Kleine Ethik des Wäschekaufs: Just a little respect...

Ihr erinnert euch vielleicht  noch an meinen kleinen Roman von vor drei Wochen zum BH-Shoppen? Den eigentlich wichtigsten Punkt habe ich damals verschoben, weil ich nicht mehr das Gefühl hatte, ihn noch vernünftig unterzubringen: Respekt. 

Zur Einstimmung aufs Thema, eine Runde Aretha Franklin:

RESPECT von Otis Redding,
gesungen von Aretha Franklin (1967)

Eigentlich ist es seltsam, daß ich überhaupt das Bedürfnis verspüre über dieses Thema zu schreiben. Man möchte meinen, das sei doch selbstverständlich, daß man sich mit gegenseitigem Respekt begegnet. Leider ist dem nicht so, warum auch immer... meistens, so meine Einschätzung, hat es was mit Frustration zu tun.

Regel 1 im respektvollen Miteinander ist meiner Meinung das Gebot

Keine körpernormativen Aussagen!

Wer bei den Busenfreundinnen rumhängt, weiß schon, was ein Redeverbot über die üblichen "Frauenthemen" also alles was mit Optik, Schönheit und vermeintlichen körperlichen Unzulänglichkeiten zu tun hat, ausmachen kann. Auf eine schon beinahe magische Art rücken die sonst allgegenwärtigen Gedanken in den Hintergrund und es entsteht eine Form von Freiraum. Und genau dieser Raum ist notwendig für ein entspanntes Einkaufserlebnis - und zwar auf beiden Seiten.

Die meisten Frauen erleben den Besuch im Wäschegeschäft aus der Kundinnenperspektive und sind daher über eine Reihe schlechter Erfahrungen verbunden, aus denen eine besonders heraussticht: der Vorwurf 'komisch' zu sein. Wenn ein BH nicht paßt oder evtl. überhaupt nichts gefunden werden kann, was einigermaßen die richtige Größe hat, wird die Schuld häufig, wenn nicht sogar meistens, dem jeweils individuellen Körper gegeben nicht etwa dem Angebot.

Je weiter man vom imaginierten 'Normalkörper' entfernt ist, desto dreister werden oft die Erklärungen, warum man nichts passendes im Angebot hat. Das reicht dann von "Eigentlich brauchen Sie doch gar keinen BH" über "Haben Sie's schon mal in der Kinderabteilung (sic!) versucht?" und "Das geht eben nicht besser bei Ihren Brüsten." bis hin zu "Ich würde Ihnen zu einer Brust-OP raten." oder "Sie sind einfach zu dick/zu dünn/haben zu große oder kleine Brüste für Ihren Körper."

Das heißt, anstatt dem schlechten Körperbild vieler Kundinnen entgegen zu wirken, gießen Verkäuferinnen auch noch Öl ins Feuer. Das ist nicht nur moralisch bedenklich sondern auch unter Berücksichtigung von geschäftlichen Interessen ganz schön bescheuert. Mal ehrlich, wer kauft denn was in einem Laden, in dem man beleidigt wird?! Von der schlechten Publicity, die die ganze Sache noch zusätzlich nach sich zieht, mal ganz abgesehen!

Also, oberste Regel für eine Verkäuferin sollte sein, keinerlei Kommentare zum Körper ihrer Kundin abzugeben, sofern sie nicht die Passform eines BHs betreffen. Also keine Röllchenphobie schüren, keine Presswurstkommentare, auch nicht, wenn eine Frau sich in zu kleine Höschen quetscht, weil ihr Selbstbild an der Konfektionsgröße hängt - das ist alles Geschmacksache und geht einen als Bra Fitterin einfach nichts an.

Natürlich gibt es unter dem Gesichtspunkt Verletzlichkeit bzgl. Körpernormen eine recht klare Hierarchie beim Wäschekauf. Eine Verkäuferin ist in ihrer 'Homezone', einem Raum in dem sie sich auskennt, sie hat die Kontrolle über den Warenbestand, den Status einer Fachkraft und vor allem: sie  bleibt angezogen. Allerdings kann sie umgekehrt auch mit allerhand unfreundlichen Kommentaren bedacht werden. Einer meiner Lieblinge ist "Haben Sie auch normale Größen?"

Also, wie bitte?! Normale Größen?!
Die ganze Sache mit den normalen Größen und den Über- oder Untergrößen, das geht so einfach gar nicht. Ich meine, was sind denn das für Kategorien? Für Normal-, Über- und Untermenschen?

Genauso ist es u.U. verletzend, wenn angenommen wird, Kompetenz hinge am eigenen Erfahrungshintergrund. Klar, macht es das vielleicht einfacher, aber eine Bra Fitterin kann sich doch nie hundertpro in andere Frauen reinversetzen, auch nicht, wenn man ungefähr die selbe Figur hat. Manche Frauen mögen Unterbrustbänder enger, manche weiter, einige sind empfindlich, andere wiederum nicht...
Es gehört dazu, daß  man sich auf die Vielfalt einläßt - sonst kann man nicht gut beraten.

Zweites Gebot: Allgemeine Höflichkeitsregeln einhalten!

Auch hier: traurig, daß man das überhaupt sagen muß, aber offensichtlich ist das nicht so selbstverständlich. Frauen haben gerade untereinander eine Tendenz sich anzuzicken. Möglicherweise ist das eine Kompensation für die Ahnung, daß man gleichermaßen einer marginalisierten Gruppe angehört und darum darauf bedacht ist, möglichst weit oben in der Hackordnung zu landen. Wie dem auch sei, es kann nicht Ziel der Sache sein, eine Verkaufssituation in einen Machtkampf ausarten zu lassen. Weder ist die Verkäuferin ein Dienstmädchen, daß man nach Lust und Laune rumkommandieren kann (wir leben nicht mehr im Feudalismus and: This is not Downton Abbey!), noch ist eine Kundin ein unmündiges Sparschwein, das reglementiert und geplündert werden will.

Drittes Gebot: Offenheit

Niemand möchte gerne für blöd verkauft werden, ist doch ganz klar. Das heißt nicht, daß man ungefiltert sagen sollte, was man gerade denkt. (Siehe oben) Aber allgemein gesagt ist Lügen einfach nicht so cool. (Ja, ich weiß, das ist jetzt Kindergartenmoral) Es bringt nämlich niemanden wirklich weiter.

Eine von den großen Problematiken beim Besuch von kleinen Geschäften und beim beratungsintensiven Wäschebusiness sowieso ist sich gegen das Primat des (Ver)Kaufs abzugrenzen. Ich bin sicher nicht die einzige, die einen großen Bogen um Boutiquen macht, weil ich nach einer Beratung immer das Gefühl habe, den Laden nicht verlassen kann ohne etwas gekauft zu haben. Umgekehrt ist es auch so, daß ein kleines Geschäft viel weniger Umsatz macht als eine Textilkette, in der man einfach in Ruhe gelassen wird (ob man möchte oder nicht ;-)), also auch auf jeden einzelnen Verkauf angewiesen ist.

Was das mit Offenheit zu tun hat? Zum einen, muß man sich als Verkäuferin klar werden, daß es wenig Sinn macht, jemanden zum Kaufen zu drängen. Klar kann man damit auf die Schnelle Geld machen, aber längerfristig schießt man sich damit ins eigene Bein, denn eine zufriedene Kundin bekommt man so nicht. Daran hängt auch die ganze Sache mit der Einschätzung der Passform: Wenn ein BH nicht gut sitzt, kann man das auch sagen. Die Entscheidung, ob sie damit leben kann, liegt schlußendlich bei der Kundin. D.h. statt ein Lügenmärchen von der super Passform oder der nicht besser machbaren zu spinnen, kann man auch einfach sagen: "Mit den Modellen die ich zur Verfügung habe, bekomme ich kein besseres Ergebnis hin."

Das bricht dann immerhin mit der Mär, daß es nichts besseres geben kann, als das eigene und beschränkte Sortiment hergibt. Niemand, auch nicht die best-informierteste Bra Fitterin, kann das ganze Angebot kennen. Man kann immer nur so gut sein, wie das Arbeitsmaterial das man zur Verfügung hat.

Umgekehrt ist es allerdings auch so, daß es für die Verkäuferin schöner ist, wenn sie mit einer netten Formulierung darüber unterrichtet wird, daß man Zeit braucht seine Vorstellungen zu reevaluieren oder noch andere Optionen ausprobieren möchte, als mit einem Drama-Queen-Abgang konfrontiert zu werden.

Respekt hat auch immer etwas damit zu tun, daß man sich in die Position der anderen Person reinversetzt und sie bis zu einem gewissen Grad toleriert/anerkennt - und sei es erst mal nur auf einem professionellen Level.

Ein durchdachtes, nett formuliertes Feedback, das auch die eigenen Wünsche mitreflektiert, ist für beide Seiten die beste Art mit Mißerfolgen umzugehen. Längerfristig geht es ja auch darum, den Service und das Angebot in Fachgeschäften zu verbessern, so daß man als Kundin dort auch gerne hingehen kann.

Soweit mein Wort zum Sonntag bzw. zur Ethik des BH-Kaufs. Ist auch schon wieder länger geworden als geplant, aber naja, mich kurz zu fassen ist einfach nicht meine geheimes Superkraft.

Wie immer freue ich mich über Anekdoten und Anmerkungen. :)

Cheers,
george

PS: Wie von Neeva angemerkt (Danke!) gehört zum Thema Respekt auch, nicht ungefragt angefaßt zu werden. Vgl. auch MiaRose's Beitrag, wie sie sich ein perfektes Bra Fitting vorstellt.

Andere verwandte Themen sind die Entscheidungshilfen für den Online-Kauf sein: BH-Suche 101, zweiter Teil: Richtig anprobieren... und dritter Teil: Behalten oder nicht behalten?
und natürlich der vorhergehende Beitrag Kleiner Leitfaden für den Besuch im BH-Fachgeschäft
 


Posted in , , , , , , | 6 Comments

D: Review: Mydearlove

Da der für Sonntag geplante Beitrag auf Grund von Heuschnupfen und Grippe ausfallen musste, gibt es heute eine Shop- und Klamottenreview von mir und zwar von Mydearlove.
Mydearlove ist ein Dawandashop*, bei dem ich irgendwann vor Weihnachten bestellt habe. Nach einer langen, langen Oddysee, inklusive einem Verlorengehen bei Hermes, einem Umtausch und der Inanspruchnahme des Änderungsservices darf ich nur endlich das Endprodukt präsentieren. Ich schlich schon recht lange um die tollen Klamotten herum, insobesondere da ich sehr wenig Hoodies habe die tatsächlich erahnen lassen, dass ich auch eine Taille haben, ich das Design spannend finde und vom Änderungsservice angetan bin.

Homepage: http://de.dawanda.com/shop/mydearlove
Preise:10-150 €
Marken: Eigenmarke
Produkte: Blusen, Hoodies, T-Shirts, Röcke, Kleider, Halstücher, Anstecker, mit einem deutlich Fokus auf Oberbekleidung
Sprachen: Das Dawanda-Interface gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch. Die Beschreibungen im Shop sind allerdings nur auf  Deutsch verfügbar
Größen: S/M und L, durch den Änderungsservice allerlei Zwischengrößen.

Versand: 4,80 € innerhalb D, 9,60 € innerhalb der EU

Zahlungsmöglichkeiten: Überweisung, Paypal

Warenangebot: Hauptsächlich Oberteile und Kleider mit saisonalen Kollektionen

Kundenservice: Sehr freundlich und kooperativ, allerdings bei Problemen doch teilweise überfordert

Liefer- und Bearbeitungszeit: Der Shop verspricht, dass die Lieferung innerhalb von 24 Werktagen nach Geldeingang erfolgt, und bei mir waren es auch so ziemlich 24 Arbeitstage, allerdings waren es eben die Weihnachtszeit und Hermes auch nicht ganz unbeteiligt.

Rückabwicklung/Umtausch: Ich habe den Hoodie (Agneta) zurückgeschickt und gegen ein anderes Shirt (Margit) austauschen lassen. Dieses habe ich dann wieder zurückgeschickt um es ändern zu lassen. Das alles war problemlos möglich, dauerte aber seine Zeit. Auch die Rückerstattung der Differenz des Kaufpreises (4,20 €) zwischen den beiden Produkten musste erst angemahnt werden und war langwidrig.

Änderungsservice: Mensch steckt selber ab und dann werden die Änderungen vorgenommen. Ich habe das nicht so super hingekriegt und bin daher auch mit dem Ergebnis nicht ganz so zufrieden. Ich habe an der Taille auf jeder Seite 3 cm wegnehmen lassen und das ganze halbmondförmig auslaufen lassen. Es hätte allerdings auch unter den Armen/ in der Achsel einiges geändert werden müssen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Für in Deutschland gefertigte Ware, den Aufwand des Designs (im Fall des Hoodies) und der Möglichkeit des Änderungsservices angemessen.

Schnitte: Busenfreundlich sind die Kleidungsstücke leider nicht gerade. Ich habe eine L bestellt und muss sagen, dass das Shirt mit einem momentanen 32FF/30 G Busen schon grenzwertig eng war, das Hoodie war für mich auf jeden Fall zu eng. Wer kleinere Brüste hat kann dank Änderungsservice sicher noch zu einem passenden Kleidungsstück kommen.

Qualität der Ware: Sehr gut. Die Kleidung wirkt sehr gut verarbeitet und auch der Jerseystoff des Shirts ist dick und angenehm.

Gesamteindruck: Die Qualität der Produkte stimmt und das Design ist außergewöhnlich. Dafür dauert die Lieferung aber auch sehr lange und es ist natürlich ärgerlich, dass bei mir noch immer ein Betrag offen steht. Allerdings scheine ich da wirklich eine Ausnahme zu sein und die meisten Bewertungen auf Dawanda sprühen nur so vor Begeisterung. Trotzdem von mir leider keine Empfehlung.

* Dawanda ist eine Art virtueller Marktplatz für Selbstgemachtes


Hier kommt die Bilderflut (Sorry für die schlechte Qualität, aber die Bilder sind mit unterschiedlichen Kameras und meist mit Selbstauslöser aufgenommen):

Hoodie Agneta
Hoodie Agneta


Margit vor der Änderung (Farbe verfälscht)

Margit nach der Änderung

Margit vor der Änderung



Margit nach der Änderung


Habt ihr schon bei Mydearlove bestellt? Wie gefallen euch die Klamotten?



















Posted in , , , , , | 2 Comments

Kunst-Unterwäsche...

Nach Jahren der Abstinenz bin ich kürzlich nun doch der tumblr-Sucht verfallen - Bilder gucken, das ist wie Kaugummi fürs Auge und das "Rebloggen" macht einfach so viel Spaß. Minimal-Scrapbooking quasi. Nachdem ich mit dem Microblogging à la Twitter gar nicht klar komme - mal ehrlich, was kann man schon mit 140 Zeichen sagen?! - bin ich der Mischung aus (bewegten) Bildern und (kurzen) Texten voll und ganz verfallen. So surfe ich gerade von Blog zu Blog und einer Kollektion von Kuriosem und Witzigem zur nächsten.
Dadurch habe ich jetzt auch was Lingerie-Bezogenes gefunden, das ich als kleinen Interims-Beitrag nutzen kann:

Der "Sommernachtstraum" von Linda Raynsford ist einfach eine künstlerische Umsetzung eines BHs - und nein, das kann man nicht anziehen. Mehr Bilder unter: http://lindaraynsford.com/gender/bras-bikinis/

Wer übrigens Lust auf einen Lingerie-tumblr hat, könnte mal bei denocte vorbeischauen: kurvendiskussionen.tumblr.com

Der nächste reguläre Blog-Post von D&D kommt am Sonntag. Bis dann!


Posted in , | Leave a comment

D: Doves "Du bist schöner, als du denkst" Kampagne

In den letzten Wochen machte ein neuer Werbespot im Internet die Runde und in meinem Facebookstream fanden sich mehrere lobende Worte für diese neue Kampagne: 


Wer den Spot nicht sehen kann oder will, es geht im Prinzip darum, dass Frauen ihr Gesicht einem forensischen Zeichner beschreiben. Danach beschreiben Fremde, mit denen sie sich kurz vorher unterhalten habe, diese Person. Das Ergebnis ist, dass die Fremden, die Frauen mit weitaus positiveren Attributen und Worten beschreiben als die Frauen sich selbst. Daher kommt Dove zu dem Schluss, dass  Frauen oft selbst ihre eigenen schlimmsten Kritiker sind. Die Tagline ist dann auch "Du bist schöner, als du denkst" ("You are more beautiful than you think").

Dieser Spot ist Teil von Doves Rebranding und PR-Strategie seit 2004 in der wahre oder realistische Schönheit fernab von Photshop und dem professionellen Modelbusiness zelebriert wird um Frauen auf ihren Weg zur Selbstakzeptanz und mehr Selbstbewusstsein zu helfen. Hier kann mensch, leider nur auf Englisch, mehr über die Geschichte der Kampagn lesen.

Ich mag diese Kampagnen dafür, dass sie tatsächlich manchen Frauen ein gutes Gefühl über sich selber geben und bin dankbar dafür, dass Dove eine Diskussion zu dem Thema Schönheit, (Selbst)Wahrnehmung und Selbstbewusstsein angestoßen hat. Damit stehen sie noch immer allein auf weiter Flur da und zu oft werden Frauen in den Mainstreammedien und der Werbung sehr formalistisch und idealisiert dargestellt.
Das Problem was ich, und andere, mit dem Thema haben ist allerdings haben hat eher damit zu tun, dass Dove ein nicht völlig inklusives Schönheitsbild propagiert, zu Unilever gehört, und eben Pflegeprodukte vertreiben möchte.

In dem Spot sind dünne Frauen zu sehen, alle vier Hauptprotagonisten sind keine People of Color, keine ist älter als 40, keine ist behindert, keine ist dick. Diese Frauen sind konventionell schön. Nur erkennen sie das nicht selbst. Was mich aber wirklich geschockt hat war der letzte Satz einer der Teilnehmerinnen: "Ich sollte mir meiner natürliche Schönheit stärker bewusst sein. Denn das hat schließlich auch Auswirkungen darauf mit wem wir befreundet sind, für welchen Job wir uns bewerben oder wie wir unsere Kinder behandeln. Es hat einfach Auswirkungen auf Alles! Unser ganzes Glück kann davon abhängen." ("I should be more grateful of my natural beauty. It impacts the choices and the friends we make, the jobs we go out for, they way we treat our children, it impacts everything. It couldn’t be more critical to your happiness."). Das heißt es ist unser Aussehen was unser Leben und unser Glück bestimmt? Das ist sicherlich keine besonders aufbauende oder positive Botschaft. Oder meint das "it" im Original das Selbstbewusstsein, dass aus dem Wissen um die eigene Schönheit erwächst? Das wäre weit weniger problematisch, würde aber immer noch implizieren, dass man eben dünn, jung, gesund und weiß sein muss um schön zu sein. Interessant ist auch, dass in den meisten Werbespots der Kampagne Frauen gezeigt werden die unzufrieden mit ihrem Körper sind und es kommen keine Frauen zu Wort, die sich bereits als schön empfinden und somit als Vorbild dienen könnten. Stattdessen wird Aussehen als deterministischer Faktor des Schicksals gehypt, das mensch, so die unterschwellige Nachricht, mit Schönheitsprodukten noch verbessern kann.

Natürlich ist es im Interesse eines Unternehmens, dass Pflege- und Schönheitsprodukte herstellt, diese möglichst viel unters Volk zu bringen. Daher sollte man sich bewusst sein, dass wenn mensch Doveprodukte kauft, man nicht das Projekt unterstützt alle Frauen selbstbewusster zu machen und ein inklusiveres Bild von Schönheit zu verbreiten, sondern ein gewinnorientiertes, multinationales Unternehmen unterstützt. Dove gehört zum Unilever Konzern, der unter anderem auch relativ aggressives Marketing für seine Cremen zur Hautaufhellung betreibt oder betrieb und zu dem auch Axe gehört, ein Produkt dessen sexistisches Marketing fast schon legendär ist.

Links zum Thema (leider nur auf Englisch):

Was haltet ihr von dem Werbespot und der Kampagne an sich?





Posted in , , , , , , , , | 8 Comments

Kleiner Leitfaden für den Besuch im BH-Fachgeschäft

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin so eine typische Online-Käuferin: mich durch das reale Angebot eines Ladens zu wühlen bis ich etwas gefunden habe, das mir zusagt, macht mir keinen Spaß. Klar, gehe ich alle paar Monate mal zu den üblichen Verdächtigen um mir ein paar neue Tops, Shorts, Leggings, Röcke und Accessoires zu kaufen, aber am liebsten würde ich vorher schon mal von Zuhause aus das Angebot auschecken und dann die Sachen per GPS-Anweisungs-App nur noch von den Ständern sammeln, eine Runde in die Umkleide und *uff* überstanden.

Die MinimalistInnen unter den EinkäuferInnen, also Quickie-ShopperInnen wie ich habe eine Liste von Produkten, deren Kauf immer wieder der Horror ist – weil es so furchtbar lange dauert bis man etwas gefunden hat, das paßt und gefällt. Neben Winterjacken/-mänteln und Schuhen gehören dazu für mich wie für viele andere Frauen auch BHs.
Der Kauf eines BHs, das ist etwas was man am liebsten aufschiebt bis es wirklich nicht mehr anders geht. Dann erst begibt man sich auf die – oft wenig aussichtsreiche - Suche nach einem neuen Begleiter für untendrunter. Und weil man BHs ja nun mal auch anprobieren muß, geht man zähneknirschend in einen Laden.

Die meisten, die nicht das Glück haben mehr oder weniger in den Bereich der Wilden 13 zu fallen, also Unterbrustband 75-85 plus Körbchen A-D, führt die Kaufabsicht dann irgendwann auch mal in ein sog. Spezialgeschäft. Aber aufgepaßt, unter Umständen kann ein solcher Besuch bei der EinzelhändlerIn ganz schön unangenehm werden: nicht selten erwartet die ahnungslose Kundin in spe nicht nur eine schlechte Beratung und teure Ware, sondern auch noch eine respektlose und/oder unfreundliche Verkäuferin.

Die Liste der Horror-Stories ist lang und wer sich dafür weiter interessiert, dem empfehle ich MiaRoses Beitrag Also, Sie sind doch eine 75C... oder den Thread “Was sagen die BH-Verkäuferinnen” bei den Busenfreundinnen. Doch allem wohligen Gruseln zum Trotz, allen Widerständen gegen die Unkontrollierbarkeit der Einkaufssituation und eventuell unangenehmen Erfahrungen rate ich dazu, sich dem Abenteuer zu stellen. Der Grund dafür ist ganz einfach der, daß ich es für wichtig halte, die eigenen Bedürfnisse mitzuteilen und dadurch ein stärkeres Bewußtsein für die Nachfrage und den Bedarf an ‘exotischen Größen’ zu schaffen. Gleichzeitig kann man tatsächlich auch Glück haben und eine ganz tolle Beratung bekommen. Also, no risk – no fun!


Im Folgenden habe ich ein paar Tips gesammelt, wie man das Unterfangen BH-Laden-Besuch erfolgreich oder wenigstens unbeschadet übersteht.

- Vorher anrufen
 Oft sind Webseiten von Dessousgeschäften (falls überhaupt vorhanden) wenig aussagekräftig. Es ist daher eine gute Idee, im Vorfeld einfach mal anzurufen, um herauszufinden, ob man bspw. einen Termin für die Beratung braucht, welche Marken und welches Größenspektrum angeboten wird – und, besonders wichtig, ob man es am anderen Ende der Leitung mit einer freundlichen, auskunftswilligen und kompetenten Person zu tun hat. Am besten macht  man sich eine Check-Liste von Fragen, die einen interessieren. 

- Realistische Erwartungen bzgl. des Angebots
Es ist ziemlich unwahrscheinlich, daß ein Laden einem alle Wünsche erfüllen kann. Das Angebot im Fachgeschäft ist mit dem großer Onlineshops oder auch der Modellvielfalt, die man von der Wilden 13 kennt, in der Regel nicht vergleichbar. Gegenüber dem guten Dutzend einer herkömmlichen Wäscheserie umfaßt eine britische Serie von 65D-85H bereits ganze 40 Oberteile, Unterteile nicht eingerechnet. Man kann sich vorstellen wie schnell man bei unglaublichen Warenmengen ankommt, wenn man für ein ordentliches Brafitting (also viele Größen) einkauft. Die Auswahl wird also entsprechend eher ‘pragmatisch’ sein: weiß, schwarz, beige wird am meisten nachgefragt, also auch am meisten ge- und verkauft. Ich weiß, daß das manchmal frustrierend sein kann, aber was hilft einem der schönste, bunteste BH wenn er nicht richtig paßt? 

- Realistische Erwartungen bzgl. der Preise
 Kleine Läden/Marken machen nicht so viel Umsatz, ein gutes Sortiment ist groß und damit kostenintensiv und Beratung ist aufwendig. Das alles schlägt sich bisweilen recht deutlich im Preis eines BHs nieder. Wer ein Fachgeschäft besucht, sollte sich daher darauf einstellen, zwischen 50 und 80€ für einen BH zahlen zu müssen.

- Eigene Vorstellungen und Kompromissbereitschaft reflektieren
Je nachdem wie viele passende BHs man schon hat, sollte man seine eigene Vorstellungen und Kompromissbereitschaft überdenken – wo liegt der Fokus, was braucht man wirklich, braucht man überhaupt einen neuen BH oder hätte man gerne einfach einen, ist man offen für Änderungen am BH (z.B. Unterbrustbandkürzung), kann man sich ggf. auch mit anderer Farbe anfreunden (beige statt weiß oder schwarz statt dunkelblau?) usw.
So kann man a) verhindern, daß man mit etwas den Laden verläßt, das man eigentlich gar nicht haben wollte und b) auch, daß man sich selbst zu sehr an Wünsche hängt, die evtl. nicht erfüllbar sind. Manchmal merkt man beispielsweise beim Anprobieren, daß auch in der richtigen Größe die Schnittform des Traum-BHs nicht funktioniert… Gleichzeitig bringt es ja auch nichts, einen perfekt sitzenden BH zu erwerben, den man so häßlich findet, daß man ihn nicht angucken kann. Andererseits ist auch immer zu bedenken: man trägt einen BH ja nur drunter und wenn er unterm Shirt toll aussieht, dann ist das ja auch was.

- Sich darauf gefaßt machen daß man evtl. die falsche Größe trägt
Die meisten Frauen tragen zu große Unterbrustbänder und zu kleine Cups. Die umgekehrte Variante ist sehr selten, kommt aber manchmal im Zuge einer Fitting-Euphorie auch vor. (Umgekehrte Buchstabenphobie) Ist aber IMO zu vernachlässigen. Also: keine Angst vor neuen Größen und exotischen Buchstaben! 

- Sich informieren wie ein BH sitzen soll
z.B. anhand des drüber & drunter Passform-Checks

- Kleidung mitbringen unter der man den BH tragen möchte
Immer gut für einen Test ist ein dünnes T-Shirt oder Top, evtl. mit Elasthananteil, mit dem man testen kann, ob der Übergang zwischen BH und Brust glatt ist oder ob man Brötchen (eine Doppelbrust) hat.
Wenn man vor allem helle Blusen oder weit ausgeschnittene Tops trägt oder einen BH für ein spezifisches Kleid sucht, wäre es ratsam die entspr. Kleidungsstücke mitzubringen.

- Verstärkung organisieren
Oft ist es schöner, wenn man jemanden mit dabei hat, der einem den Rücken stärkt, eine zweite Meinung einbringt und einem gegen aufdringliche, respektlose oder unfreundliche Verkäuferinnen den Rücken stärkt. Es sollte jemand sein, der geduldig ist, Verständnis für deine eventuell vorhandenen Probleme mit deinem Körper hat, dem du im Urteil vertraust und der dir ein gutes Gefühl geben kann. Also – entgegen der Verwendung des männlichen Pronomens – beispielsweise deine beste Freundin. Nicht so eine gute Wahl sind zickige Mütter/Töchter, überkritische Freundinnen mit Körper-Issues oder ungeduldige Partner. So eine BH-Beratung kann manchmal ne ganze Weile dauern.

- Bewertung der Beratung/Entscheidung für einen BH
MiaRose hat einen Beitrag dazu geschrieben wie sie sich ein perfektes Bra Fitting vorstellt. Hilfreich könnten vielleicht auch die Entscheidungshilfen für den Online-Kauf sein: BH-Suche 101, zweiter Teil: Richtig anprobieren... und dritter Teil: Behalten oder nicht behalten?
Wichtig ist auf jeden Fall, daß man sich nicht gegen sein Bauchgefühl entscheidet. Wenn man sich nicht sicher ist, lieber noch mal wiederkommen, als was kaufen mit dem man hinterher totunglücklich ist…

- Bestellungen – ja oder nein?
 Oft wird angeboten nicht vorhandene Ware zu bestellen. Zu bedenken ist dabei, daß Ware in der Regel nicht auf Kommision gekauft werden kann, d.h. wenn man die Sachen dann nicht haben will, bleibt der Laden darauf sitzen. Daher ist häufig eine Bedingung für die Bestellung, daß man die Sachen dann auch nehmen muß >> von Bestellungen unter dieser Prämisse würde ich dringend abraten; genauso wie von ‘unverbindlichen’ Bestellungen die man ohne ernsthaftes Kaufinteresse tätigt, z.B. als eine Art Kompromiss statt eines Kaufs. Es ist zwar vielleicht unangenehm, aber in solchen Fällen ist es fairer gleich zu sagen, daß man den BH nicht haben will oder man es sich lieber noch einmal überlegt. 

- Gegenseitiger Respekt
 Eigentlich selbstverständlich möchte man meinen, aber das Thema Respekt ist mitunter tatsächlich das größte Problem… und deswegen schreib ich dazu demnächst einfach noch mal einen Blog-Post, denn: ich hab jetzt einfach keine Lust mehr und ihr wahrscheinlich auch nicht, nach meinem Beitrag in Romanlänge. (Ich kann mich einfach nicht kurz fassen, ich weiß… wer den Beitrag hierhin gelesen hat bekommt ein Fleißbienchen fürs Muttiheft!)

Wie dem auch sei, ich freu mich wie immer über Ergänzungen und Kommentare. Noch einen schönen Sonntagabend bzw. guten Start in die Woche.
Cheers,
eure george

Posted in , , , | 3 Comments

D Review Freya Deco - Ich wünschte es wäre Liebe

Ja, es gibt mich noch und nachdem ich endlich meine Masterarbeit abgegeben habe kann ich mich wieder verstärkt dem Bloggen widmen. Los geht es heute mit einer Review zu einem nicht ganz unbekannten BH, dem Freya Deco.

Die Freya Deco Serie ist Freyas Bestseller und das verwundert kaum, denn die Bhs der Reihe sind schlicht und fallen unter Kleidung kaum auf und zaubern doch in den meisten Fällen ein sehr üppiges Dekolletee. Im Rahmen der Kampagne 365 Days of Freya wurde mir freundlicherweise von der zuständigen deutschen PR ein Deco kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich bekam den Deco Honey in Idris (Lila) in 30G inklusive des zugehörigen Höschens in L.

Meine Brüste: 72/77 Unterbrustumfang, weich, eng zusammenstehend, viel Volumen zur Mitte, schmale bis mittelbreite Schultern

Informationen zum Modell: Zur Deco Reihe gehören die Modelle Plunge, Halfcup, Strapless, Soft Cup, Honey und das neue Familienmitglied Shape. Plunge, Honey, Strapless und Shape sind erhältlich  in 28 D-G, 30 D-GG, 32-36 B-GG, 38 B-G. Ausnahme ist der Halfcup Style den es nur bis F und der Soft Cup der nur bis G verfügbar ist. Deco Plunge und Honey sind schnittgleich. Die Bhs sind alle gepaddet, besitzen jedoch keine Push-Up-Kissen.

Größentreue: Ich empfinde das UBB als eher locker, etwas was für mich typisch Freya ist. Mit meinen Maßen komme ich sehr gut mit einem 30er/65er Band hin, wobei ich in vielen anderen Marken eher ein 32er/70er UBB bevorzuge. Die Cups fallen etwa 1/2 Körbchen größer aus. Das Höschen in L passt mir sehr gut. Zum Vergleich: Ich trage auch Höschen von H&M in der Größe.

Form: Der Bh pusht die Brüste stark nach oben und zur Mitte. Dadurch entsteht eine sehr runde, kugelige Form, die ich bei Bhs bevorzuge. Das Dekolletee, das der Deco kreiert, ist nicht gerade zurückhaltend, allerdings hat man die Brüste auch nicht unter dem Kinn hängen.

Passung
: Der Bh ist im Körbchen etwas zu groß für mich. Wahrscheinlich hätte 30FF besser gepasst, daher sollte die folgenden Worte mit Vorsicht genossen werden. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, dass die 30FF und ich ein Traumpaar geworden wären. Ich habe den Deco Plunge bereits vorher einmal anprobiert und ihn nicht gekauft, da ich ihn nicht für 100% kompatibel mit meinen Brüsten halte. Meine Brüste sind recht weich und ich habe viel Volumen in der Mitte, so dass meine Brüste dazu tendieren, aus Plunges im Allgemeinen herauszufließen. Das wäre auch hier der Fall, wenn die Körbchen nicht einen Ticken zu groß wären. Das andere Problem ist die Breite des Stegs, er liegt im unteren Bereich leicht auf dem Brustgewebe auf, da meine Brüste dort sehr eng zusammenstehen. Obwohl ich die Träger stärker als üblich kürzen musste um das zu große Körbchen auszugleichen, schneidet der Bh nicht an der Achsel ein. Ich könnte mir vorstellen, dass der Honey auch für Frauen mit schmaleren Schultern geeignet ist. Die Bügel sind schmal, wie die anderer Freya-Bhs auch und der Bh ist damit nicht für Frauen mit einer breiten Brustbasis geeignet.


Design: Der BH ist schlicht und fällt auch unter enganliegender Kleidung nicht auf, somit ist er ein idealer T-Shirt Bh. Es ist Spitze an den Trägern und am UBB, sowie zwei Knöpfe auf dem Steg und zwei winzige Schleifchen am Trägeransatz. Das Material fühlt sich sehr seidig und angenehm an.

Maße des Bhs (nach Busenfreundinnen Anleitung gemessen; nach einmaliger Handwäsche):

UBB-Länge im lockeren Zustand: 67 cm
UBB-Länge im gedehnten Zustand: 83 cm
Länge eines Bügels: 22 (+2,5cm leerer Schlauch)
Breite eines Bügels: 16,5 cm (inklusive Bügel)
Tiefe des Körbchens: 23 cm
Höhe des Stegs: 6 cm
Breite des Stegs: 2,5 cm
Breite der Träger: 2,5 cm
Maximale/Minimale Länge der Träger: 42/23 cm
UBB-Höhe unter der Achsel: 9 cm
UBB-Höhe am Verschluss: 3,5 cm
Anzahl der Verschluss-Häkchen: 3 Reihen à 2 Häkchen

Gesamteindruck: Ich denke für Frauen, die schmale Bügel benötigen und feste bis mittelfeste Brüste haben ist der Deco Honey ein Traum. Der BH ist für mich ein BH für jede Gelegenheit, er kommt ohne großes Schnickschnack daher aber begeistert mit einer großartiges Push-Up-Wirkung.

Was sind deine Erfahrungen mit dem Deco? Seid ihr ein Dreamteam oder bist du noch immer auf der Suche nach dem perfekten Alltagsbh?

Posted in , , , , | 1 Comment

D/E Review Ungiko (Shop & Produkt/Clothes)

Ungiko ist ein Dawandashop*, dessen Besitzerin Dorett Kleider und Oberteile nach Maß fertigt. Ich habe dort zwar schon im letzten Sommer bestellt, aber konnte mich erst jetzt zu einer Review durchringen, da das Kleid bei mir leider ein recht trostloses Dasein in den Untiefen meines Kleiderschranks fristet. Was allerdings an meiner Auswahl und nicht an dem Produkt selbst liegt.

Homepage: http://de.dawanda.com/user/ungiko
Preise:18-80 €
Marken: Eigenmarke
Produkte: Kleider, Shirts, Boleros, Loop-Schals
Sprachen: Das Dawanda-Interface gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch. Die Beschreibungen im Shop sind in anderen Sprachen allerdings eher holprig
Größen: 34-42 und innerhalb dessen auch Maßanfertigungen, andere Größen (44 und 46) + 2-5 €

Victoria (farbecht/true to color)
Versand: 4,70 € innerhalb Deutschlands, ca. 6 € innerhalb der EU (bei Versand ins Ausland sollte man vorher eine Nachricht schreiben)
Zahlungsmöglichkeiten: Überweisung, Paypal

Warenangebot: Der Fokus liegt eindeutig auf einfarbigen Kleidern. Neben den Kleidern gibt es allerdings auch recht viele Shirts, einige wenige Loopschals und Boleros. Es gibt jede Saison neue Modelle, Grundschnitte sind jedoch das ganze Jahr über erhältlich. Insbesondere saisonale Modelle mit Muster findet mensch auch öfters mal im Sale. Das Größenangebot ist nicht gerade riesig (34-42) und für größere Größen (44 und 46) muss mensch extra bezahlen.

Kundenservice: Die Kommunikation war blitzschnell und freundlich.

Liefer- und Bearbeitungszeit: Das Kleid war 6 Tage nach Bestellung bereits auf dem Weg zu mir und die Post hat noch einmal 2 Tage gebraucht

Rückabwicklung/Umtausch: Habe ich nicht in Anspruch genommen, es gilt aber das übliche 14-tägige Widerrufsrecht, auch für maßangefertigte Teile.

Maßanfertigung: Das war natürlich der Punkt der mich am meisten angezogen hat. Tatsächlich passte mir das Kleid zum Lieferzeitraum sehr gut, wenn auch nicht wie angegossen, da ich das Gefühl habe, das der obere Teil doch etwas zu klein für meine Brüste ist und so nach oben rutscht. Ungiko arbeitet mit vier Maßen: Brust, Unterbrust, Taille und Hüfte. Die verschiedenen Schnitte können, wenn nicht anders angegeben, in allen Farben der Farbkarte hergestellt werden. Auch Sonderwünsche können umgesetzt werden.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Nach eigenen Aussagen, entstehen die Klamotten alle in Handarbeit im eigenen Atelier in Deutschland. Das und die Individualisierungsoptionen treiben natürlich den Preis nach oben. Sicher bekommt man ähnliche Kleidung auch bei Biubiu, Urgye und Bravissimo, die speziell für Menschen mir größerer Oberweite konstruiert sind und die ersten beiden sind zudem deutlich günstiger. Bei mir sind aber neben den Brüsten, oft die Hüften nicht kompatibel mit Kleidern, da sie breiter sind, als sich das der Hersteller gewünscht hätte und ich finde viele der Kleider auch zu kurz für mich (1,76).

Kleid Victoria in Pflaume/Nachtblau
Schnitte: Die Schnitte sind in den meisten Fällen figurbetonend und, meiner Meinung nach, finden fst alle Figurtypen hier etwas Passendes. Die Designs sind relativ einfach und kommen meist ohne Details oder Schnörkel aus. Was mir besonders gut gefällt, ist die Länge der Kleider, meines ist 96 cm lang und somit auch für die Arbeit gut geeignet. Es gibt die Kleider auf Wunsch aber auch kürzer, bzw. kürzere Modelle. Auch Sonderwünsche werden umgesetzt.

Qualität der Ware: Das Kleid besteht aus weichfallendem Viskosejersey mit Elasthan (92% Viskose, 8% Elasthan). Wer mich kennt weiß, das ist nicht unbedingt mein Lieblingsstoff. Ich finde einer dünner Jersey, wie dieser, zeigt doch die allermeisten Kurven und Kürvchen des Körpers. Allerdings ist es so eben auch sehr bequem und von der Qualität auch nicht schlechter als z.B. Biubiu. Was mich allerdings stutzig gemacht hat ist das es nach 3-4 mal tragen schon leichtes Peeling an der Stelle gibt an der meine Umhängetasche liegt.

Gesamteindruck: Sicherlich nicht der billigste Alternative, wenn man ein perfekt passendes Kleidungsstück erwerben will, aber sicherlich eine Alternative für Menschen, die nicht im Ausland bestellen wollen und denen es nicht nur um den passenden Platz für die Brust sondern auch den Po geht.

* Dawanda ist eine Art virtueller Marktplatz für Selbstgemachtes

Habt ihr dort schon bestellt? Wie gefallen euch die Sachen?

Ungiko is a shop on Dawanda, a marketplace for self-made stuff much like Etsy. Owner Dorett makes made-to-measure clothes. I ordered last summer, but haven't written a blog post yet, because the dress is not one of the most prominent items in my closet. That, however, has little to do with the dress itself but a lot with my own insecurities and the style I chose.

Language: Dawanda's interface is available in German, English, Polish, French, Dutch, Spanish, Italian. The translations in the shop are not. However, chances are pretty high, that somebody there will speak English.
Products: Mostly dresses and Shirts
Price Range:18-80 €
Sizing: 34-42, 44 and 46 are available for an extra charge from 2-5 €, within this range things are tailored
Delivery costs: approximately 6 € within the EU (you are asked to send a message beforehand, though)
Payment: Paypal, bank transfer

Product Range: It's mostly dresses and some shirts, with the rare shawl and cardigan sprinkled in. At first I was a little overwhelmed by the selection, but the categories on the left are pretty helpful. The are a few new designs every season, but the basic designs are always available. I just wish the pictures weren't mostly of black clothes as you can't really see the details. There is always a small sale section, but it has mostly colorful designs with patterns, which might not float everybody's boat.
Dress Victoria in Pflaume/Nachtblau 


Design: The design are pretty clean and straight-forward. Almost all dresses are figure-hugging and there is enough selection to flatter a range of body types. At 96cm the dress' length is work-appropriate and ends at my knee (I am 5'9/ 1,76). Most clothes are available in wide range of monochrome colors, 24 to be precise, but there are some designs that come only in certain colors/patterns. There is also the possibility to alter some of the designs, but as I haven't used that option, I can't speak to that.

Sizing: The size range is not particularly big (34-46) and you will have to pay a little extra for 44 and 46 (2-5€). What attracted me the most was the option to get the clothes tailor-made. Obviously sending in 4 measurements (Bust, Underbust, Waist and Hip) is different from going to your local tailor and getting true made-to-measure clothes there. However, given the fabric, it works well enough. Mine fit me well when I bought it, though I would have preferred it had a little more space horizontally in the boob area.

Communication: Fast, nice and approachable.

Delivery: Speedy, considered the dress was made-to-order. It was shipped 6 days after I ordered.

Value-for-Money: According to the website all clothes are handmade in a small studio in Germany. The clothes are made from medium-light jersey (92% rayon/viscose, 8% Lycra/spandex), which is not my favorite as it is rather thin and shows off most bumps on my body. However, that also makes it very comfortable and retailers such as Biubiu and Urkye also use it. Compared to them, the clothes are, however, much more expensive. I still bought a dress at Ungiko, because my hips are a little broader and I am little taller than what other retailers that carry to big-boobed women seem to design for. What I didn't like is that though I haven't worn the dress more than 3-4 times there is already a little peeling where my bag rubbed against the fabric.

Overall: Ungiko is a good option if you don't like ordering abroad and want clothes that take your measurements into account. The designs might not be the most exciting ones, but they are flattering to a range of body types and the quality is okay.

So, what do you think? Have you ordered at Ungiko? Would you?



Posted in , , , , , , , | 4 Comments

Search

Swedish Greys - a WordPress theme from Nordic Themepark. Converted by LiteThemes.com.