Kleiner Leitfaden für den Besuch im BH-Fachgeschäft

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin so eine typische Online-Käuferin: mich durch das reale Angebot eines Ladens zu wühlen bis ich etwas gefunden habe, das mir zusagt, macht mir keinen Spaß. Klar, gehe ich alle paar Monate mal zu den üblichen Verdächtigen um mir ein paar neue Tops, Shorts, Leggings, Röcke und Accessoires zu kaufen, aber am liebsten würde ich vorher schon mal von Zuhause aus das Angebot auschecken und dann die Sachen per GPS-Anweisungs-App nur noch von den Ständern sammeln, eine Runde in die Umkleide und *uff* überstanden.

Die MinimalistInnen unter den EinkäuferInnen, also Quickie-ShopperInnen wie ich habe eine Liste von Produkten, deren Kauf immer wieder der Horror ist – weil es so furchtbar lange dauert bis man etwas gefunden hat, das paßt und gefällt. Neben Winterjacken/-mänteln und Schuhen gehören dazu für mich wie für viele andere Frauen auch BHs.
Der Kauf eines BHs, das ist etwas was man am liebsten aufschiebt bis es wirklich nicht mehr anders geht. Dann erst begibt man sich auf die – oft wenig aussichtsreiche - Suche nach einem neuen Begleiter für untendrunter. Und weil man BHs ja nun mal auch anprobieren muß, geht man zähneknirschend in einen Laden.

Die meisten, die nicht das Glück haben mehr oder weniger in den Bereich der Wilden 13 zu fallen, also Unterbrustband 75-85 plus Körbchen A-D, führt die Kaufabsicht dann irgendwann auch mal in ein sog. Spezialgeschäft. Aber aufgepaßt, unter Umständen kann ein solcher Besuch bei der EinzelhändlerIn ganz schön unangenehm werden: nicht selten erwartet die ahnungslose Kundin in spe nicht nur eine schlechte Beratung und teure Ware, sondern auch noch eine respektlose und/oder unfreundliche Verkäuferin.

Die Liste der Horror-Stories ist lang und wer sich dafür weiter interessiert, dem empfehle ich MiaRoses Beitrag Also, Sie sind doch eine 75C... oder den Thread “Was sagen die BH-Verkäuferinnen” bei den Busenfreundinnen. Doch allem wohligen Gruseln zum Trotz, allen Widerständen gegen die Unkontrollierbarkeit der Einkaufssituation und eventuell unangenehmen Erfahrungen rate ich dazu, sich dem Abenteuer zu stellen. Der Grund dafür ist ganz einfach der, daß ich es für wichtig halte, die eigenen Bedürfnisse mitzuteilen und dadurch ein stärkeres Bewußtsein für die Nachfrage und den Bedarf an ‘exotischen Größen’ zu schaffen. Gleichzeitig kann man tatsächlich auch Glück haben und eine ganz tolle Beratung bekommen. Also, no risk – no fun!


Im Folgenden habe ich ein paar Tips gesammelt, wie man das Unterfangen BH-Laden-Besuch erfolgreich oder wenigstens unbeschadet übersteht.

- Vorher anrufen
 Oft sind Webseiten von Dessousgeschäften (falls überhaupt vorhanden) wenig aussagekräftig. Es ist daher eine gute Idee, im Vorfeld einfach mal anzurufen, um herauszufinden, ob man bspw. einen Termin für die Beratung braucht, welche Marken und welches Größenspektrum angeboten wird – und, besonders wichtig, ob man es am anderen Ende der Leitung mit einer freundlichen, auskunftswilligen und kompetenten Person zu tun hat. Am besten macht  man sich eine Check-Liste von Fragen, die einen interessieren. 

- Realistische Erwartungen bzgl. des Angebots
Es ist ziemlich unwahrscheinlich, daß ein Laden einem alle Wünsche erfüllen kann. Das Angebot im Fachgeschäft ist mit dem großer Onlineshops oder auch der Modellvielfalt, die man von der Wilden 13 kennt, in der Regel nicht vergleichbar. Gegenüber dem guten Dutzend einer herkömmlichen Wäscheserie umfaßt eine britische Serie von 65D-85H bereits ganze 40 Oberteile, Unterteile nicht eingerechnet. Man kann sich vorstellen wie schnell man bei unglaublichen Warenmengen ankommt, wenn man für ein ordentliches Brafitting (also viele Größen) einkauft. Die Auswahl wird also entsprechend eher ‘pragmatisch’ sein: weiß, schwarz, beige wird am meisten nachgefragt, also auch am meisten ge- und verkauft. Ich weiß, daß das manchmal frustrierend sein kann, aber was hilft einem der schönste, bunteste BH wenn er nicht richtig paßt? 

- Realistische Erwartungen bzgl. der Preise
 Kleine Läden/Marken machen nicht so viel Umsatz, ein gutes Sortiment ist groß und damit kostenintensiv und Beratung ist aufwendig. Das alles schlägt sich bisweilen recht deutlich im Preis eines BHs nieder. Wer ein Fachgeschäft besucht, sollte sich daher darauf einstellen, zwischen 50 und 80€ für einen BH zahlen zu müssen.

- Eigene Vorstellungen und Kompromissbereitschaft reflektieren
Je nachdem wie viele passende BHs man schon hat, sollte man seine eigene Vorstellungen und Kompromissbereitschaft überdenken – wo liegt der Fokus, was braucht man wirklich, braucht man überhaupt einen neuen BH oder hätte man gerne einfach einen, ist man offen für Änderungen am BH (z.B. Unterbrustbandkürzung), kann man sich ggf. auch mit anderer Farbe anfreunden (beige statt weiß oder schwarz statt dunkelblau?) usw.
So kann man a) verhindern, daß man mit etwas den Laden verläßt, das man eigentlich gar nicht haben wollte und b) auch, daß man sich selbst zu sehr an Wünsche hängt, die evtl. nicht erfüllbar sind. Manchmal merkt man beispielsweise beim Anprobieren, daß auch in der richtigen Größe die Schnittform des Traum-BHs nicht funktioniert… Gleichzeitig bringt es ja auch nichts, einen perfekt sitzenden BH zu erwerben, den man so häßlich findet, daß man ihn nicht angucken kann. Andererseits ist auch immer zu bedenken: man trägt einen BH ja nur drunter und wenn er unterm Shirt toll aussieht, dann ist das ja auch was.

- Sich darauf gefaßt machen daß man evtl. die falsche Größe trägt
Die meisten Frauen tragen zu große Unterbrustbänder und zu kleine Cups. Die umgekehrte Variante ist sehr selten, kommt aber manchmal im Zuge einer Fitting-Euphorie auch vor. (Umgekehrte Buchstabenphobie) Ist aber IMO zu vernachlässigen. Also: keine Angst vor neuen Größen und exotischen Buchstaben! 

- Sich informieren wie ein BH sitzen soll
z.B. anhand des drüber & drunter Passform-Checks

- Kleidung mitbringen unter der man den BH tragen möchte
Immer gut für einen Test ist ein dünnes T-Shirt oder Top, evtl. mit Elasthananteil, mit dem man testen kann, ob der Übergang zwischen BH und Brust glatt ist oder ob man Brötchen (eine Doppelbrust) hat.
Wenn man vor allem helle Blusen oder weit ausgeschnittene Tops trägt oder einen BH für ein spezifisches Kleid sucht, wäre es ratsam die entspr. Kleidungsstücke mitzubringen.

- Verstärkung organisieren
Oft ist es schöner, wenn man jemanden mit dabei hat, der einem den Rücken stärkt, eine zweite Meinung einbringt und einem gegen aufdringliche, respektlose oder unfreundliche Verkäuferinnen den Rücken stärkt. Es sollte jemand sein, der geduldig ist, Verständnis für deine eventuell vorhandenen Probleme mit deinem Körper hat, dem du im Urteil vertraust und der dir ein gutes Gefühl geben kann. Also – entgegen der Verwendung des männlichen Pronomens – beispielsweise deine beste Freundin. Nicht so eine gute Wahl sind zickige Mütter/Töchter, überkritische Freundinnen mit Körper-Issues oder ungeduldige Partner. So eine BH-Beratung kann manchmal ne ganze Weile dauern.

- Bewertung der Beratung/Entscheidung für einen BH
MiaRose hat einen Beitrag dazu geschrieben wie sie sich ein perfektes Bra Fitting vorstellt. Hilfreich könnten vielleicht auch die Entscheidungshilfen für den Online-Kauf sein: BH-Suche 101, zweiter Teil: Richtig anprobieren... und dritter Teil: Behalten oder nicht behalten?
Wichtig ist auf jeden Fall, daß man sich nicht gegen sein Bauchgefühl entscheidet. Wenn man sich nicht sicher ist, lieber noch mal wiederkommen, als was kaufen mit dem man hinterher totunglücklich ist…

- Bestellungen – ja oder nein?
 Oft wird angeboten nicht vorhandene Ware zu bestellen. Zu bedenken ist dabei, daß Ware in der Regel nicht auf Kommision gekauft werden kann, d.h. wenn man die Sachen dann nicht haben will, bleibt der Laden darauf sitzen. Daher ist häufig eine Bedingung für die Bestellung, daß man die Sachen dann auch nehmen muß >> von Bestellungen unter dieser Prämisse würde ich dringend abraten; genauso wie von ‘unverbindlichen’ Bestellungen die man ohne ernsthaftes Kaufinteresse tätigt, z.B. als eine Art Kompromiss statt eines Kaufs. Es ist zwar vielleicht unangenehm, aber in solchen Fällen ist es fairer gleich zu sagen, daß man den BH nicht haben will oder man es sich lieber noch einmal überlegt. 

- Gegenseitiger Respekt
 Eigentlich selbstverständlich möchte man meinen, aber das Thema Respekt ist mitunter tatsächlich das größte Problem… und deswegen schreib ich dazu demnächst einfach noch mal einen Blog-Post, denn: ich hab jetzt einfach keine Lust mehr und ihr wahrscheinlich auch nicht, nach meinem Beitrag in Romanlänge. (Ich kann mich einfach nicht kurz fassen, ich weiß… wer den Beitrag hierhin gelesen hat bekommt ein Fleißbienchen fürs Muttiheft!)

Wie dem auch sei, ich freu mich wie immer über Ergänzungen und Kommentare. Noch einen schönen Sonntagabend bzw. guten Start in die Woche.
Cheers,
eure george

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D Review Freya Deco - Ich wünschte es wäre Liebe

Ja, es gibt mich noch und nachdem ich endlich meine Masterarbeit abgegeben habe kann ich mich wieder verstärkt dem Bloggen widmen. Los geht es heute mit einer Review zu einem nicht ganz unbekannten BH, dem Freya Deco.

Die Freya Deco Serie ist Freyas Bestseller und das verwundert kaum, denn die Bhs der Reihe sind schlicht und fallen unter Kleidung kaum auf und zaubern doch in den meisten Fällen ein sehr üppiges Dekolletee. Im Rahmen der Kampagne 365 Days of Freya wurde mir freundlicherweise von der zuständigen deutschen PR ein Deco kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich bekam den Deco Honey in Idris (Lila) in 30G inklusive des zugehörigen Höschens in L.

Meine Brüste: 72/77 Unterbrustumfang, weich, eng zusammenstehend, viel Volumen zur Mitte, schmale bis mittelbreite Schultern

Informationen zum Modell: Zur Deco Reihe gehören die Modelle Plunge, Halfcup, Strapless, Soft Cup, Honey und das neue Familienmitglied Shape. Plunge, Honey, Strapless und Shape sind erhältlich  in 28 D-G, 30 D-GG, 32-36 B-GG, 38 B-G. Ausnahme ist der Halfcup Style den es nur bis F und der Soft Cup der nur bis G verfügbar ist. Deco Plunge und Honey sind schnittgleich. Die Bhs sind alle gepaddet, besitzen jedoch keine Push-Up-Kissen.

Größentreue: Ich empfinde das UBB als eher locker, etwas was für mich typisch Freya ist. Mit meinen Maßen komme ich sehr gut mit einem 30er/65er Band hin, wobei ich in vielen anderen Marken eher ein 32er/70er UBB bevorzuge. Die Cups fallen etwa 1/2 Körbchen größer aus. Das Höschen in L passt mir sehr gut. Zum Vergleich: Ich trage auch Höschen von H&M in der Größe.

Form: Der Bh pusht die Brüste stark nach oben und zur Mitte. Dadurch entsteht eine sehr runde, kugelige Form, die ich bei Bhs bevorzuge. Das Dekolletee, das der Deco kreiert, ist nicht gerade zurückhaltend, allerdings hat man die Brüste auch nicht unter dem Kinn hängen.

Passung
: Der Bh ist im Körbchen etwas zu groß für mich. Wahrscheinlich hätte 30FF besser gepasst, daher sollte die folgenden Worte mit Vorsicht genossen werden. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, dass die 30FF und ich ein Traumpaar geworden wären. Ich habe den Deco Plunge bereits vorher einmal anprobiert und ihn nicht gekauft, da ich ihn nicht für 100% kompatibel mit meinen Brüsten halte. Meine Brüste sind recht weich und ich habe viel Volumen in der Mitte, so dass meine Brüste dazu tendieren, aus Plunges im Allgemeinen herauszufließen. Das wäre auch hier der Fall, wenn die Körbchen nicht einen Ticken zu groß wären. Das andere Problem ist die Breite des Stegs, er liegt im unteren Bereich leicht auf dem Brustgewebe auf, da meine Brüste dort sehr eng zusammenstehen. Obwohl ich die Träger stärker als üblich kürzen musste um das zu große Körbchen auszugleichen, schneidet der Bh nicht an der Achsel ein. Ich könnte mir vorstellen, dass der Honey auch für Frauen mit schmaleren Schultern geeignet ist. Die Bügel sind schmal, wie die anderer Freya-Bhs auch und der Bh ist damit nicht für Frauen mit einer breiten Brustbasis geeignet.


Design: Der BH ist schlicht und fällt auch unter enganliegender Kleidung nicht auf, somit ist er ein idealer T-Shirt Bh. Es ist Spitze an den Trägern und am UBB, sowie zwei Knöpfe auf dem Steg und zwei winzige Schleifchen am Trägeransatz. Das Material fühlt sich sehr seidig und angenehm an.

Maße des Bhs (nach Busenfreundinnen Anleitung gemessen; nach einmaliger Handwäsche):

UBB-Länge im lockeren Zustand: 67 cm
UBB-Länge im gedehnten Zustand: 83 cm
Länge eines Bügels: 22 (+2,5cm leerer Schlauch)
Breite eines Bügels: 16,5 cm (inklusive Bügel)
Tiefe des Körbchens: 23 cm
Höhe des Stegs: 6 cm
Breite des Stegs: 2,5 cm
Breite der Träger: 2,5 cm
Maximale/Minimale Länge der Träger: 42/23 cm
UBB-Höhe unter der Achsel: 9 cm
UBB-Höhe am Verschluss: 3,5 cm
Anzahl der Verschluss-Häkchen: 3 Reihen à 2 Häkchen

Gesamteindruck: Ich denke für Frauen, die schmale Bügel benötigen und feste bis mittelfeste Brüste haben ist der Deco Honey ein Traum. Der BH ist für mich ein BH für jede Gelegenheit, er kommt ohne großes Schnickschnack daher aber begeistert mit einer großartiges Push-Up-Wirkung.

Was sind deine Erfahrungen mit dem Deco? Seid ihr ein Dreamteam oder bist du noch immer auf der Suche nach dem perfekten Alltagsbh?

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D/E Review Ungiko (Shop & Produkt/Clothes)

Ungiko ist ein Dawandashop*, dessen Besitzerin Dorett Kleider und Oberteile nach Maß fertigt. Ich habe dort zwar schon im letzten Sommer bestellt, aber konnte mich erst jetzt zu einer Review durchringen, da das Kleid bei mir leider ein recht trostloses Dasein in den Untiefen meines Kleiderschranks fristet. Was allerdings an meiner Auswahl und nicht an dem Produkt selbst liegt.

Homepage: http://de.dawanda.com/user/ungiko
Preise:18-80 €
Marken: Eigenmarke
Produkte: Kleider, Shirts, Boleros, Loop-Schals
Sprachen: Das Dawanda-Interface gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch. Die Beschreibungen im Shop sind in anderen Sprachen allerdings eher holprig
Größen: 34-42 und innerhalb dessen auch Maßanfertigungen, andere Größen (44 und 46) + 2-5 €

Victoria (farbecht/true to color)
Versand: 4,70 € innerhalb Deutschlands, ca. 6 € innerhalb der EU (bei Versand ins Ausland sollte man vorher eine Nachricht schreiben)
Zahlungsmöglichkeiten: Überweisung, Paypal

Warenangebot: Der Fokus liegt eindeutig auf einfarbigen Kleidern. Neben den Kleidern gibt es allerdings auch recht viele Shirts, einige wenige Loopschals und Boleros. Es gibt jede Saison neue Modelle, Grundschnitte sind jedoch das ganze Jahr über erhältlich. Insbesondere saisonale Modelle mit Muster findet mensch auch öfters mal im Sale. Das Größenangebot ist nicht gerade riesig (34-42) und für größere Größen (44 und 46) muss mensch extra bezahlen.

Kundenservice: Die Kommunikation war blitzschnell und freundlich.

Liefer- und Bearbeitungszeit: Das Kleid war 6 Tage nach Bestellung bereits auf dem Weg zu mir und die Post hat noch einmal 2 Tage gebraucht

Rückabwicklung/Umtausch: Habe ich nicht in Anspruch genommen, es gilt aber das übliche 14-tägige Widerrufsrecht, auch für maßangefertigte Teile.

Maßanfertigung: Das war natürlich der Punkt der mich am meisten angezogen hat. Tatsächlich passte mir das Kleid zum Lieferzeitraum sehr gut, wenn auch nicht wie angegossen, da ich das Gefühl habe, das der obere Teil doch etwas zu klein für meine Brüste ist und so nach oben rutscht. Ungiko arbeitet mit vier Maßen: Brust, Unterbrust, Taille und Hüfte. Die verschiedenen Schnitte können, wenn nicht anders angegeben, in allen Farben der Farbkarte hergestellt werden. Auch Sonderwünsche können umgesetzt werden.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Nach eigenen Aussagen, entstehen die Klamotten alle in Handarbeit im eigenen Atelier in Deutschland. Das und die Individualisierungsoptionen treiben natürlich den Preis nach oben. Sicher bekommt man ähnliche Kleidung auch bei Biubiu, Urgye und Bravissimo, die speziell für Menschen mir größerer Oberweite konstruiert sind und die ersten beiden sind zudem deutlich günstiger. Bei mir sind aber neben den Brüsten, oft die Hüften nicht kompatibel mit Kleidern, da sie breiter sind, als sich das der Hersteller gewünscht hätte und ich finde viele der Kleider auch zu kurz für mich (1,76).

Kleid Victoria in Pflaume/Nachtblau
Schnitte: Die Schnitte sind in den meisten Fällen figurbetonend und, meiner Meinung nach, finden fst alle Figurtypen hier etwas Passendes. Die Designs sind relativ einfach und kommen meist ohne Details oder Schnörkel aus. Was mir besonders gut gefällt, ist die Länge der Kleider, meines ist 96 cm lang und somit auch für die Arbeit gut geeignet. Es gibt die Kleider auf Wunsch aber auch kürzer, bzw. kürzere Modelle. Auch Sonderwünsche werden umgesetzt.

Qualität der Ware: Das Kleid besteht aus weichfallendem Viskosejersey mit Elasthan (92% Viskose, 8% Elasthan). Wer mich kennt weiß, das ist nicht unbedingt mein Lieblingsstoff. Ich finde einer dünner Jersey, wie dieser, zeigt doch die allermeisten Kurven und Kürvchen des Körpers. Allerdings ist es so eben auch sehr bequem und von der Qualität auch nicht schlechter als z.B. Biubiu. Was mich allerdings stutzig gemacht hat ist das es nach 3-4 mal tragen schon leichtes Peeling an der Stelle gibt an der meine Umhängetasche liegt.

Gesamteindruck: Sicherlich nicht der billigste Alternative, wenn man ein perfekt passendes Kleidungsstück erwerben will, aber sicherlich eine Alternative für Menschen, die nicht im Ausland bestellen wollen und denen es nicht nur um den passenden Platz für die Brust sondern auch den Po geht.

* Dawanda ist eine Art virtueller Marktplatz für Selbstgemachtes

Habt ihr dort schon bestellt? Wie gefallen euch die Sachen?

Ungiko is a shop on Dawanda, a marketplace for self-made stuff much like Etsy. Owner Dorett makes made-to-measure clothes. I ordered last summer, but haven't written a blog post yet, because the dress is not one of the most prominent items in my closet. That, however, has little to do with the dress itself but a lot with my own insecurities and the style I chose.

Language: Dawanda's interface is available in German, English, Polish, French, Dutch, Spanish, Italian. The translations in the shop are not. However, chances are pretty high, that somebody there will speak English.
Products: Mostly dresses and Shirts
Price Range:18-80 €
Sizing: 34-42, 44 and 46 are available for an extra charge from 2-5 €, within this range things are tailored
Delivery costs: approximately 6 € within the EU (you are asked to send a message beforehand, though)
Payment: Paypal, bank transfer

Product Range: It's mostly dresses and some shirts, with the rare shawl and cardigan sprinkled in. At first I was a little overwhelmed by the selection, but the categories on the left are pretty helpful. The are a few new designs every season, but the basic designs are always available. I just wish the pictures weren't mostly of black clothes as you can't really see the details. There is always a small sale section, but it has mostly colorful designs with patterns, which might not float everybody's boat.
Dress Victoria in Pflaume/Nachtblau 


Design: The design are pretty clean and straight-forward. Almost all dresses are figure-hugging and there is enough selection to flatter a range of body types. At 96cm the dress' length is work-appropriate and ends at my knee (I am 5'9/ 1,76). Most clothes are available in wide range of monochrome colors, 24 to be precise, but there are some designs that come only in certain colors/patterns. There is also the possibility to alter some of the designs, but as I haven't used that option, I can't speak to that.

Sizing: The size range is not particularly big (34-46) and you will have to pay a little extra for 44 and 46 (2-5€). What attracted me the most was the option to get the clothes tailor-made. Obviously sending in 4 measurements (Bust, Underbust, Waist and Hip) is different from going to your local tailor and getting true made-to-measure clothes there. However, given the fabric, it works well enough. Mine fit me well when I bought it, though I would have preferred it had a little more space horizontally in the boob area.

Communication: Fast, nice and approachable.

Delivery: Speedy, considered the dress was made-to-order. It was shipped 6 days after I ordered.

Value-for-Money: According to the website all clothes are handmade in a small studio in Germany. The clothes are made from medium-light jersey (92% rayon/viscose, 8% Lycra/spandex), which is not my favorite as it is rather thin and shows off most bumps on my body. However, that also makes it very comfortable and retailers such as Biubiu and Urkye also use it. Compared to them, the clothes are, however, much more expensive. I still bought a dress at Ungiko, because my hips are a little broader and I am little taller than what other retailers that carry to big-boobed women seem to design for. What I didn't like is that though I haven't worn the dress more than 3-4 times there is already a little peeling where my bag rubbed against the fabric.

Overall: Ungiko is a good option if you don't like ordering abroad and want clothes that take your measurements into account. The designs might not be the most exciting ones, but they are flattering to a range of body types and the quality is okay.

So, what do you think? Have you ordered at Ungiko? Would you?



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Ein bißchen off topic: Beleidigungen

Im Oktober habe ich angefangen diesen Blogpost zu schreiben. Aber nachdem das Thema kein Ende nehmen wollte und ich an der englischen Ausgangsversion immer noch Verbesserungen vorgenommen habe, verwandelte sich der Text langsam aber sicher in einen meiner längerfristigen Schubladenbewohner. 

Nun kann man natürlich die Frage von Beleidigungen und Übergriffen nicht längerfristig ignorieren. Man begegnet dem Thema ständig, wenn man die Zeitung liest, einen Blog, sich mit FreundInnen trifft, wenn man auf die Straße geht – einfach überall. 

Meine letzten Berührungspunkte waren der Beitrag You don’t have to put on the red light* (*you’re fair game anyway) von Becky (Busts4Justice) und eine von Bibi angefangene Diskussion bei den Busenfreundinnen über die Kommentare zu einem Spiegel Online-Artikel zur sog. Brüderle-Affaire. Also unternehme ich heute einen neuen Versuch mit dem Thema. (Sorry, es ist furchtbar lang geworden!)

Also, dieser Beitrag nahm seinen Ausgang vor längerer Zeit, als ich über einen Blogpost von Katrin von den Reizende Rundungen (einem Mode-Blog, den ihr hoffentlich schon kennt ;-)) stolperte. Sie beanwortet darin die Frage von einer ihrer Leserinnen, wie man am besten mit Beleidigungen umgeht. Und obwohl Katrin, wie immer, einige sehr tolle und ermutigende Dinge darüber sagt wie man das Gefühl, verletzt und gedemütigt worden zu sein, mit positiver Einstellung begegnen kann, habe ich doch das Gefühl, daß mir ein paar Punkte fehlen. Nachdem mich die Sache einige Tage nicht losließ, habe ich beschlossen einen eigenen Post dazu zu verfassen.

Im folgenden Beitrag konzentriere ich mich vor allem auf das Thema “Beleidigungen von Fremden”; etwas das Katrin auch in einem Folgepost namens “Schimpftirade auf offener Straße” beschreibt. Das hat seinen Grund darin, daß ich selten von Freunden oder Bekannten mit abfälligen Bemerkungen konfrontiert werde. (Ein Hoch auf meine Bubble der Harmonie!) Ein weiteres, wichtiges Thema wären Internet-Hater und Trolle; aber ich weiß nicht wie ich darauf auch noch eingehen soll, ohne hier völlig den Rahmen zu spregen.

Vielen Dank an meinen Mitbewohner für die kreative Hilfestellung! ;-)

Worum geht's? Allgemein zum Thema...

Schon mal vorneweg: Eine Beleidigung sind etwas, was jeden treffen kann. Nichtsdestotrotz, die Wahrscheinlichkeit hängt natürlich auch nicht unwesentlich an der eigenen Position in der sozialen Hierarchie, d.h. es ist deutlich wahrscheinlicher zur Zielscheibe zu werden, wenn man zufällig eine Frau, schwarz, queer, behindert etc. ist. Das hat IMO mehrere Gründe, die ich hoffentlich im Folgenden etwas ausführen kann. Hauptsächlicher Faktor ist m.E. jedoch, daß man vom Angreifer als jemand wahrgenommen wird, von dem man keine Gegenwehr erwartet.

Das, und das kann man nicht genug betonen, heißt natürlich nicht, daß man selber schuld daran ist, beleidigt zu werden, weil man “schwach” erscheint. Die Beleidigung bestätigt nicht, daß man zu fett, zu schwarz, zu queer oder einfach zu provokativ ist. Das heißt, man kann den Übergriff nicht vermeiden, indem man den Kopf unten hält und ein paar geheimen Regeln folgt. Wirklich, bitte als Mantra übernehmen: Es ist nicht deine Schuld! Es gibt keine Rechtfertigung für verbale Übergriffe. Es ist dein Recht zu sein, was und wer du bist – völlig gleichgültig, was andre Leute denken!

Und, mal ehrlich, sie können denken, was sie wollen, solange sie dabei den Mund halten. Leider sind wir damit schon beim Problem angekommen – es gibt immer jemanden, der die fundamentalen Regeln zwischenmenschlichen Verhaltens nicht versteht und keinen Filter zwischen Denken und Sprechen kennt. Also sagen sie direkt was ihnen in den Kopf kommt – und meistens ist das nichts, was man unbedingt hören wollte.

Die Frage dabei wäre: Warum machen sie das? 
Und die Antwort darauf ist ziemlich einfach: Weil sie sich dadurch besser fühlen.

Jemanden zu beleidigen heißt jemanden zu objektivieren, heißt sich selber als überlegen zu imaginieren und damit das eigene, niedrige Selbstwertgefühl zu pushen. Das funktioniert natürlich nur, solange das Opfer des Übergriffs auf der Empfängerseite der Aggression bleibt und in seinem Objektstatus verharrt. Sobald man anfängt sich zur Wehr zur setzen, verwandelt sich der gewünschte Effekt in sein Gegenteil.

Das ist nicht nur für den Aggressor der Fall sondern auch für das Opfer. Irgendeine Reaktion auf eine Bedrohung ist notwendig, um sie verarbeiten zu können. Klassisch ist das eine Entscheidung zwischen “Fight or Flight”, also Kampf oder Flucht. Nun wäre meine küchenpsycholgische Interpretation der Situation, daß im Fall einer Beleidigung der Übergriff bereits erfolgt ist. Du kannst der Attacke nicht mehr entkommen, weil sie bereits erfolgt ist. Also hast man zwei Optionen...

Wie gehe ich mit Beleidigungen um?

Reaktion 1: Ignorieren
Man stellt sich vor, man sei undurchdringlich und läßt die Beleidigung einfach von sich abtropfen. Das heißt du bist in einer Position, in der du die Beleidung als etwas Fiktionales ansehen kannst, das dein persönliches Schutzschild nicht durchdringt. Du weißt, daß der Angreifer eigentlich eine bemitleidenswerte Kreatur ist und der Angriff für dich keinerlei Bedeutung hat. Das ist eine sehr beneidenswerte Haltung und ich bin mir sicher, daß es nicht viele gibt, die diese erreicht haben. Es ist quasi so eine Art schwarzer Gürtel in Gelassenheit  nötig. Und auch wenn man gute Tage hat, an denen das gelingt, gibt es auch andere.

In diesen Fällen fühlt man sich verletzt und gedemütigt und es dauert Stunden, bis man den Angriff einigermaßen “verdaut” hat. Ziemlich wahrscheinlich wird man einige Zeit darauf verwenden, darüber nachzudenken wie man solche Situationen in Zukunft vermeiden kann und damit auch inwiefern sie berechtigt war (Bin ich wirklich zu [bitte irgendeinen Makel einfügen]?). Vielleicht denkt man darüber nach, eine Diät anzufangen, unauffälligere Klamotten zu tragen, vielleicht überlegt man sogar, ob eine Schönheitsoperation die Lösung wäre…

Viele Menschen sind verzweifelt bemüht als etwas/jemand durchzugehen, das/der wenig (negative) Aufmerksamkeit auf sich zieht: homosexuelle Männer zelebrieren ein Macho-Gehabe um bloß nicht als “Schwuchtel” wahrgenommen zu werden und viele Frauen verstecken sich in farblosen Säcken in der Hoffnung, unsichtbar zu werden.

Eine gute Freundin von mir gestand mir vor einer Weile, daß sie sich verstärkt Gedanken um ihr Outfit und ihr Auftreten mache, da sie häufiger als “Lesbe” betitelt worden sei. Sie sagte, sie ziehe in Erwägung sich die Haare wachsen  zu lassen und überlege, mehr Klamotten zu tragen, die weniger “butchy” und femininer sei. Wir sprachen ein paar Minuten darüber und kamen schnell zu dem Schluß, daß das vermutlich gegen dieses Schubladendenken gar nicht helfen würde; alles was sie so erreichen könnte, wäre sich selbst zu verleugnen um in ein männliches Klischeebild zu passen. Dazu kommt ja auch, daß als Lesbe bezeichnet zu werden auch nichts ist, wofür man sich schämen müßte, auch dann nicht, wenn man es schöner fände, nicht schon beim ersten Eindruck in eine solche Schublade gesteckt zu werden bzw. überhaupt lieber selber wählen möchte, als was man wahrgenommen wird. 

Kleiner Exkurs: Sexuell aufgeladene Sprüche
Wie dem auch sei, die Diskussion brachte einen anderen Aspekt ans Licht, den ich in dem Kontext für relevanter halte: Es ist der Faktor “Beweis mir das Gegenteil”. Wenn dich ein Kerl als Lesbe bezeichnet kann das eine sehr krude Art von Anmache sein. Die Implikation dabei wäre “Wenn du keine Lesbe bist, was ist dann deine Ausrede nicht mit mir was zu trinken/mich zu küssen/Sex mit mir zu haben.”

Die Grenze zwischen einem Anmachspruch und einer Beleidigung ist oft sehr, sehr dünn und meist überhaupt nicht existent. Warst du schon mal in der Situation, daß du dich gefragt hast, ob so ein Spruch überhaupt bei irgendjemandem funktionieren könnte? Daß irgendjemand auf eine solche Anmache positiv reagieren könnte?

Ich schreibe das natürlich aus der Perspektive einer Frau mit großen Brüsten, die mir eine Menge Kommentare einbringen, von absolut lächerlich bis hin zu wirklich eklig. Aber schlußendlich ist es eben egal, was es ist – Menschen und Männer im besonderen schaffen es eben immer, einen schwachen Punkt zu finden, auf dem sie rumhacken können.

Ich will jetzt nicht in einen Rant über meine Erfahrungen abschweifen. Worum es mir ging, war klar zu machen, daß auch sexuell aufgeladene Sprüche als Beleidigungen fungieren, die jemanden objektivieren und dadurch den Sprecher in seiner Über-Subjektivität bestärken.

Reaktion 2: Spiegeln
Wie ich schon oben erwähnt habe, gibt es zwei Reaktionen: die eine wäre zu versuchen, die Beleidigung zu ignorieren, die andere ist, die erfahrene Aggression zu spiegeln, sie also direkt 1:1 zurückzugeben. Jemand kommentiert deinen Körper? Dann sag ihm, er ist häßlich, dumm, was auch immer dir gerade einfällt. Es muß  nicht geistreich sein (obwohl es natürlich immer schön ist, wenn einem was Gutes/Witziges/Intelligentes einfällt). Es geht nur darum, etwas Negatives zurückzugeben.

Die erste Reaktion die du bekommen wirst ist Überraschung. Jemand der andere auf die Art beleidigt wie er dich gerade beleidigt hat, rechnet nicht mit Widerstand. Die zweite Reaktion wird vermutlich Ärger und Wut darüber sein, daß du es gewagt hast, den Spieß umzudrehen. Und das ist der Moment der einfach unbezahlbar ist und dir ermöglicht, einfach weiterzugehen, fröhlich pfeifend, statt dich für Stunden selbst zu hassen. 

Kurz: Sich zu wehren wirkt wirklich Wunder. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, daß sich damit die Frage der Aggression-in-sich-Hineinfressens wirklich erledigt hat. So kann  man die Akte Beleidigung direkt schließen und einen schönen Resttag haben.

Natürlich muß man sich überlegen, ob man sich in der entsprechenden Situation sicher genug fühlt. Es ist sicherlich keine gute Idee, einen wütenden Mob zu provozieren oder jemanden in einer Situation herauszufordern, in der es niemanden gibt, der dir im Notfall zur Hilfe eilen könnte. Andererseits finden die meisten Beleidigungen am hellichten Tag auf offener Straße statt und die Angreifer sind nicht unbedingt 2-Meter-Nazis, zu deren liebsten Hobbies Straßenkämpfe gehören.

Soweit mein ursprünglicher Plan. Ich möchte noch ganz kurz ein paar Sachen sagen.

Finale Anmerkungen:

Mein Ratschlag mit dem “Zurückschlagen” klappt vermutlich nicht für alle. Ich denke dabei vor allem an Situationen in denen sexuelle Übergriffe stattfinden und die Opfer sich hinterher Vorwürfe machen – und ihnen Vorwürfe gemacht werden – sie hätten nicht ausreichend deutlich Nein! gesagt. Das ist nicht, was ich hiermit sagen will. Ich möchte ermutigen, sich Beleidigungen nicht gefallen zu lassen. Eben weil man ihnen nicht entgehen kann.

In meinem Leben praktiziere ich trotzdem einige “Flight-Strategien” – ich laufe mit Kopfhörern durch die Stadt, vermeide viele Locations (z.B. Prollokneipen/-dissen) und ggf. auch Gruppen von männlichen Halbwüchsigen. Dazu gehören auch “Stealthy-Approaches” wie eine gewisse Auswahl von Klamotten, die nicht sonderlich feminin wirkt. (Das Tragen von Röcken soll sich bspw. wirklich signifikant in der Anzahl von blöden Anmachen niederschlagen!)

Taktische Vorgehen bei Bekannten und Freunden: Weil es natürlich auch vorkommt, daß man einen blöden Spruch von jemandem reingedrückt bekommt, den man besser kennt und vielleicht sogar mag: Hier kann es helfen, die Person darauf anzusprechen, daß man sich davon verletzt fühlt. Durch eine “Ich fühle mich soundso”-Formulierung läßt sich meistens eine persönliche Ebene herstellen, durch die der anderen Person die Implikationen der eigenen Aussage bewußt werden, wodurch man ein schlechtes Gewissen ergo eine längerfristige Besserung erzeugen kann. (Wenn man Glück hat.)

So, jetzt reicht’s aber wirklich. Wenn euch noch was einfällt, würde ich mich wahnsinnig über Kommentare freuen.

Wie geht ihr mit Beleidigungen um?

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Somewhat off topic: Insults

I started writing this blog post in October, inspired by a post by Katrin of Reizende Rundungen (a German fashion blog) about verbal assaults and how to deal with them. As it’s such an endless topic, I never thought it to be actually finished so the following musings started to become one of my many desk drawer inhabitants.

Now, it’s really impossible not to stumble upon the question of assaults and body shaming and similar things every once in a while, like... everyday. Wether you read a newspaper or a blog or go out on the street or talk to friends – it’s literally everywhere. So, today, this time induced by You don’t have to put on the red light* (*you’re fair game anyway) by Becky Busts4Justice, I try again.

On the question of how to react to insults, Katrin of aforementioned blog Reizende Rundungen wrote some very empowering and touching things about how to overcome the feeling of being hurt and humiliated by loving yourself and not taking insults to your heart. Still, I feel like there are some things missing. In this post I’m concentrating on insults coming from total strangers, as Katrin also described in a follow up “Verbal assault on the open street”. There is by the way, another topic you might think of, about haters on the internet. But this would simply go beyond the scope of this blog post… it's too long already, sorry!

Thanks to my flatmate for creative assistance in an hour of need. ;-)
Some general thoughts on insults...

First of all, insults are something that can happen to everyone. Nevertheless, the probability to some degree depends your position in social hierarchy. It’s therefore much more likely to become a target if you’re a woman, black, queer, disabled or whatever. Bullies will perceive you as the perfect device to acchieve their goal: feeling better themselves. They look for someone they can humiliate who is not very likely to fight back.

But, and this is crucial, that does not mean that being insulted is your fault because you appear weak. It’s not that you are too fat, too black, too queer or simply too provocative. This also means, and that’s really important to understand and accept in all consequences, you cannot avoid being insulted by keeping your head down and following some secret rules. There is no justification for verbal assaults. It’s your right to be what and who you are – regardless what other people think. And they can think all they want as long as they keep it to themselves and their mouth shut. 

Unfortunately there is always someone who cannot follow this basic rule of intersubjective relations; perhaps because they can’t distinguish between thinking and talking, there is simply no filter in between. So they blurt out the first thing that comes to their mind. And most of the time it’s nothing you wanted to hear. 

The real question is, why they do it and the answer is pretty obvious: because insulting you makes them feel better. Objectifing someone allows the perpetrators to increase their low self esteem and imagine themselves as some kind of superior beings. This only works, of course, if the victim stays on the receiving end of the aggression. As soon as you start fighting back, the desired effect changes to its opposite.

This is not only the case for the aggressor but also for the victim. Some kind of reaction to a threatening situation is neccessary to get it out of your system. Classically this would be a choice between fight or flight. But then, in the case of an insult, the harm is already done. You cannot escape the attack since it already has happened. So you have only two options: 

Possible reactions to a verbal assault:

Reaction one: Ignoring it.
You imagine yourself as impenetrable and let the insult simply drip off you. This means you are in a position that allows you to see the offense as something fictional that does not penetrate your armour of self-confidence. You know that the aggressor is nothing but a pitiful creature and the insult bears no meaning whatsoever. This is a very enviable state of mind and I’m pretty sure there are not many to master it. To acchieve this, you need a black belt in serenity.

Much more likely you feel hurt and humiliated and attacked and it will take hours, days even to get rid of the impact of the insult. It will nag at you and you will catch yourself at pondering over ways to change yourself in order to avoid similar attacks. Maybe you’ll consider a diet or a more modest and unremarkable choice of clothes, perhaps even cosmetic surgeries. People go to great lenghts to pass at something that attracts less attention: homosexual men delve into heterosexual, even macho stereotypes in order to avoid being seen as “poofy” and many women hide themselves in colourless bags, hoping this will make them invisible.

A dear friend of mine recently confessed to being concerned about her appearance and outfits because she was labeled as a lesbian on a regular basis. She thought that maybe growing her hair might do the trick or choosing different clothes, that were less ‘butchy’ and more ‘femme’. We talked about it for a while and pretty quickly arrived at the conclusion that probably this would not help at all, she’d only have to renounce herself and her individual traits to fit some stupid male sterotype – and worst: she’d react to the attribution as if it was an insult in itself. And being a lesbian certainly is nothing to be ashamed of, even if you’d preferred not to be put in a box by first impression and labeled something you can’t relate to. 

About sexual harassements...
However, the discussion led to shedding some light on the actual implication of the labeling - the challenge of “proving otherwise”. Being called a lesbian can be a very crude way of trying to hook up with you. Like “if you’re not a lesbian, what’s your excuse not to… have a drink/kiss/sex, whatever.”

The border between a pick-up line and an insult is often very thin and sometimes not existent at all. Ever been in a situation when you asked yourself if this was a line that worked with anyone? When it was simply unbelievable anybody would fall for an approach like that? Yeah, it’s real fun sometimes… (irony)

I write this of course from the perspective of having large boobs which gets me a lot of comments, ranging from ridiculous to pretty nasty. But in the end it doesn’t matter what it is, people and male persons in particular always tend to find a weak spot, they can abuse.

However, I do not want to drift of into a rant about my own experiences. I just wanted to mention that stupid pick up lines and sexual harassements work in the same way as “ordinary insults” in the way that they boost the speaker’s ego/feeling of “uber-subjectivity” by objectifing a woman.

Reaction two: Mirroring the aggression
As mentioned above, there are two options to deal with insults. First one = ignoring it and the second one would be to mirror the aggression you encountered by giving it right back. Someone comments on your body? Then tell him, he’s ugly, stupid, whatever comes to mind. It does not have to be witty (though it’s nice if you can think of something funny/intelligent). The very first thing you’ll experience is surprise. A bully rarely counts on resistance. And then he’ll probably be angry because you’ve dared to turn the tables. And this is the moment that is priceless and will allow you to go your way, whistling cheerfully instead of hating yourself for hours.

In a nutshell: Fighting back works wonders. No more being annoyed at yourself and others. Reflecting the insult means you can close that file immediately after and have a nice day.

Of course, you have to consider if you feel safe enough. It’s not the best of ideas to provoke an angry mob or challenge someone in a deserted surrounding, possibly at night. But then, most insults happen in broad daylight on the open street and the perpetrators are not 6ft 6 nazis who count street fighting among their dearest hobbies. 

So, I said what I originally planned on saying. Allow me some last amendments:

My advice about fighting back might not work for everybody. I think of situations of sexual assault and the way victims blame themselves and – worse – are blamed for not having said No! more firmly. That’s not what I wanted to imply. I just like to encourage people, especially women, not to shut up but retort, to fight back.

I have to admit, that in my life I also practice quite a lot of "flight strategies": I wear headphones a lot when walking through the city, I avoid certain locations and even groups of male adolescents. A part of the flight strategies are also "stealthy tactics" like choosing non-feminine clothes. (As I’ve been told that the number of stupid lines increases drastically when wearing a skirt for example.)

Personal level: And then, insults and verbal abuse is something you might get from people you actually know and even like. I suggest confronting the person about your feelings. A “I feel hurt by” sentence usually works quite well as it establishes a personal level that enables the other person to think about the implications of their words. Sometimes, if you’re lucky, they have a bad conscience and learn from it. ;-)
So, having said that, I think it’s really time to stop here. 

Maybe you want to share some ideas on how to deal with insults?
Would love to hear what you think about it!

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Blog-Tip: Lebensmittelunverträglichkeiten + Hashimoto

Liebe Blogleserinnen,

heute habe ich mal wieder ein Offtopic-Thema für euch - einen Lesetip zu Lebensmittelunverträglichkeiten und Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die sich vor allem als Unterfunktion äußert.

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist ein recht häufiges Leiden - wer sich mal im Familien- und Freundeskreis umgehört hat, hat das vermutlich schon mitbekommen. ;-) Was viele (die meisten!) nicht wissen, ist daß Hashimoto mittlerweile als die Hauptursache für Unterfunktionen gilt. Entgegen der landläufigen Meinung etabliert sich hierbei gerade die Theorie, daß nicht eine Unterversorgung mit Jod die Ursache für die Unterfunktion der Schilddrüse ist, sondern im Gegenteil die Jodierung von Lebensmitteln wie sie seit Anfang der 80er Jahre praktiziert wird als Auslöser für die Krankheit angesehen werden kann.

Anders gesagt: da davon ausgegangen wurde, daß Deutschland ein Jodmangelgebiet ist, wurde dazu übergegangen, allen Lebensmitteln Jod (vor allem in der Form von jodiertem Speisesalz) hinzuzufügen, um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Dadurch enthalten mittlerweile fast alle in Deutschland industriell verarbeiteten Lebensmittel einen, nach der Meinung von etlichen ExpertInnen, bedenklich hohen Anteil von Jod. Dieser wiederum muß aber (skurrilerweise) auf den Lebensmitteln nicht ausgewiesen werden!

Diese Verteilung von Jod nach einem willkürlichen Gießkannenprinzip (immer schön drauf auf alles), hat nun - wiederum dieser Theorie nach - dazu geführt, daß Erkrankungen der Schilddrüse nicht rückläufig sondern eher auf dem Vormarsch sind.
Gießkannen in Frankfurt a.M. außerhalb
ihres natürlichen Lebensraums - des Friedhofs!!
vgl. dazu die Gießkannen-Kategorie @Wiki Commons
Bild von Peng - grazie mille!

Es wird daher bei einer Hashimoto-Diagnose empfohlen, auf jodhaltige Lebensmittel (allem voran natürlich jodiertem Speisesalz) zu verzichten, weil Jod im Verdacht steht die Entzündung der Schilddrüse noch weiter anzuheizen. Die Therapie für Hashimoto besteht also einerseits aus der Verabreichung von Schilddrüsenhormonen, die der Körper selbst nicht mehr produzieren kann und in der weitgehenden Vermeidung von jodhaltigen Produtken. Dummerweise, dank Gießkanne, ist dieses Jod in allem drin, vor allem Milchprodukte gelten als stark "belastet". 

Wer sich jetzt fragt, warum auch aus Generalverdacht eine medizinische Behandlung der Bevölkerung erfolgt, die so unerfreuliche Nebenwirkungen haben kann, der bekommt von mir 100 Punkte und ein Fleißbienchen.

Nun bin ich als "Hashi" bisher eher unwillig gewesen, mich mit dem Thema weitergehend zu befassen - ich nehme jetzt seit Herbst 2011 brav meine Medikamente - mit wechselndem Erfolg - und habe das Jodsalz aus dem WG-Fundus verbannt.

Eine Freundin von mir beschäftigt sich mit dem Thema aber deutlich intensiver, was seinen Grund darin hat, daß sie neben Hashimoto auch noch unter einer Jodunverträglichkeit leidet und ihr Körper auf Zusatzstoffe in der Nahrung wie eine Wünschelrute reagiert. Auf ihrem neuen Blog



schreibt sie unter dem Titel "Lebensmittel"industrie" – Leben und Lebensmittel. Eine Antithese?" über ihre Erfahrungen mit Hashimoto, Jod, anderen Zusatzstoffen, Bioernährung und was ihr sonst noch so einfällt.

Ich denke mal für alle wie mich, die irgendwie betroffen sind, aber zu faul sich selber ins Thema einzulesen, könnte das ziemlich interessant werden. Evtl. hilft es auch einigen, den Ursachen für ihre Symptome auf die Spur zu kommen. Sonst gilt natürlich wie immer: Laienhalbwissen ersetzt keinen Arztbesuch; sucht euch auf jeden Fall eine vernünftige Endikrinologin.

Einen schönen Sonntag wünscht euch,

eure george


Weiterführende Links:
Wikipedia-Artikel: Hashimoto-Thyreoiditis
Forum zu Hashimoto und Morbus Basedow: http://www.ht-mb.de/
Überblick zur Jodfrage bei Hashimoto: http://www.kit-online.org/HT-Jod
Und für alle, die lieber Filmchen gucken - ein "Anti-Jod-Propaganda-Video". ;-)




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D/E Brafitting für den Mann/ Brafitting for Guys

Meine Lieben, ich wünsche euch einen fabulös-famosen Start ins neue Jahr!

Nachdem wir nun die Glückwünsche (ja, ich bin ein Resolutionen/Jahresbilanzpost-Muffel) hinter uns gebracht hat, gibt es heute die versprochene Fortsetzung zum Thema Gynäkomastie. Heute geht es um das Fitting an sich. Auch Männern auf der Suche nach passenden BHs möchte ich unseren einschlägigen Posts zum Thema empfehlen, denn die Technik des Fittings ist gleich, egal an wessen Körper der Busen sich befindet. Männer mit Gynäkomastie sind allerdings sehr häufig Breitbrüste und stellen oft spezielle Anforderungen an einen BH. Der heutige Beitrag ist von Braberliner, der seit kurzem einen den informativsten und umfassendsten Blog zum Thema betreibt.


Brafitting für den Mann von Braberliner

Während in Fernost der Männer-BH boomt nachdem ein findiger Japaner diesen „erfunden“ hat (http://wishroom.net/store/shopping.php?code=92235), tun sich hierzulande die Männer schwer, den Büstenhalters als Kleidungsstück anzunehmen. Dabei haben viele Männer insbesondere ab dem vierzigsten Lebensjahr einen Busen, dem eine gute Stütze gut tun würde.

Noch immer ist für die meisten Männer die Brust-OP die erste Wahl, um der vermeintlichen Feminisierung des eigenen Busens zu begegnen. Dabei gibt es viel preiswerte und noch dazu schicke Alternativen. Als einer der wenigen Männer, die sich gegen einen operativen Eingriff und zu ihrem Körper bekennen, habe ich nach langer Überlegung und Überwindung begonnen, einen Büstenhalter zu tragen. Das Positive daran ist, ich fühle mich wohl und bin weiterhin ein Mann.

Ein Männerbusen verändert unser Lebensgefühl, die einen klagen über ein Ziehen, die anderen über Rückenschmerzen, einen Dritten stört das Wackeln des Busens beim Laufen, beim Treppensteigen etc.. Dann kommt der Rat von einem oder einer Dritten oder man kommt selbst auf die Idee, dass ein BH vielleicht helfen könnte. Wenn man(n) den Entschluss gefasst hat, es zu probieren, dann sollte der BH auch wirklich helfen. Das heißt aber, er muss passen.

Was sind die Kriterien für den passenden BH?

1. Man muss sich darin wohlfühlen
2. Man muss sich darin wohlfühlen
3. Man muss sich darin wohlfühlen

Wie geht das?

Am Anfang steht das Maßband. Der Körperbau eines jeden Menschen ist verschieden. Aber, der passende BH muss stützen. Das heißt, wichtig ist ein Unterbrustband, dass diese Stützfunktion erfüllt. Die Körbchen müssen den ganzen Busen aufnehmen, sonst wird die Brust gequetscht oder quillt an allen möglichen Stellen aus dem Körbchen heraus. Das ist nicht nur unschön sondern auch schmerzhaft.

Richtig messen, heißt unterhalb des Brustansatzes eng und locker messen. Danach locker über der stärksten Stelle der Brust messen. Dabei sollte man im Stehen und nach vorn gebeugt messen, da das Gewebe flächig verteilt ist und beim Vorbeugen der Schwerkraft folgt. Mit den erzielten Ergebnissen kann die Suche nach dem passenden BH beginnen.

Buchstabenphobie gibt es nicht nur bei Frauen, sondern insbesondere bei Männern. Also, keine Angst vor Buchstaben ab C. Man(n) sollte sich nicht scheuen, einen BH in den Körbchengrößen C, D, DD oder E zu testen. Die Buchstaben gehen mittlerweile bis K und da sind mehrere Doppelbuchstaben dazwischen. Das heißt ein Körbchen in D ist kleiner, als herkömmlich vermutet.

Wichtig ist: professionelle Beratung, es gilt das Gleiche, was auch bei Frauen gilt, das UBB muss parallel zum Boden sein und auch bei der Bewegung in dieser Position bleiben, die Träger sollen nicht einschneiden aber auch nicht rutschen, die Körbchen sollen die ganze Brust aufnehmen, ja und der BH muss einem auch gefallen. Es ist immer gut, besonders am Anfang, wenn die Freundin, die Frau, eine gute Bekannte oder die Verkäuferin den Sitz begutachtet und prüft. Man kann nicht alles allein am Spiegel beurteilen, zumal man meistens auch irgendwie aufgeregt ist und im eigenen Urteilsvermögen dann eingeschränkt. Am Allerwichtigsten aber ist, dass der BH bequem ist, man muss ihn den ganzen Tag tragen können, ohne dass er dauernd drückt oder die Brust fortwährend verrutscht.

Bügellos oder Bügel-BH?

Bügel-BHs haben den Vorteil, dass sie besser stützen, als Bügellose. Meine Erfahrung sagt mir, dass Männer eher BHs mit breiteren Bügeln brauchen, da die Brust flächiger verteilt ist. Männer möchten eher kaschieren, aber ein BH kann nur sehr begrenzt kaschieren, weil er nur das hält, was da ist. Kaschieren muss also die Oberbekleidung, weitere Hemden oder Shirts, weniger durchsichtige Stoffe. Wer sich nicht daran stört, dass seine Silhouette etwas weiblicher wirkt, kann auch knappere Oberbekleidung tragen, muss sich aber seiner Wirkung gegenüber anderen bewusst sein.

Welche BHs sind empfehlenswert?

Wer sich mal in einem Kaufhaus in der Dessous-Abteilung umgesehen hat, der weiß wie schwer es bei einem vermeintlichen gigantischen Angebot den richtigen BH zu finden. Wer dann noch weiß, dass viele Frauen verzweifelt nach einem passenden BH suchen, der staunt. Ich habe lange gebraucht, bis ich passende BHs gefunden habe. Aber die Suche lohnt sich, weil man mit Komfort belohnt wird.

Generell scheinen die Half-Cups mit breiteren Bügeln wie für den Männerbusen konstruiert zu sein. Wer mit einem Unterbrustband von 85 cm (gedehnt sind die viiiel länger) hinkommt, für den findet sich eine reichliche Auswahl beim britischen Hersteller Panache im Segment Superbra, dem jugendlichen Ableger Cleo und dem teureren Label Masquerade. Wer weitere Bänder braucht kann bei Elomi oder Goddess fündig werden., auch bei Change gibt es einige BHs mit Unterbrustbändern bis 100.

Da ich mit einem 85er (UK 38) Band gut klar komme, habe ich mich bislang vor allem mit Bhs von Change, Panache und Cleo anfreunden können. Die Modelle Panache Porcelain, Andorra und Ariza sowie die Cleos Alexa, Frances und Lucy passen mir sehr gut. Modelle von Freya und Fauve werde ich auf alle Fälle auch auf ihre Eignung für die künftige Garderobe prüfen. Die BH’s von Fantasie waren bisher zu meiner Brust inkompatibel.

Exemplarisch möchte ich zwei Modelle kurz vorstellen, den Panache Porcelain Moulded Bra und den Cleo Frances. Die beiden Modelle sind in ihrem Design sehr verschieden, trotzdem sitzen beide BH’s an meinem Körper fast gleich.

Der Panache Porcelain ist ein T-Shirt BH und Full-Cup. Der von mir positiv getestete und als einer der ersten meiner derzeit getragenen BHs erworbene wird von mir meistens im Sommer genutzt, wenn ich hellere Shirts trage und vermeiden will, dass man den BH erkennt. Den Porcelain Moulded Bra gibt es in den Farben weiß, schwarz und beige. Die Größen reichen von 28 - 38, die Cups von DD - G. Die Cups fallen etwas kleiner aus, weshalb ich zu Cup E gegriffen habe. Normalerweise trage ich eine 38DD (EU: ca. 85E). Ich würde den BH vor allem als Einsteiger-BH empfehlen. Wer mit der Trägerlänge und dem hohen Steg klar kommt, findet einen rundum alltagstauglichen Ganztags-BH. Wer einen unauffälligen BH sucht, für den ist der Porcelain erste Wahl.

Wer ein schickes Design tragen möchte und in Kauf nimmt, dass der BH eine runde, apfelförmige Brust formt, der greift zum Cleo Frances. Leider gibt es den kaum noch (bei Bravissimo im Sale und sonst nur noch über eBay), aber der Cleo Lucy hat einen fast identischen Schnitt (Eine Diskussion zu den Cleofamilien: http://busenfreundinnen.net/viewtopic.php?f=124&t=14834). Alternativen könnten auch die Alexa-Schwestern Marcie, Meg und Zia sein. Der Cup ist mit Stickereien verziert und zeichnet sich durch ein recht festes Unterbrustband aus. Die Konstruktion des BHs mit den Außenträgern formt die Brust trotz der eher flachen Körbchen rund, da diese nach vorn und oben geholt wird. Beim T-Shirt-Test zeigt sich jedoch, dass sich hier die Spitze des Cups leicht durch das Shirt drückt, was aber, da wir eher zu weiteren Shirts greifen, weniger von Bedeutung ist. Da auch hier die Spitze relativ elastisch ist, passt er sich gut an die Brust an. Ich muss sagen, ich habe eine geheime Liebe zu diesem BH entwickelt.

Der Steg ist bei Größe 38 DD etwa 7,5 cm hoch und 2,5cm breit, aber das merkt man beim Tragen kaum. Da der Frances ungepaddet ist, ist auch er sehr leicht und angenehm, vor allem für die etwas wärmeren Tage. Der Stoff ist angenehm weich. Allerdings sind die Träger nur zur Hälfte regulierbar. Die Bügel sind biegsam, da sich das UBB relativ weit dehnen lässt, das ist günstig für ausgeprägte Breitbrüste, da das Körbchen so flacher und breiter wird. Den Cleo Frances gibt es im Größenbereich von 28 - 38, D - J.

Wer noch weitere Anregungen sucht, der kann sie sich auch in meinem Blog http://maennerbusen.blogspot.de/ solche holen. Oder besser noch, er geht in ein kompetentes Fachgeschäft, und lässt sich vor Ort entspannt beraten. Männer traut Euch!



Lovely readers, I wish you all the best for 2013 and hope it will be an amazing year!

Let's delve back into the topic we discussed in the last post (yep, I am a New Year's resolution/ Year in Review posts Gringe), gynaecomastia. This week’s article focuses on bra fitting. There is a lot of information on bra fitting on our blog already and if you are new to the issue, you might want to check out some of the blogs in our blogroll or the fitting advice on big retailers' websites, such as Brastop and Bravissimo. The fitting technique is the basically the same no matter what the gender of the person the boobs are attached to has. Individuals with gynaecomastia, however, often need broad wires and shallow cups and might have different expectations regarding the bra. Today’s post has been written by Braberliner, who is writing one of the most comprehensive and educational blogs on living with male boobs.


Brafitting for Guys by Braberliner

Even though the men’s bra seems to be popular in Asia, men in Germany have trouble accepting the bra as a piece of clothing. Nonetheless, many men, especially those over forty, have boobs that would benefit from support.

Still, for many men, surgery is the preferred option to deal with the assumed feminization of their own breasts, despite a number of cheaper and appealing options. As one of the few men who have decided against a surgical procedure and for their boobs, I have decided, after long consideration and debate, to wear a bra. The advantage is that I feel comfortable and not emasculated.

Gynaecomastia changes our sense of self-worth, some complain about a pulling sensation, other about back pain and some are bothered by the boobs’ movement while walking or going up the stairs. Often others then recommend, or you discover yourself, that a bra might help with these issues. However, if you make the decision to wear a bra, it should ease the symptoms above. Which means that the bra should fit well.

What are signs that a bra fits well?

You should feel comfortable
You should feel comfortable
You should feel comfortable 

How does that work?

The first step is getting a measuring tape. Bodies differ. Nonetheless, a fitted bra has to provide support. This support has to be provided by the bra band. The cup has to contain all the breast tissue, otherwise the boobs are squashed and spill out of the cup. That’s not only unattractive but also painful.

Correctly measuring means that you determine your band size by measuring tightly and loosely below your boobs. Then you measure around the thickest part of your boobs. You should do that standing upright and bend over in a ninety degree angle, this is important because the tissue might be spread horizontally across your chest but will follow the gravity if you bend over. Taking all those measurements into account the search for a well-fitting bra can start.

Not only women suffer from letterphobia but men as well. Thus, men, do not fear letters above B! Men shouldn’t be afraid to try bras in C,D,DD, and E. Letters go up to a K and there several double letters in between. A D cup is often much smaller than one would expect.

What matters: Professional advice. The same things that are true for women also apply to men. The band should be parallel to the floor, the straps should neither dig in nor slip from your shoulders, the cup should hold the entire boob, and yes, you should like the bra. It’s always good, especially in the beginning, when your girlfriend, your wife, a female friend or the sales person checks how well the bra fits. One can’t properly assess the fit on one’s own in front of the mirror as one might be nervous and misjudge because of that. The most important thing, however, is that the bra has to feel comfortable, you must be able to wear the whole day, without the bra cutting in or the boobs sliding out.

Underwire or Wireless?

The advantage of underwired bras is that they give more support than wireless bras. My experience tells me that men need bras with broader wires as the breast basis is broader. Men like to conceal their breasts, but a bra has very limited abilities to do that, because it only supports what’s there. Concealment is the clothes’ job, loose shirts and fabrics that are less see through are the way to go. If you don’t care about your silhouette looking a bit more feminine, you can also wear tighter shirts, but you should be aware of the effect that might have on others.

Which bras are recommendable?

Everyone who has ever looked around the lingerie section of a department store knows how hard it is to find the perfect bra amongst the masses that are on offer. Someone who knows that women are desperately looking for well-fitted bras, might be surprised. It took me quite a while until I found a well-fitting bra. However, keep in mind, when your search is successful, you’ll be rewarded with comfort.

In general half-cups (only in German but the picture should help) with broad wires seem as if constructed for the male boob. Who can make due with bands below 90 (remember bands are super stretchy), will find a rich selection from Panache and its assorted subbrands Superbra, Cleo and Masquerade. People who need longer bands will find bras at Goddess and Elomi, and there are bands up to 100 at Change.

As I only need a 38 band, I have mostly worn bras by Change, Panache and Cleo. The styles Panache Porcelain, Andorra and Ariza as well as the Cleos Alexa, Frances and Lucy fit me well. Next I will check out styles by Freya and Fauve to see if they might be a welcome addition to my wardrobe. Bras by Fantasie haven’t been compatible with my boobs.

I’d like to introduce two styles, the Panache Porcelain Moulded Bra and the Cleo Frances. Both styles have very different designs, the fit, however, is very similar on me.

The Panache Porcelain is a t-shirt bra, which has the form of a full-cup. The Panache Porcelain was one of the first bras I bought that fit and is still well-loved. I often wear it during the summer when I wear lightly-colored shirts and don’t want the bra to be visible. The Porcelain Moulded Bra is available in white, black and beige, band sizes 28-38 and cup sizes DD-G. The cups are smaller, and thus I wear an E cup. On average I wear a 38DD. I’d recommend the bra as a basic. Everybody who can deal with the length of the straps and the high center gore, will find a top choice for every day. Whoever is looking for a low-key bra will find the perfect bra in the Panache Porcelain.

Whoever is looking for a fancy design and is willing to accept round, apple-shaped boobs, should pick the Cleo Frances. Unfortunately, that particular style isn’t readily available anymore (some sizes are currently available at Bravissimo and you can check Ebay), but the Cleo Lucy has a very similar construction. The Alexa sisters Marcie, Meg and Zia could be alternatives. The cup is embroidered and the band is tight. The construction of the bra, especially the position of the straps, helps to create a round shape despite the shallow cups as the breast is lifted upwards and pushed to the front. If you want to wear it under a tight shirt you might be able to see the embroidery, however, as I prefer wider shirts, that is not an issue. As the embroidery is fairly flexible, it adjusts well to the boob. I have to say, I have a secret crush on that bra.

The center gore in size 38DD is 7,5 cm high and 2,5 cm wide, but that doesn’t bother me while wearing it. As the Frances is unpadded, it’s light and comfortable to wear, even during the summer. The fabric is soft. However, the straps are only adjustable half-way. The wires and band are flexible, which is a good thing for people with a broad breast base, as the cups are thus broader and shallower. The Cleo Frances is available in sizes 28-38 D-J.

If you like to know more about the issue, you might want to check out my blog: http://maennerbusen.blogspot.de/. Or even better, visit a lingerie boutique and get a professional bra fitting. Men, just do it!

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