Gynäkologen/in - regelmäßig selbst zu tasten, ob alles ok ist!
(Wer gute Anleitungen dazu im Netz kennt oder entsprechende Tips hat - immer her damit!)

Wie ist das bei euch - stellt ihr im Lauf eures Zyklus Veränderungen in eurer Brustgröße fest? Oder war euch ein BH plötzlich - ohne ersichtlichen Grund - zu klein oder zu groß?
.
EDIT | 12. September 2011:
Ein Beitrag bei den Busenfreundinnen hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, daß ich einen ganz banalen Grund für Brötchen vergessen habe - es kann auch sein, daß ein BH frisch angezogen paßt, nach einer Weile aber nach unten rutscht. Dadurch geht oben im Körbchen Volumen verloren - Brötchen entstehen.
Testen kann man das ganz einfach darüber, daß man die Bügel nach oben in die Brustfalte schiebt.
Falls der BH partout nicht bleibt wo er soll, geht die Fehlersuche los.
Mögliche Gründe ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Der BH ist zu weit. Das Unterbrustband rutscht hinten hoch und vorne herunter.
Lösung: BH mit engerem Unterbrustband wählen.
Der BH ist zu eng. Das Unterbrustband sucht sich den Weg des geringsten Widerstands und rutscht in Taillenrichtung ab. Lösung: Erst mal mit Verlängerer austesten, ob es daran liegt. Beim nächsten Mal ggf. einen BH mit weiterem Unterbrustband kaufen.
Die Konstruktion ist für die Brustgröße nicht geeignet - große und schwere Brüste können einen BH nach unten drücken. Lösung: Sich von dem spezifischen Modell verabschieden und nicht traurig sein - es gibt noch sooo viele andere schöne BHs.
Der BH ist für jemanden mit einer größeren oder breiteren Brustbasis konzipiert. (Brustbasis = Fläche auf der die Brust angewachsen ist.) Die Bügel sind dadurch zu lang, reichen zu tief (Richtung Bauchnabel) und die Konstruktion rutscht immer wieder nach unten. Lösung: Siehe letzten Punkt.

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