Bravissimo Sommerkollektion 2011

Langsam aber sicher scheint nun endlich die gesamte Sommerkollektion von Bravissimo online zu gehen, nachdem die Early Spring Collection schon seit Ende Januar auf dem Markt ist.


Das Basis-Modell von Bravissimo, den Alana wird es in der Sommerfarbe Mocha, also mokkabraun geben, als nude-Option für dunklere Hauttypen. (Klasse, das daran auch mal gedacht wird!)
Größen: 28DD-J, 30DD-KK, 32-40DD-L || Preis: £26

Ebenfalls neu der auf dem Alana-Schnitt beruhende Dotty Spot Bra in türkis mit roten Punkten; ein auf die 50er Jahre anspielendes Design.
Größen: 28DD-J, 30-38DD-K || Preis: £29


Sehnsüchtig erwartet wurde der Parisian Plume als Nachfolger des Demi Diva Bras, ein im Gegensatz zu diesem leicht gepaddeter Halfcup in den Größen 28DD-38HH mit immerhin 42% Baumwoll-Anteil.

Kostenpunkt: £32
Bildquelle: Bravissimo



Ob diese häppchenweise Einführung der Kollektion die Spannung steigern soll? Ende Mai steht jedenfalls schon die nächste revolutionäre Neuerung an - der erste echte Multiway-BH jenseits des G-Cups! (Also kein Strapless, den man natürlich auch mit Trägern tragen kann.)

Passend dazu auch der Name:
Nova heißt der BH, der in schwarz und weiß und den Größen 28DD bis 38H erhältlich sein wird.
Geliefert wird der BH mit Stoffträgern, transparenten Silikonträgern und einem extra langen Neckholder-Träger. Außerdem kann man die BHs irgendwie (wie habe ich noch nicht herausgefunden) in Spaghetti-Tops von Pepperberry einhaken; hierzu extra produziert: das Pintuck Lace Cami.

Kostenpunkt: £24
Bildquelle: Bravissimo

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BHs kaufen auf der Karl-Marx-Straße in Berlin.

 Rathaus Neukölln. Bildquelle: Wikimedia Commons

Kürzlich war ich - ganz Off Topic - auf der Suche nach Sommerstiefeln aus Stoff und habe dazu die 1001 Schuhläden auf der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln abgegrast. Natürlich ohne Erfolg.

Bei der Gelegenheit hab ich aber auch einen kurzen Blick in den TK Maxx (Bildquelle) im alten Hertie-Gebäude geworfen. Die Outlet-Kette TK Maxx gilt gemeinhin als Geheimtip unter BH-Schnäppchenjägerinnen, weil man mit etwas Glück britische Markenware für 5€ ergattern kann. Für mich war aber nichts dabei und meine Begleitung war der Meinung, daß sie bei ihrer Brustgröße keine gepaddeten Modelle tragen müsse.
Für besagte 5€ gibt es aber derzeit u.a. alte Modelle der skandinavischen Wäschekette Change. Und auch in der Bademoden-Abteilung könnte man vielleicht fündig werden. Bei Gelegenheit werde ich noch einmal ausführlicher stöbern gehen...


Gleiches gilt für einen Besuch bei Wäsche Hochfeld (Bildquelle), den einzigen alteingesessenen Wäscheladen am Ort, ein paar Schritte die Straße hinunter, den ich mir schon seit Ewigkeiten von innen ansehen möchte. Immerhin werden im Schaufenster große Größen angepriesen...

Abgesehen von den beiden Anlaufstellen fällt mir aber - mal von den einschlägigen Bekleidungsketten (H&M, Esprit, C&A etc.) abgesehen - kein Ladenin der Ecke ein, in dem man mal nach BHs gucken könnte. Die nächste Adresse ist dann wohl schon der Karstadt am Hermannplatz...

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Endlich ein neuer BH!

Gestern telefonierte ich mit einer guten Freundin, die mir ganz stolz davon erzählte, daß sie sich endlich einen neuen BH gekauft habe. Das gleiche Modell, das sie bisher auch schon getragen hat, aber in 70F statt 75D und in schwarz statt weiß.
Hurra! Rief ich laut und: Hab ich es nicht gesagt?!
Es ist so schön recht zu haben. Und mit meiner Größenprognose - die ich schon vor Monaten abgegeben hatte - lag ich wohl goldrichtig.

Hier ist das gute Stück:
Der Chantelle Hedona, ein Basic-T-Shirt-BH im Minimizer-Schnitt mit Mittelträgern ohne Nähte.
Produzierte Größen 70-95B/C/D/E, 70-90F und 70-85G. (EU-System)
Das Modell ist in den Farben schwarz, elfenbein, haut, toffee, silbergrau und weinrot erhältlich.
Material: 61% Polyester, 31% Polyamid, 8% Elastan.


 
Bildquelle: Chantelle


 Bildquelle: Lace

Über den Sinn und Unsinn von Minimizer-BHs lasse ich mich ein anderes Mal aus.
Zum letzten Bild kann ich mir aber natürlich eine Anmerkung nicht verkneifen: Der Cuprand schneidet leicht in die Brust ein und der Steg scheint auch auf der Brust aufzuliegen. Optimale Paßform ist was anderes.

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Bademode in BH-Größen

So, nach viel Rumgelaber über das desaströse Angebot auf dem deutschen Markt, komme ich endlich zum Thema das mir eigentlich am Herzen liegt: Bademode in BH-Größen!

Ja, es gibt sie, die gut formende, stützende Badebekleidung jenseits der Standardgrößen, in der man sich einfach wohl- und nicht wie ein Alien fühlt, und sie ist auf dem Vormarsch!
Leider ist es immer noch  nicht so, daß man überall auf ein großes Größensortiment zurückgreifen kann; gerade in richtigen Läden sieht es oft noch ziemlich duster aus. Besonders schlecht stehen die Chancen bei Bekleidungsketten, die sich an der breiten Masse ausrichten; dort endet das Alphabet meist bei D oder eine größere Brust muß sofort auch mit einem größeren Unterbrustumfang einhergehen.
Wenn man nicht online einkaufen möchte und D+Körbchen braucht, muß man sich immer noch an kleine und meist recht teure Wäschefachgeschäfte wenden. Allen, die sich das leisten können und die Möglichkeit haben, sei es sehr ans Herz gelegt, live einzukaufen. Verschiedene Größen und Modelle direkt hintereinander probieren zu können spart viel Zeit und Nerven.

Aber auch wenn kein gut sortiertes Fachgeschäft in der Nähe ist, hat man immer noch die Möglichkeit, im Internet zu bestellen. Vor allem Bikinis in BH-Größen sind mittlerweile relativ einfach zu bekommen.

Dieser Neckholder-Bikini von Bonprix mit Bügeln und gemouldeten Cups ist beispielsweise im Größenbereich von 70-90B-G und neun (!) Farben erhältlich. Kostenpunkt: zwischen 24.90 und 29.90 Euro.

Bildquelle: Bonprix
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Dieses Modell der auch in Deutschland vertretenen skandinavischen Unterwäschekette Change wird in den Größen 65-75 B-J (!) produziert, heißt Manila und kostet im Onlineshop 39.95€.

 Bildquelle: Change
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Neben Bonprix und Change kann man auch bei Hunkemöller oder Otto Glück haben. Daneben gibt es auch in Deutschland schon viele (Online-)Shops, die ausländische Marken importieren, beispielsweise Dessous Danielle oder Lace.

Spätestens wenn man aber über den deutschen Tellerrand hinaus ins europäische Ausland, vor allem nach Großbritannien guckt, eröffnet sich ein Paradies von schönen und günstigen Badeklamotten in allen erdenklichen Größen.

Die auf Plus Sizes spezialisierte britische Bekleidungskette Evans bietet beispielsweise diesen traumhaft hübschen Badeanzug in den Größen 14-32 (Konfektionsgröße 42-60) in Kombination mit den Cups C/D, DD/E und F/G an. Kostenpunkt: unglaublich günstige £25 (umgerechnet ca. €28.50) plus £5 Porto.

Bildquelle: Evans
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In der Basic-Serie Anna der britische Marke Panache gibt es mehrere Bikini-, Tankini und Badeanzug-Variationen im Größenspektrum zwischen 28-40 (Unterbrustband 60-90) und Cups D-K. Die Anna-Reihe ist in den Farben schwarz, himbeer und hellblau erhältlich und kostet zwischen 31 (Bikinioberteil) und 46 (Badeanzug) Pfund, umgerechnet ca. 35 bis 52€.

Bildquelle: Panache
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Ein eindrucksvolles Beispiel, was die richtige Größe bewirken kann, gibt es bei den Busenfreundinnen: Vorher-Nachher. Man muß dazu sagen, daß der Freya Badeanzug kein besonders gutes Beispiel ist. Ein richtig sitzender Bikini/Tankini/Badeanzug mit Körbchen sollte die Brust ähnlich gut anheben wie ein passender BH.

Freya Paris Bandeau Tankini,
Gr. 32-34D-GG, 36G, 38FF (=Unterbrustweiten 70-85)
Kostenpunkt: ca. £45.99

Bildquelle: Freya

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Die Qual der Wahl: Bikini. Tankini. Badeanzug

Die erste Überlegung bei der Suche nach geeigneter Badebekleidung ist traditionell die Frage: Bikini oder Badeanzug oder auch: Wieviel Haut willst du zeigen?

Leider ist die Geschmacksentscheidung häufig nicht die ausschlaggebende - denn man muß ja aus dem eher spärlichen Angebot das beste Ergebnis für den eigenen Körper herauspicken.

Es gibt kaum einen Bekleidungsbereich... vielleicht neben der erotischen Wäsche... der so auf Einheitsgrößen setzt wie die Bademode. Badeanzüge werden häufig nur nach Konfektionsgrößen hergestellt und verkauft - also etwa in Größe 36 oder 42. Der Halt für die Brüste soll - falls daran überhaupt gedacht wurde - entweder von einem integrierten Brustgummi gewährleistet werden oder von einer Einheitscupgröße. Von diesem Umstand zeugt auch die Tatsache, daß auf den Websites des einschlägigen deutschen Versandhandels - zumindest in der Rubrik Badenanzüge - keine Suche nach Cupgrößen möglich ist; selbst wenn dort mittlerweile Badeanzüge in verschiedenen Konfektiongrößen-Körbchen-Kombinationen angeboten werden!

Wer also auf mehr Form und Stütze angewiesen ist, muß wohl oder übel mit dem Bikini-Angebot vorlieb nehmen, bei dem das Größenangebot ein wenig besser aussieht. Meist bewegt sich jedoch auch hier die Auswahl im schon bei BHs üblichen Größenspektrum von A bis D mit einem Fokus auf die "normalen" Größen B und C.

Man muß allerdings zugestehen, daß sich das Bademoden-Angebot in den letzten Jahren enorm verbessert hat. Der erste Schritt war die flächendeckende Einführung eines Mix & Match-Systems für Bikinis, d.h. die geradezu revolutionäre Möglichkeit, Ober- und Unterteile frei zu kombinieren.
Die nächste große Errungenschaft war die Erfindung des Tankini (eine Wortneuschöpfung aus Tank-Top und Bikini), der die Mix&Match-Vorteile des Bikinis mit der Stoffmenge eines Badeanzugs kombinierte und zudem für alle, denen Badeanzüge zu einengend und vor allem notorisch zu kurz sind, eine brauchbare Alternative darstellt.

Hier eines der ersten Modelle, die man im deutschen Versandhandel gut bekommen konnte:
Ein leicht A-förmig geschnittenes Oberteil von Lascana, das in Kombination mit dem formenden, relativ hoch geschnittenen Unterteil "Problemzonen" kaschieren sollte.

Laut Hersteller: "unterhalb der Brust regulierbar. Herausnehmbare Cups." Zur Cup-Größe gibt es mittlerweile keine Angaben mehr. Ursprünglich war sie - wenn ich mich recht entsinne - mit B/C angegeben.
Erhältlich in den Konfektionsgrößen 36-54.


 Bildquelle: Lascana

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Der Freibad-Horror? Grundsätzliches zum Thema Bademode

Jedes Jahr, kurz nach Silvester, wenn die Winterkollektionen aus den Läden fliegen und durch die Frühjahrsmode ersetzt werden, taucht es wieder auf, das Schreckgespenst Bikinifigur: Leider nicht nur auf den Covern unzähliger Modemagazine, die schnelle Diäten und Fitnesstips anpreisen, sondern auch im eigenen Kopf. Das muß nicht unbedingt etwas damit zu tun haben, daß man seinen Körper nicht mag - gemeinhin hat man ja schon ein paar Jährchen Zeit gehabt, ihn mit allen seinen Vorzügen und Macken lieb zu gewinnen. Aber das heißt ja umgekehrt auch nicht, daß man den Gedanken besonders prickelnd findet, ihn nur leicht bekleidet den Blicken eines überkritischen Freibadpublikums preiszugeben.

Eine alte Outfit-Binsenweisheit besagt, daß Kleidung bisweilen wie eine Rüstung funktioniert; wenn man trägt, worin man sich wohl und sicher fühlt, strahlt man das auch nach außen aus. Nur wie läßt sich das auf die prekäre Freibad-Situation übertragen?

Das Problem ist nämlich häufig nicht nur, daß Badebekleidung eben aus wenig Stoff gemacht ist, sondern auch, wie der wenige Stoff am eigenen Körper aussieht. Manche Frau gerät ins Grübeln, ob es nicht doch vielleicht an seiner bestimmten Form liegen könnte, daß nichts so richtig passen will: Die Brüste sind zu klein, zu groß, zu hängend, der Hintern zu dick, zu flach, zu wenig straff, die Oberschenkel sind cellulite-geplagt und der Bauch zu umfangreich. Wer kennt sie nicht, die endlose Litanei der Imperfektion?
Und während Strand, Freibad und Badesee wie Damokles-Schwerter über einem hängen und die Aussicht auf ein weiteres Jahr im alten, unpassenden Badeanzug vorzeitige Sorgenfalten und graue Haare verursachen, blickt man dem herannahenden Sommer(-urlaub) statt mit unbändiger Vorfreude mit eher gemischten Gefühlen entgegen.

Nun ist aber die Goldene Regel des Brafitting:
Das Kleidungsstück muß sich dem Körper anpassen
nicht umgekehrt der Körper sich an ein Kleidungsstück!

Neben den vielen angenehmen Aspekten, die die Massenproduktion von Kleidungsstücken mit sich gebracht hat, hat sie leider auch den fundamentalen Irrtum produziert, das Angebot müsse direkt mit dem Bedarf identisch sein. Das heißt, was nicht hergestellt wird, wird auch nicht gebraucht - und wenn das nicht paßt, was man kaufen kann, dann ist man selbst im höchsten Maße unnormal.
Zugegeben, Konfektionsgrößen werden nach Durchschnittsmaßen berechnet und man kann davon ausgehen, daß ein großer Teil der Bevölkerung mehr oder weniger (vermutlich mehr schlecht als recht) in die angebotenen Kleidungsstücke paßt. Da aber jeder Körper einzigartig ist, gibt es eigentlich keine Frau, die nichts zu klagen hätte.
Gleichzeitig besteht ein Dogma der Selbstverbesserung: Die Frau als solche ist zwar immer (körperlich) imperfekt, sollte aber dennoch oder gerade deswegen alle denkbaren Versuche unternehmen, sich einem utopischen Schönheitsideal anzunähern. Aus irgendwelchen unverständlichen Gründen wird nun Schönheitsideal und aus dem Durchschnitt (oder von mir aus auch nur der Nachfrage) abgeleitetes Angebot ins eins gesetzt und daraus ein Minderwertigkeitskomplex konstruiert.

Bei genauerer Betrachtung offenbart sich also die Vorstellung, es könnte am eigenen Körper liegen, daß die auf einen Durchschnittswert zugeschnittene Konfektionsgröße nicht paßt, als ziemlich absurd. Immerhin legt man ja auch sonst Wert auf Einzigartigkeit und Individualität.

Der erste Schritt Richtung Wohlfühlen wäre also, sich nicht weiter mit Einheitsgrößen, die eigentlich niemandem passen, und dieser One-Size-Fits-All-Mentalität abspeisen zu lassen. 
Passende Badebekleidung, in der man sich wohl fühlt, ist aber auch keine utopische Forderung. Wenn man weiß, wo man suchen muß, stellt man schnell fest, daß es jenseits des Mainstreams bereits viel mehr Angebot gibt, als man zu träumen gewagt hätte.
Doch davon ein andermal mehr...

Weiterlesen bei: Bademode in BH-Größen

Rodeo Bikini von C & A - erhältlich in den Konfektionsgrößen 34-44; ohne Cup-Angabe.

Bildquelle: C&A


Klassischer Adidas-Badeanzug mit Ringerücken - erhältlich in den Konfektionsgrößen 34-46.
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Bildquelle: Sport Scheck

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Wie finde ich die richtige BH-Größe?

Die meisten Quellen im Internet vermitteln, daß es eigentlich ganz einfach sein müßte: Man mißt seinen Unterbrustumfang (also den Umfang des Brustkorbs unter der Brust) und seinen Brustumfang an der weitesten Stelle und schon kann man sich aus einer Tabelle die passende Größe heraussuchen.

1. Schritt: Die Wahl des Unterbrustbandes
Die Unterbrustweite von BHs verändert sich in 5cm-Schritten, das heißt wenn man zwischen 73 und 77cm gemessen hat, sollte man laut Tabelle zu einem 75er Unterbrustband greifen, wenn man zwischen 78 und 82 mißt zu einer 80er Weite, ab 83cm zu einer 85er usw.

Es wäre nun naheliegend anzunehmen, daß für die Feinabstimmung innerhalb einer Größe die drei Häkchenreihen zuständig sind, die BHs normalerweise haben. Wenn ich 78cm unter der Brust messe, nehme ich das innerste Häkchen, wenn ich 80cm messe, das mittlere und bei 82cm das äußerste.
Das würde aber unterstellen, daß ein BH sich nullkommanull ausdehnt und ungefähr so flexibel ist wie eine Ritterrüstung.
Das mag zu Zeiten von traditioneller Korsettmacherei so gewesen sein, spätestens aber seit der flächendeckenden Einführung von elastischen Kunstfasern ist ein BH ein Kleidungsstück, das sich dem Körper anpaßt und gleichermaßen funktionell wie bequem sein sollte. Für den Tragekomfort, z.B. beim Atmen, ist es unerläßlich, daß der BH nicht alles abschnürt - wir wollen schließlich nicht wie Scarlett O'Hara ständig aus den Latschen kippen, weil wir keine Luft bekommen.
Vom Korsett sind die meisten BHs jedoch weit entfernt. Nimmt man sich einfach mal ein Exemplar aus der Wäscheschublade und mißt wie sehr es sich schon unter minimalem Kraftaufwand ausdehnt, stellt man schnell fest, daß ein Band in der "Tabellengröße" irgendwie nicht das richtige sein kann.

2. Schritt: Die Körbchengröße

Nach der Tabelle errechnet sich die Körbchengröße aus der Differenz zwischen Unterbrustumfang und Brustumfang. Es geht los ab einer Differenz von 12cm. Bis 14cm wäre das dann ein A-Cup, ab 14cm geht das B-Cup los, über 16 ein C-Cup usw.
Beim Blick in die Tabelle wird das nun schon wieder schwierig denn, da wird ja zum Mittelwert 75 der Brustumfang 89-91 angegeben. Bei einer Differenz von 14-16cm  ergeben sich aber für die Unterbrustumfänge zwischen 73 und 77cm die folgenden Zuordnungen:
73/87-89
74/88-90
75/89-91
76/90-92
77/91-93
Und was macht man, wenn man mit den Maßen 73/89 lieber ein 70er Unterbrustband tragen möchte? Greift man dann zu einem B, C oder gar einem D-Cup? Und was, wenn selbst das 70er Band noch zu wenig Halt gibt, weil es zu lang und/oder elastisch ist?


Probieren geht über Studieren besagt ein etwas altkluger Satz, aber in Bezug auf die Suche nach der richtigen BH-Größe muß man es leider - wenigstens bis zu einem gewissen Grad - so sagen. Ferndiagnosen zur Abschätzung einer möglicherweise passenden Größe kann man zwar machen; dazu gehört aber mehr Know-How als ein kurzer Blick in eine Tabelle. Für alle, die eine Ausgangsgröße suchen, mit der sie die Suche nach dem passenden BH beginnen können, sei das Beratungssystem der Busenfreundinnen empfohlen. Dort wird nach fünf Maßen eine Einschätzung abgegeben, was eine gute Ausgangsgröße zum Probieren sein könnte und bei welchen Modellen/Schnitten man die besten Erfolgschancen hat. (vgl. auch Beitrag von nyad Warum zwei Maße nicht ausreichen)
Zudem gibt es die Möglichkeit über das Einstellen von Bildern in einen geschützten, nicht-öffentlichen Bereich weitere Tips und Hinweise zur Paßform zu erhalten. Dieser "Service" ist kostenlos und wird von ehrenamtlichen "Brafitterinnen" durchgeführt. Weitere Informationen gibt es unter www.busenfreundinnen.net.



Zurück zum Thema: Mit BHs ist es wie mit Schuhen. Man muß sie anprobieren um zu sehen ob sie passen. Spätestens wenn man in einem Laden steht, sollte man sich mit Größentabellen gar nicht erst rumplagen, sondern einfach probieren bis es paßt. Schließlich hängt der richtige Sitz nicht nur an der Größe sondern auch an dem Schnitt eines BHs!
Nicht umsonst startete die britische Wäscheladen-Kette Bravissimo 2009 die Kampagne Trash The Tape Measure. (Weg mit dem Maßband!) Mitarbeiterinnen der Firma fuhren mit einem Bus und einer großen Auswahl von BHs durch Großbritannien, um mobile Fitting-Termine anzubieten. Frauen konnten so auch in Städten, in denen es keine Bravissimo-Filiale gibt, in den Genuß einer Beratung kommen. Was natürlich einerseits eine geniale Werbestrategie ist, ist andererseits auch wirklich von Vorteil für viele Frauen, die sich mit dem Thema BH-Größe noch nicht ausführlich beschäftigt haben oder beschäftigen wollen. Eine gut ausgebildete und erfahrene Brafitterin kann eine lange, aufwendige und nervenaufreibende Suche enorm abkürzen.

Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: Wo finde ich hierzulande eine gute Brafitterin, die mir einen BH anpassen könnte? Oder überhaupt einen Laden, der jenseits der Einheitsgrößen eine Auswahl an BHs anbietet? Aber dazu gibt es demnächst einen neuen Beitrag...

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