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Link-Tip: der BH-Lounge Blog, heute "Schwestermodelle"

Ihr könnt euch vielleicht an das Interview erinnern, das MiaRose Ende letzten Jahres mit Anne-Luise geführt hat? (Falls nicht, hier noch mal zum Nachlesen: BH-Lounge Teil 1 + Teil 2) - Anne-Luise hat sich vor einem Jahr als Bra Fitterin in Hannover selbstständig gemacht, ihr Projekt heißt die "BH Lounge" . Seit September schreibt sie auch einen Blog, den ihr unter


findet und auch direkt über Blog Lovin' abonnieren könnt.

Nun gibt es extrem wenige Frauen, die sowohl über praktische Erfahrung im Live-Fitten als auch den theoretischen Hintergrund der Busenfreundinnen verfügen - und schon deswegen möchte ich euch den Blog sehr ans Herz legen. Wir auf drüber&drunter haben eine sehr ähnliche Herangehensweise ans Thema und wir freuen uns sehr, daß wir nun noch eine neue Perspektive in der deutschen Blogosphere begrüßen dürfen. (An der Stelle auch noch mal ein Hinweis an die anderen beiden Bra Fitting Blogs, denocte's Kurvendiskussionen und BraBerliner's Gynäkomastie-Blog)

Apropos familiäre Beziehungen:
Der neueste Beitrag auf dem BH Lounge-Blog ist eine Erklärung der Begrifflichkeit Schwestermodelle, die in der Kategorie BH Lexikon gepostet worden ist. Ich gehe daher mal davon aus, daß das eine Reihe wird. Yey! :)

Ganz im Ernst, das ist wirklich total hilfreich. Gerade wenn man sich nur in der Online-Community herumtreibt, verliert man oft den Bezug dazu, wieviel eine Frau, die sich noch nie damit beschäftigt hat, über das Thema BH-Anpassung weiß, nämlich meistens nicht sehr viel. Nun ist nicht nur das Thema an sich schon ziemlich komplex, häufig werden Infos dazu auch so vorgetragen, daß man erst mal nur Bahnhof versteht: Brötchen? Orange im Glas? Buchstabenphobie? WHAT?!!

Im Lauf der Zeit, mit fortschreitender Theoretisierung und Analyse von Bra Fitting und Passform, haben sich bei den Busenfreundinnen immer mehr Fachbegriffe etabliert, die für den Laien z.T. völlig unverständlich sind. Regelmäßig festzuhalten, was nun was bedeutet ist aber nicht nur für eine Außenstehende wichtig, die sich zum ersten Mal mit BH-Passform und richtiger Größe beschäftigt, sondern auch zur Selbstvergewisserung notwendig: nur so kann man überprüfen ob Theorie und Praxis überhaupt noch übereinstimmen oder man theoretische Versatzstücke mit sich herumschleppt, die praktisch längst widerlegt wurden. (In eigener Sache: auch wir haben in letzter Zeit wieder ein bißchen an unserem Glossar gebastelt.)

Aber ich drifte schon wieder ab. Noch eine weiter Anmerkung zum Thema "Basiswissen":
Im Oktober hat Anne-Luise schon eine kleine Reihe zum "Pink October" veröffentlicht, zu dem auch ein Beitrag zum Brust-Abtasten gehört, den ich euch wärmstens empfehlen möchte: Brustkrebsvorsorge auf dem Sofa – eine Anleitung

Habt ihr auch manchmal Probleme mit dem BF-Vokabular?
(Fragen sind übrigens jederzeit willkommen... :))

http://blog.bhlounge.de
BH Lounge - Endlich passende BHs
Brafitting und Passformberatung in Hannover
Website: http://www.bhlounge.de
Blog: http://blog.bhlounge.de
Twitter: http://twitter.com/bh_lounge

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T-Shirt-BHs in großen Körbchen: eine Einführung

Ich bin ja - vielleicht wegen meiner beigen-Brustpanzer-Phobie - eine große Anhängerin von schwarzer oder roter oder lilaner Spitze. Kürzlich mußte ich allerdings feststellen, daß ich damit, völlig entgegen meiner Erwartungen, gar nicht im Trend liege. Wenn in deutschen Wäscheläden etwas nachgefragt ist, dann einfache Alltags-BHs, die unter der Kleidung quasi unsichtbar sind, am besten in weiß oder beige. Schön rund und nach vorne sollten sie formen und Spitze oder Nähte, die sich durch ein Oberteil durchdrücken sind tabu. Kurz: die Lieblinge der durchschnittlichen Kundin sind ganz zweckmäßig die sogenannten T-Shirt-BHs.

Kurz zum Terminus:
Als T-Shirt-BHs werden allgemein BHs bezeichnet, die völlig glatt sind und sich dadurch nicht durch ein dünnes Shirt abzeichen. Meist sind damit BHs mit nahtlosen, thermisch vorgeformten (gemoldeten oder gemouldedeten) Cups gemeint. Davon gibt es, grob gesagt drei Kategorien:
  • Körbchen aus einfachem Stoff, also ungepolstert.
    Diese BHs unterscheiden sich von normalen Bügel-BHs dadurch, daß die Cups nicht aus mehreren Stücken zusammengenäht sind. Der Stoff kann einfach sein oder auch doppelt gelegt. Von der Passform her ist ein einfacher gemouldeter BH relativ unproblematisch. (Also auch nicht problematischer als ein BH mit Nähten.)
    Beispiele: Anita Rosa Faia Twin, Fantasie  Esme oder der Elomi Smoothing Seamfree Bra
anita rosa faia twin
Anita Rosa Faia Twin
(Bildquelle: Anita)

  • Körbchen aus leichtem Schaumstoff (Softschale)
    Die Dicke des Schaumstoffs kann variieren, insgesamt sind die Cups noch relativ weich und lassen sich z.B. zusammendrücken. Dadurch passen sie sich - je nach Schnitt unterschiedlich gut - etwas an die individuelle Brustform an.
    Beispiele: Panache Porcelain T-Shirt-BH, Fantasie Rebecca, Freya Deco Plunge, Elomi Hermione
REBECCA-PURPLE-UNDERWIRED-MOULDED-BRA
Fantasie Rebecca Moulded Bra,
Saisonfarbe, ab August erhältlich
(Bildquelle: Fantasie)

  • Körbchen aus festem Schaum (Hartschale)
    Hier bildet der Schaumstoff eine feste, unnachgiebige Schicht, wie eine Form in die sich die Brust einpassen muß. Diese BHs geben auch bei eher weichen Brüsten guten Halt, allerdings ist die Anpassung an feste Brüste deutlich schwieriger. (Entweder es paßt halt, oder es paßt halt nicht. ;-))
    Beispiele: Fantasie Ava, Fantasie Rhiannon, Fantasie Smoothing T-Shirt Bra
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Fantasie Ava Moulded Plunge Bra
(Bildquelle: Fantasie)
Da es schwierig ist, in großen Cupgrößen vorgeformte Körbchen zu produzieren, werden auch manchmal BHs aus glatten Stoffen (ohne Spitze und Stickerei) wie der Panache Tango Classic oder gepaddete BHs wie der Curvy Kate Daily Boost als T-Shirt-BHs geführt.

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Curvy Kate Daily Boost
(Bildquelle: Curvy Kate)

Neben der nicht vorhandenen Spitze oder Nähte, die sich durch ein dünnes Oberteil abzeichnen oder – auch ein häufig genannter Grund für die Präferenz – kratzen könnten, ist oft das Padding (also, daß der BH leicht gefüttert ist) ein wichtiger Aspekt für Frauen bei der BH-Wahl: evtl. sichtbare Brustwarzen sollen so “versteckt” werden.
Neben der glatten Körbchenoberfläche ist auch die Farbe noch ein Entscheidungskriterium – Beige- und Brauntöne die dem eigenen Hautton ähnlich sind, lassen sich durch weiße Blusen nicht erkennen. (Zur Debatte um die Bezeichnung “nude” vgl. Hautfarbe = Hautfarben [Plural] - oder die Problematik des passenden "Nude"-BHs) Ein nicht ganz so bekannter Trick ist, auf Rot- und Pink-Töne zurückzugreifen, die unter weiß – im Gegensatz zu weißen BHs – ebenfalls so gut wie unsichtbar sind.

Angebot und Nachfrage

Die in den Wäschegeschäften Deutschlands wesentlich häufiger vertretenen “kontinentalen” Marken, also klassischerweise Anita, Triumph, die Linien der VandeVelde-Gruppe (Prima Donna, Marie Jo) und die sog. “Franzosen” (Chantelle/Passionata, Lise Charmel, Aubade, Simone Péréle usw.) treffen üblicherweise die Nachfrage sehr viel genauer als die britischen Marken, die in der deutschen (und internationalen) Bra Fitting Community wegen ihres breiteren Größenspektrums und der vergleichsweise günstigen Preise deutlich beliebter sind: neben den ganz einfachen Standardmodellen gibt es auch solche mit verstellbaren Trägern (Multiway), Verzierungen oder Spitze an Trägern und/oder Unterbrustband sowie in vielen verschiedenen Farben.

Die meisten brititschen Marken sind ihrem Design… naja, nennen wir es mal: kulturell-ästhetisch relativ inkompatibel mit dem deutschen Durchschnittsgeschmack. Während Panache im Bereich T-Shirt-BHs nur den für große Brüste wegen seiner sehr langen und auf den Rippen tief reichenden Bügeln schwierig anzupassenden Porcelain Bra und den irgendwie unterrepräsentierten Tango Classic im Angebot hat,  scheint Eveden die Angebotslücke besser erkannt zu haben und setzt mit Bestsellern wie dem Freya Deco Plunge (und seinen Geschwistermodellen), den Hartschalen-BHs von Fantasie oder auch den Neulingen Fantasie Esme und Rebecca auf solide Basics. Allerdings ist hier auch bei GG (Deco, Rebecca) bzw. H (Esme, Smoothing T-Shirt Bra) Schluß* – wer größere Brüste hat, hat keine T-Shirt-BH-Option mehr. :(

Bzw. hatte bisher keine, denn - und das sind doch mal gute Nachrichten - Curvy Kate hat vor kurzem ein neues, auf dem Schnitt des Princess, beruhendes Modell herausgebracht, den bis K-Cup erhältlichen Daily Boost. Zwar soll er klein ausfallen, aber immerhin: auch ein kleines JJ-Cup ist schon ein großer Schritt für Frauen, die dringend einen T-Shirt-BH suchen!
Auch im üblichen Showgirl-Größenspektrum (28-30J, 32HH, 34H, 36GG...) rüstet Curvy Kate nach und bringt im Sommer den Smoothie und im Winter den Desire Multiway Plunge Bra auf den Markt.

Die britischen Big Cup-Hersteller reagieren also langsam mit ihrem Angebot auf die internationale** Nachfrage und es steht zu hoffen, daß ihre Designs in ein paar Jahren mit den in Deutschland etablierten Marken des mittleren Größenbereichs mithalten können.

Und jetzt die obligatorische Frage an euch, verehrte Leserinnen: 

Was haltet ihr von T-Shirt-BHs? 
Findet ihr sie essentiell oder überschätzt? 
Wenn ihr welche tragt, was sind eure Lieblinge?

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*Anzumerken wäre, daß die BHs von Fantasie sehr groß ausfallen, ein Esme H-Körbchen ist bspw. schon sehr reichlich, ein G bei einem Ava, ein GG-Körbchen bei einem Rebecca oder ein H bei einem Smoothing sind locker ein Cup größer als Modelle bei Freya oder Panache BHs. Groß fallen auch der Deco Plunge aus (angeblich) und der Deco Strapless. (Kann ich bestätigen, mir paßt 34GG obwohl ich sonst 32HH/J trage.)

** Soweit ich das überblicken kann, gibt es in den USA ähnliche Vorstellungen von perfekten BH.

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