Schwitzen im Sommer - was tun?

Sommer ist großartig! Ich liebe diese Jahreszeit. Draußen sein, kühle Schirmchendrinks oder heißen Minztee schlürfen, Erdbeeren und anderes sexy Obst futtern, Sonne tanken für den Winter und die Füße ins Wasser halten. Gelegentlich kann ich sogar dem Gefühl von Schweiß, der über den Rücken läuft, etwas abgewinnen.

Was ich allerdings total unangenehm finde, ist an und zwischen den Brüsten zu schwitzen. Brrr. Klebrig.

Daher jetzt mal ein kurzes Brainstorming, was man dagegen machen könnte...

Katrin von den Reizenden Rundungen hat kürzlich auf den "Bra Liner" aufmerksam gemacht. *rüberwink*
Das ist ein Stück Baumwolle, das mal als Schweißfänger in den BH legen kann. Wie das funktionieren soll, wird hier im Video gezeigt:



Das gute Stück gibt es zum Probierpreis von 5.50€ inkl. Shipping auf Ebay, sonst deutlich teurer in europäischen Online-Shops, man kann es aber wohl auch leicht selbst nachnähen, wenn man da begabt ist. 
Angesichts Szene im Video, in dem gezeigt wird, wie man das Stück trägt (sorry, aber der BH ist einfach deutlich zu weit im Unterbrustband!), muß man natürlich gleich skeptisch sein, ob diese Lösung nicht einfach nur die Probleme von unpassenden BHs wegmogeln soll. Ein gut sitzender BH rutscht nicht, die Brust liegt im Körbchenstoff, nicht auf Haut etc. pp.
Da man ja aber trotzdem noch schwitzt, kann man es mit den Dingern vielleicht im Kunststoff-BH leichter aushalten?
Falls jemand von euch schon Erfahrungsberichte hat, immer her damit! :)

Nächste Idee: BH mit hohem Baumwoll-Anteil oder aus atmungsaktiven Microfasern tragen.
Ein Blick auf die Stoffzusammensetzung kann sich auszahlen: Es werden auch im größeren Cupbereich mittlerweile einige Modelle mit hohem Baumwoll-Anteil angeboten, beispielweise von Gorgeous by Debenhams, Figleaves oder Bravissimo. Eine kleine Sammlung von Baumwoll-BHs findet ihr bei den Busenfreundinnen.

Meine Lösung: Bikinioberteile statt BHs tragen!

Aus unerfindlichen Gründen sind Bikinitops luftiger als BHs. Zumindest empfinde ich das so. Ein stabiles Modell mit Bügeln kann einem den normalen BH glatt ersetzen. Ich schwöre auf meinen Freya Supernova Bikini! Ich trage ihn in 36G statt der sonst üblichen 34H (bei Panache/Cleo-BHs) und obwohl mir sonst BHs von Freya wirklich gar nicht passen, sitzt der Supernova perfekt.
Das Schnittmodell gibt es schon länger und zwar z.B. unter den Bezeichnungen Martini, Vodka/Vodkatini und Magic (aktuell).


Bildquelle: Freya

EDIT | 10.07.2011: 
Da sich das Thema einiger Beliebtheit erfreut, ein kleiner Nachtrag. Auf einem englischsprachigen Blog habe ich noch ein paar Tips gefunden:  
- Tops mit integriertem BH Bravissimo bietet sog. Strappy Tops an, also Tops mit integriertem BH, ein wenig nach dem Schema eines Tankinis. Laut Sophia Jenner sind diese etwas luftiger als ein normaler BH. (Ich hab da noch keine Erfahrung, weil mir der Sinn bisher nicht aufgegangen ist und ich die Modelle, die man online kaufen kann nicht so überzeugend fand.)  
- Trägerlose BHs Strapless Bras sind zwar meist eher panzerig, der Effekt, freie Schultern zu haben kann aber entspannend und befreiend wirken.  
- Kühlende Bodylotion Sophia empfiehlt außerdem die Verwendung einer leichten, kühlenden Bodylotion um die Reibung des BHs zu reduzieren. 
Den Beitrag von Sophia Jenner über "Hot Weather and Big Bras" findet ihr auf ihrem Blog. 
 
Worüber außerdem bei den Busenfreundinnen diskutiert wurde, ist das Tragen eines Sport-BHs, da die verwendeten Stoffe Schweiß besser abtransportieren. Empfehlenswert sind hier dann vor allem BHs mit Körbchen, die die Brüste trennen, z.B. von Freya Active - im Gegensatz zu Crop Tops, bei denen der Halt darüber zustande kommt, daß sie die Brüste an den Brustkorb pressen. 
Falls euch weitere Tips und Tricks einfallen, hängt sie doch einfach als Kommentar an. :)  

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Pride and Prejudice

In einer großen Stadt zu wohnen hat seine schönen Seiten; manchmal - besonders an Tagen wie heute - weckt es aber auch die Misanthropin in mir. Oder sagen wir die Misandrie, den Männerhass. Denn heute ist, oder fast schon war, Christi Himmelfahrt.
Jetzt, da es langsam dunkel wird, ist endlich wieder ein Tag der gröhlenden, besoffenen Männerhorden überstanden. Die meisten Typen sind hoffentlich mittlerweile aus den Latschen gekippt und ich wünsche ihnen von Herzen, daß ihnen morgen speiübel ist und ihnen der Kopf ganz anständig brummt, denn Dummheit sollte weh tun.

Berlin Alexanderplatz (Bildquelle)
Zur Erklärung für alle, die in Gegenden wohnen, die dankenswerterweise von diesem Spuk verschont bleiben: Christi Himmelfahrt wird nicht nur als Vater- sondern in gewissen Regionen (z.B. hier) als Männer- oder Herren-Tag gefeiert, was bedeutet, daß die dümmsten Exemplare der Gattung Mann in Gruppen die Gegend unsicher machen und sich so peinlich und unangenehm benehmen wie nur irgend möglich. Volltrunken und natürlich ordentlich aggressiv wie es sich für einen richtigen Kerl gehört. Diese Zelebrierung steinzeitlicher Männlichkeit sorgt bei vernünftigen ZeitgenossInnen im wohlwollendsten Fall für Kopfschütteln. Manche bewegt es gar dazu, an dem Tag keinen Fuß vor die Tür zu setzen, um so dem gruseligen Schauspiel zu entgehen...

Leider reicht das häufig nicht, denn selbst auf meinem Balkon beschlich mich heute des öfteren der Impuls mit Blumentöpfen zu werfen. Statt dessen vergewisserte ich mich regelmäßig, ob auf der Straße Leute gerade "nur" angepöbelt wurden oder ob es schon zu Handgreiflichkeiten kam. Man weiß ja nie. Diese offen zur Schau getragene, primitive Aggressivität finde ich ehrlich gesagt erschreckend.

Dieses Neanderthaler-Gehabe wirft für mich Fragen auf wie:
Was bewegt Männer im Jahr 2011, sich so dermaßen dämlich aufzuführen?
Ist das nun Ausnahmezustand - einmal im Jahr kollektiver Junggesellenabschied?
Oder wird die Attitüde sonst einfach nur nicht ausgelebt?

Der Verdacht liegt nahe, daß das gröhlende Pack diesselben Typen sind, von denen man sich sonst die dummen Sprüche fängt, die abwertenden Bemerkungen oder paternalen Gesten. Die, die einem auf Körperteile glotzen oder selbige zwanghaft kommentieren müssen - ungefähr so wie ein Kleinkind Wauwau sagt, wenn es einen sieht.

Eigentlich wäre heute ein guter Tag, den ollen, angestaubten Lila-Latzhosen-Feminismus aus der Mottenkiste zu holen, denn ehrlich: DAS GEHT JA MAL GAR NICHT!


Irgendwie passend zum Thema:
Die Spurensucherin: Sexismus und andere Seuchen (24.05.2011)
Liz Seccuro: Dear Rapist (The Guardian | 30.04.2011)
Oder auch maedchenmannschaft.net

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Figleaves: 20% auf alles

Bildquelle
Bei Figleaves gibt es mal wieder 20% auf alles.

Rabattcode: TWENTY
nicht kombinierbar mit anderen Aktionen oder Sale

Ende: Mittwoch, 8.6., 0:01

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Kaffeeröster-BHs - die wilde Dreizehn

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Ich bin mal wieder auf ein aktuelles Unterwäsche-Angebot bei Tchibo gestoßen: es gibt gerade Basis-T-Shirt-BHs in Farben, die angeblich von Petits Fours (also Zuckergebäck) inspiriert sind.
Daß BHs "vom Kaffeeröster" (wie es so schön heißt), leider immer nur in den One-Size-Fits-All-Größen angeboten werden, die angeblich der weiblichen Bevölkerungsmehrheit passen, dürfte hinreichend bekannt sein.

Was ich allerdings bemerkenswert finde, ist daß nicht freimütig zugegeben wird, daß man sich nur an diese mehr oder weniger große Zielgruppe "Durchschnittsfrau" richtet, sondern daß wirklich so getan wird, als würde man mit dem Angebot den gesamten Bedarf decken. Zitat aus dem aktuellen Werbevideo: "Also Tchibo-BHs sind für fast jede Frau, also für fast jede Größe bieten wir einen bestimmten BH an." (Tchibo - Experten: Hinter den Kulissen zum Wäscheshooting, ab 1:06 // Youtube-Link)

Das suggeriert ja nun wirklich eine drastische Erweiterung des Größenspektrums; angeboten werden aber: 75A, 75B, 75C, 80A, 80B, 80C, 80D, 85A, 85B, 85C, 85D, 90C, 90D, also ganze 13 Größen. Einige davon jeweils nur bei einem Modell: 85A gibt es bspw. nur als Push-Up-Variante, die D-Cups nur bei den als "Bügel-BH" ausgezeichneten Exemplaren.
Krönung des ganzen ist der SoftBH in "Einheitsgröße. Passend für A-Cup 75–85, B-Cup 70–85 und C-Cup 70–80." SIC!

Vom Erfolg zeuge auch, so heißt es im Video direkt im Anschluß an den zitierten Satz, daß statistisch gesehen jede zweite Frau einen Tchibo-BH trage. (Wie jetzt? Jede zweite Frau besitzt einen? Jede zweite Frau trägt täglich einen? Tchibo hat 50% Marktanteil bei verkauften BHs?) Daraus folgere man, daß man alles richtig gemacht habe und sei stolz darauf, "daß man für jede Frau etwas anbieten kann." (a.a.O, 1:17) Und das gäbe es so eben nur bei Tchibo.

!?!

Also gut, man könnte sagen, solche Aussagen folgten einfach dem Prinzip von Werbung und seien kein Grund sich aufzuregen. Ich kann aber nicht umhin - ich ärgere mich! Klar weiß ich, daß es "das" entgegen der Werbeaussage nicht nur bei Tchibo gibt, sondern auch bei jeder anderen x-beliebigen Textilläden-Kette. Die genannten 13 Größen sind wirklich die, die man überall bekommt. Auch bei Feinkost Albrecht im Sonderangebot. Und ich weiß auch, daß das schlechtsortierteste Fachgeschäft noch mehr als diese 13 Größen führt.
Aber was diese Werbung vor allem reproduziert ist eine Körpernorm, der zufolge man von einem anderen Planeten stammen muß, wenn einem die angebotenen Größen eben nicht passen. Das heißt in der Konsequenz, daß sich unglaublich viele Frauen in die "infamous Thirteen" reinquetschen, um sich "normal" fühlen zu können. Gerade auf junge Mädchen, die sowieso Issues mit ihrem Körper haben, wirkt sowas enorm verunsichernd.

Dabei gibt es BHs ab Unterbrustband 60 bis jenseits von 120 in allen erdenklichen Körbchen-Kombinationen: von AAA bis L-Cup. Es gibt BH-Modelle, die in 84 (!) Größen angeboten werden und trotzdem nicht die Welt kosten.

Also bitte, sagt es weiter: Es ist keine Katastrophe nicht in die Standardgrößen zu passen!
Gebt euch daher nicht mit der erstbesten zufrieden!

Wie sind eure Erfahrungen mit der wilden 13 - passen euch die Größen?
Besitzt ihr einen oder mehrere BHs aus dem Angebot eines Nicht-Textil-Ladens?
Würdet ihr euch da ein größeres Angebot wünschen oder kauft ihr sowieso lieber im Fachhandel?
Und last but not least: Ärgert ihr euch auch über solche Aussagen/Videos?

So, und ich koch mir jetzt erst mal nen Kaffee zum Runterkommen - Espresso vom La Tazza D'Oro-Café nebenan. ;)


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BHs online kaufen - Top oder Flop?

Ich habe ja kürzlich schon über den "Alptraum BH-Kauf" geschrieben und dabei angemerkt, daß BHs online kaufen vergleichsweise entspannt ist… Allerdings nicht ganz uneingeschränkt. Es gibt nämlich jede Menge Anfänger-Fehler, die man machen kann.

Das erste Problem besteht meist darin, daß man davon ausgeht genau zu wissen, welche Größe man braucht. Aber auch wenn man schon seine „richtige Größe“ gefunden hat, heißt das ja noch lange nicht, daß alle BHs gleich ausfallen. Leider variieren die Größen auch innerhalb einer Marke je nach Modell und Schnitt, manchmal sogar nach Farbe (!) recht signifikant.
Es ist deshalb wichtig, eine Auswahl zu bestellen, wenn man sich nicht hundertprozentig sicher ist, wie das Modell ausfällt.

Schäppchen fangen auf Ebay ist entsprechend eine eher fragwürdige Angelegenheit. Oft endet es damit, daß man Berge von unpassenden Wäschestücken anhäuft, die zwar für sich genommen alle sehr günstig waren, sich aber insgesamt ganz schön aufsummieren, so daß aus den vermeintlichen Schnäppchen schnell ein Sparschweinkiller werden kann.
Auch hier gilt: Wenn man sich nicht absolut sicher ist, auf Rückgaberecht achten! (Bei gewerblichen Verkäufern hat man das auch bei Ebay!)

Überhaupt ist es ratsam, von seinem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen, wenn man vom Produkt nicht hundertpro überzeugt ist. Wäsche, die in der Schublade verstaubt, kann gar nicht so billig gewesen sein, daß sich die Anschaffung lohnt. (Außer man betrachtet sich als reine Sammlerin.) Damit man die Ware zurückgeben kann, sollte man sie aber pfleglich behandelt:
  • ★ Etiketten und Hygienesiegel müssen dran bleiben!

  • ★ Man sollte die schönen Stücke nur frischgewaschen anprobieren und sorgfältig darauf achten, daß man keine Spuren an ihnen hinterläßt. (Haare, Hautschuppen etc.)

  • ★ Unterteile selbstverständlich nur mit Slips anziehen!

  • ★ Ebenfalls nicht so toll sind Gewaltaktionen, z.B. zu enge Unterbrustbänder auf Biegen und Brechen schließen zu wollen. Das kann schon beim einmaligen Versuch die Fasern überdehnen. Wenn es zu eng wird, einfach einen BH-Verlängerer verwenden!


Je mehr verschiedene Größen, Marken und Modelle man ausprobiert, desto mehr Gefühl bekommt man für die Schnitte, die am besten zur eigenen Brust passen. Das heißt also häufig auch, daß man recht viel bestellen muß, um einen Treffer zu landen.
Ich habe schon oft gelesen, daß aus Gründen der Sparsamkeit nur einige Stücke bestellt worden sind – ich kann das total nachvollziehen; wer schießt schon gerne ein paar hundert Euro an einen unbekannten Shop vor. Aber man muß ja bedenken, daß man das Geld für die zurückgesandten Teile auch wieder zurückbekommt und so eigentlich nur die Portokosten und die BHs, die man behält, bezahlen muß. Häufiges Hin- und Herschicken kann so schnell teurer werden, als eine oder zwei Großbestellungen. Zudem ist der Frustrationsfaktor, wenn mal wieder nix gepaßt hat, nicht zu unterschätzen!

Als Anfängerin, soll heißen, wenn man sich gerade mit den ersten Größenvorschlägen/-ahnungen (z.B. nach einer Erstberatung bei den Busenfreundinnen) auf die Suche nach dem passenden BH begibt, ist es sinnvoll, erst einmal konservativ zu wählen, d.h. Modelle, mit denen andere bereits gute Erfahrungen gemacht haben und die entsprechen als "unkompliziert" gelten.

Ich habe beispielsweise lange Zeit den Fehler gemacht, nur Multiway- bzw. Strapless Bras zu kaufen, weil ich die Träger unbedingt variabel tragen können wollte. Leider waren mir die bestellten BHs durchweg zu flach im Körbchen, was mich bei der Suche nach der passenden Größe total durcheinander gebracht hat, weil ich natürlich dachte, die BHs sind mir einfach zu klein.
Bei den Busenfreundinnen findet man jede Menge Erfahrungsberichte und Hilfestellungen, welche BHs bei der eigenen Brustgröße, -form und -konsistenz am besten funktionieren könnten. Ausgiebiges Schmökern kann ich also nur wärmstens empfehlen!
Wie man dabei schnell herausfindet, werden im Forum vor allem britische Marken empfohlen, weil diese ein breiteres Größenspektrum anbieten. Das wiederum impliziert eine Bestellung in britischen (oder polnischen) Online-Shops, wo die BHs deutlich günstiger zu bekommen sind als im deutschen Fachhandel. Neben der Sprachbarriere stellen hier jedoch auch die Anschaffung eines PayPal-Kontos und/oder einer Kreditkarte sowie die doch etwas höheren Rücksendekosten für viele eine große Hürde dar.

Wie sich langsam herauskristallisiert, hat das online Einkaufen also nicht nur Vorteile –  klar, angesichts des schlechten und/oder immens teuren Angebots und der meist suboptimalen Beratung in deutschen Wäscheläden, ist es erst mal die bessere Alternative. Allerdings wäre ein Laden, der die Vorteile des Online-Shoppings (umfassendes Größenspektrum, günstige Preise) mit denen eines guten Wäscheladens (fachfrauliche Beratung, große Auswahl zur direkten Anprobe, bezahlt werden muß nur, was man tatsächlich kauft, keine Extrakosten) verbindet, wohl definitiv vorzuziehen.

Momentan stehen wir leider vor dem Dilemma, daß erst eine entsprechende Nachfrage ein Angebot ermöglicht, das unseren Bedürfnissen entspricht, gleichzeitig aber die Nachfrage durch Bestellungen im Ausland gar nicht zustande kommt.

Die Frage auf die wir damit immer wieder zurückkommen wäre, auf welche Konditionen wir gewillt wären uns einzulassen. Welche Preissteigerung würde man bspw. in Kauf nehmen um einen Laden vor Ort zu unterstützen und damit ja auch implizit den Nachschub an BHs in „exotischen Größen“ (also unterhalb UBB 70, oberhalb UBB 90 und jenseits Körbchen E/F) zu sichern?

Was meint ihr dazu? Wieviel Prozent mehr würdet ihr für einen gut sitzenden BH gegenüber dem Online/UK-Preis bezahlen, wenn ihr ihn entspannt im Laden kaufen könntet?
(Hand aufs Herz – wer fühlt nicht eher den Pfund, als den Euro-Preis eines BHs und erschrickt sich dann beim Blick auf die Rechnung doch etwas?)
Wieviel seid ihr überhaupt bereit für einen BH auszugeben? (Vielleicht verratet ihr noch eure BH-Größe dazu, damit man sich ein besseres Bild machen kann…)

Zum Thema BH-Laden vs. Online-Shop sind übrigens die Beiträge von denocte auf Kurvendiskussionen sehr zu empfehlen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die BH-Shopping-Optionen für Österreicherinnen genauer unter die Lupe zu nehmen. :)

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Spartacus: Brüste und Sandalen...

Ich möchte mich heute mal etwas in den Off-Topic-Bereich vorwagen. Anlaß dieses kleinen Exkurses ist ein Vortrag, den ich vor ein paar Tagen besucht habe: Thema “A queer perspective on Lucy Lawless – Zum lesbischen (Sub)Text in Xena und Spartacus“ (Veranstaltungsankündigung von Mutvilla)
Eigentlich hatte ich mir erhofft, ein paar Analysen und Hintergrundinformationen zu Xena abzugreifen, immerhin ist das eine der ersten, wenn nicht *die* erste TV-Serie mit einer weiblichen Hau-Drauf-Protagonistin. Sozusagen die Sandalenversion zu Ellen Ripley aus der Alien-Reihe.
Irgendwie wurde aber hauptsächlich über das Typecasting von Lucy Lawless in bisexuelle Frauenrollen gesprochen. Darin bestand dann auch die Verbindung zu Spartacus: Blood and Sand, einer Serie die ebenfalls von Robert Tapert (Lawless’ Ehemann) und Sam Raimi produziert wird. Wer die Serie schon mal gesehen hat, wird wissen, daß sich die Parallelen zwischen den beiden Produktionen darauf auch schon beschränken: Während Xena the Warrior Princess als Sandalen-Comedy mit weiblicher Identifikationsfigur im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt wurde, handelt es sich bei Spartacus um die Sex-und-Gewalt-Orgie eines us-amerikanischen Privatsenders, in dem es von ungewohnt expliziten Szenen und „Four-Letter-Words“ nur so wimmelt. (Altersfreigabe ab 18!) Im Zuge der Darstellung römischer Dekadenz darf dann auch Lawless’ Charakter Lucretia eine Affaire mit einer Freundin beginnen. Unter Drogeneinfluß versteht sich.
Die Parallele zu einschlägigen Pornofilmen mit der obligatorischen „Lesbenszene“ drängt sich auf, zumal der unvermeidliche Dreier mit Lucretias Ehemann natürlich auch unmittelbar folgt.

Softporno-Elemente, die auch die – ebenfalls von einem Privatsender produzierte – Erfolgsserie True Blood berühmt-berüchtigt gemacht haben, scheinen sich zum Quotengarant des Pay-TVs zu entwickeln; wenngleich bei Spartacus die möglichst authentische Darstellung der historischen Fakten resp. der römischen Gesellschaft um 72BC als Vorwand für den "explicit content" herhalten muß.
Letzten Endes ist es natürlich Geschmacksache, ob man diese Pseudo-Authentizität für widerlich oder geil, fragwürdig, unterhaltsam oder interessant hält. Spuren von Feminismus und female Empowerment sind in der Serie jedenfalls nicht zu finden; die Aktivität von Frauen ist vollkommen „romantisch“ auf das Wohlbefinden und den Erfolg der von ihnen geliebten Männer gerichtet, während sie selbst als deren beständige Motivationsquelle dienen dürfen.
Eine recht klassische Konstruktion also, um nicht zu sagen archaisch, aber gut, wir befinden uns ja auch im alten Rom. ;)

Wenn man der Serie glauben darf, gehört es dazu auch ständig halb nackt durch die Gegend zu laufen. Man bekommt also nicht nur muskelbepackte, eingeölte Männerkörper zu sehen, sondern auch Frauen oben ohne: Damen, die sich im Amphitheater vor Begeisterung über die beobachteten Bluttaten die Kleider vom Leib reißen, Sklavinnen, die barbusig Wein ausschenken, sogar die Brüste der Hausherrin, ehemals vom legendären Xena-Panzer geschützt, sind des öfteren zu bewundern.
Da sich Brüste bekanntlich im Gegensatz zu den „pecs“ (Brustmuskeln) der Männer nicht trainieren lassen, wirkt die Serie ein wenig wie die Werbebroschüre eines Schönheitschirurgen: Die gezeigten Brüste sind allesamt jugendlich straff, nicht zu klein, nicht zu groß, um nicht zu sagen „perfekt“ und wundersamer Weise halten sie auch ohne jegliche Stütze ihre Form. Die Dekolletes, sofern doch mal Kleider getragen werden, sind bisweilen atemberaubend.
Einziges bekanntes Wäschestück scheint ein schmales Band zu sein, das über die Brustwarzen gebunden wird.

Venus' Unterwäsche

Angesichts heutiger Sexualisierung von Brüsten erscheint es nun schon ziemlich befremdlich, daß so spärliche Bekleidung in den Zeiten der römischen Republik wirklich üblich gewesen sein soll. Aber wie sagte schon der olle Cicero: O tempora o mores.
Es ist nicht in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit gleichermaßen normal, Brüste zu verstecken. Was nicht heißt, daß sie nur neutral und nicht auch sexualisiert wahrgenommen werden würden; aber eben nicht im gleichen Maß wie das heute in unserer westlich-mitteleuropäischen Gesellschaft der Fall ist. Was als schicklich gilt, ist immer auch Wandlungen und Veränderungen unterworfen. Man denke nur an die Skandale die sich im letzten Jahrhundert um Minirock und Bikini entspannen.

Ich habe also eine kurze Internetrecherche gestartet, um mich mal über antike Unterwäsche zu informieren – mit eher mäßigem Erfolg. Was wo wann wie und von wem getragen wurde, scheint in den Bereich Spezialfragen zu fallen, zu deren Beantwortung man eine klassische Bibliothek aufsuchen muß. Alles was ich finden konnte, waren Informationen die sich auf die ganze Epoche des antiken Griechenland und/oder des antiken Rom und einige bekannte Fälle/Abbildungen beziehen. Üblich war wohl das Tragen eines Bandes, griechisch apodesmos oder strophion genannt und zwar entweder als eine Art Unterbrust-Korsett mit Pushup-Effekt oder direkt über den Brüsten, beispielsweise zum Sport.

Laut Wikipedias Geschichte des BHs wurden Brüste in Rom weniger betont – unter jungen Mädchen soll das Abbinden mit sog. fascia üblich gewesen sein, um die Brüste am Wachsen zu hindern; größere Brüste wurden mit einem Band namens mamillare kaschiert. Dieses wurde unter der Kleidung getragen, während das strophium unterhalb der Brust über die Tunica gebunden wurde. 
Interessanterweise scheint das mehr oder weniger 1:1 dem heutigen Trend von Push-Up vs. Minimizer-BH zu entsprechen.


Feste Brustbänder aus Leder oder Leinen wurden in der Antike übrigens auch als Sport-BHs genutzt; da nun in Spartacus weder Athletinnen noch Gladiatorinnen (ja, die gab es auch!) vorkommen, kann man funktionale Unterwäsche aber einfach vernachlässigen.

Was haltet ihr von soviel nackter Haut im Fernsehen? Yay or nay?

Gleiches Recht für alle (die Männer sind ja auch bisweilen 
splitterfasernackt) oder unnötige Fleischbeschau?

Glaubt ihr, daß sich solche Serien negativ aufs eigene Körpergefühl auswirken
und als Folge davon eine erhöhte Nachfrage nach z.B. Brust-OPs auslösen können?



Antike Bikinis auf einem Mosaik der Villa Romana del Casale (4. Jh)


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Liebesgrüße aus Polen

Heute konnte ich endlich mein am Samstag bestelltes Päckchen von der Post abholen. Mal nicht aus UK, sondern aus unserem Nachbarland Polen. Denn auch dort gibt es ein größeres Größenspektrum als in Deutschland, 60er Bänder sind dort sogar oftmals besser zu bekommen, als in britischen Shops. Und sie sind dort heiß begehrt! Einige Größen (leider auch meine) von sehnsüchtig erwarteten BH sind oft bereits wenige Stunden nach der Einstellung in den Shop vergriffen - das ist wie eine virtuelle Grabbeltischschlacht.
Allerdings kann man in polnischen Shops auch oft noch Ware aus vergangenen Kollektionen finden, meist reduziert (trotzdem noch teurer als bei britischen Billiganbietern wie brastop). Und genauso so ein Schätzchen vom Sommer 2010 haben am Wochenende die Besitzerinnen von onlyher.eu, Joanna und Agu, für mich ausfindig gemacht. Danke!

Und so liebevoll verpackt kam er heute bei mir an.



Ist der Herzpin nicht niedlich? Da schlägt das Mädchenherz in mir höher. Und wie man den ersehnten BH durch den Organza sehen kann.. aah! Ich musste mich echt beherrschen erst Fotos zu machen und ihn nicht sofort auszupacken!


Hier ist er dann in voller Pracht. Der Audelle Honeycomb - ein echter Mädchen-BH in Rosa und Minze. Und ohne polnische Shops wohl längst nicht mehr erhältlich.

Darum mein Rat an euch: Schließt polnische Shops nicht sofort aufgrund der Sprachbarriere aus! Damit würde euch einiges an BHs entgehen. Z.B. die BHs von Ewa Michalak, die ein sehr breites Größenspektrum führen und sogar Sonderanfertigungen in z.B. sehr großen Cups oder sehr kleinen UBBs anbieten. Ihr könnt die Seite ganz oben auch auf englisch umstellen - das erleichtert die Navigation. Außerdem spricht die Kontaktperson dort sowohl Englisch, als auch Deutsch.
Ebenso kann man z.B. auch bei Bradea, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, per mail auf Deutsch (dazu im Betreff der e-mail bitte Deutsch angeben oder Englisch bestellen. Der Kontakt verlief überaus freundlich und kurze Zeit später haben sie auch eine deutsche Infoseite für Bestellung und Anmeldung erstellt.
Fast in jedem Shop wird man auf englisch bestellen können, aber auch über die Websites selber mit Hilfe eines Übersetzers ist es nicht schwierig. Zusätzlich gibt es bei den busenfreundinnen auch einen Hilfethread für polnisch-deutsche Übersetzungen, falls ihr euch bei etwas unsicher seid.

Trotzdem besteht bei vielen Frauen eine gewisse Hemmschwelle in einem nicht-englischsprachigen Shop zu bestellen- bei mir zunächst natürlich auch. Da es meine gewünschten BHs in meiner Größe aber tatsächlich nur in polnischen (und in einem austalischen) Onlineshops gab, blieb mir gar nichts anderes übrig. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert vom überaus freundlichen und schnellen Kontakt, dem flotten Versand und dem Angebot von kleinen UBBs. Und von meinem Honeycomb natürlich!

Ich kann euch die polnischen Shops wirklich nur ans Herz legen, besonders wenn ihr auf der Suche nach so einem alten Schätzchen seit oder allgemein kleine UBBs sucht.

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